Sport-News

Bei einem Zwischenfall vor einem Fußball-Derby in der peruanischen Hauptstadt Lima ist nach offiziellen Angaben mindestens ein Mensch ums Leben gekommen.

Bei dem "bedauerlichen Vorfall" Freitagabend (Ortszeit) seien 47 weitere Menschen verletzt worden, drei davon lebensgefährlich, sagte Gesundheitsminister Juan Carlos Velasco am Freitag vor Journalisten.

39 Menschen seien in Krankenhäuser eingeliefert worden. Nähere Angaben zu den Ursachen machte Velasco zunächst nicht.

Tribüne eingestürzt?

Die Feuerwehr in Lima dementierte anfängliche Berichte, denen zufolge eine Tribünenmauer eingestürzt war. Die Struktur der Südtribüne im betroffenen Stadion erscheine intakt, erklärte Feuerwehrchef Marcos Pajuelo.

Der Fokus liegt auf dem Liga-Finish und dem Sonntag-Spiel beim LASK (14.30 Uhr), dennoch plant die Austria im Hintergrund schon die kommende Saison. Verträge wichtiger Spieler und von Trainer Stephan Helm laufen im Sommer aus, es ist ohnehin höchste Zeit für Weichenstellungen und Entscheidungen. Sportvorstand Tomas Zorn hatte noch vor Wochen gesagt, dass nichts gegen eine Verlängerung von Helm spreche. Bei dieser Meinung scheint er auch nach den ersten Gesprächen mit dem Burgenländer zu bleiben. „Wir sind in sehr positiven Gesprächen.“

Helm hat es mit seinem Trainerteam immerhin seit über einem Jahr geschafft, trotz der permanenten Unruhe im Verein die Mannschaft bei Laune und sportlich auf Kurs zu halten. Die Veilchen liegen als Dritter nur zwei Punkte hinter Leader Sturm. Mit einem Sieg beim LASK wäre man wieder mitten im Titelrennen.

Wieder zur Verfügung steht nach seiner Sperre Tin Plavotic. Der Vertrag des Verteidigers läuft ebenso aus wie jene von Reinhold Ranftl und Philipp Wiesinger. Laut Zorn möchte die Austria alle drei Spieler halten, wobei Plavotic bisher den Eindruck vermittelte, nicht verlängern zu wollen. „Wir führen schon längere Zeit Gespräche, allerdings ist noch nichts finalisiert“, sagt Zorn.

Im Gleichschritt sprinten die Graz 99ers und der HC Pustertal in Richtung Finale der ICE Hockey League. Beide Teams führen vor dem vierten Spiel in ihren Best-of-seven-Serien 3:0 und können am Ostersonntag den Aufstieg in das Finale sichern.

Die Grazer spielen auswärts bei Fehervar, wo sie zuletzt 5:1 siegten, die Pustertaler gewannen alle drei Partien gegen Ljubljana mit 3:0. Dass die Slowenen, die im Grunddurchgang mit 177 Treffern die beste Offensive der Liga hatten, im Semifinale in 180 Minuten kein Tor erzielten, ist eine der Überraschungen in dieser Runde.

So geht es im Finale weiter

Sollten sich die Favoriten am Sonntag durchsetzen, dann wird das Finale vorgezogen und würde bereits am 12. April beginnen. Für das Nationalteam könnte die Liga nicht viel besser laufen. Denn das Finale der ICEHL wäre somit spätestens am 26. April zu Ende. Dann könnten auch die Grazer Teamspieler noch zwei Vorbereitungscamps für die WM in Zürich (15. bis 31. Mai) mitmachen. Es gab schon Weltmeisterschaften, da kamen die ausgelaugten Finalteilnehmer erst in der Woche vor WM-Beginn zum Team.

Testspiele in Riga

Heuer hat Teamchef Roger Bader auch noch den Vorteil, dass Salzburg und KAC, also jene Klubs mit dem Großteil der Teamspieler, schon ausgeschieden sind. Ein Teil rückt bereits am Ostersonntag ins erste Teamcamp ein. Am Mittwoch und Donnerstag wird Österreich in Riga gegen Lettland testen. Bader bekam die Info, dass die große WM-Arena gegen Österreich zwei Mal ausverkauft sei. Die weiteren Teamspieler von Salzburg und KAC kommen dann zum Camp nach Feldkirch (13. April).

Personell könnte es für Österreich heuer etwas schwieriger werden. Top-Verteidiger David Reinbacher ist mit Laval im AHL-Play-off im Einsatz. Mit Marco Rossi (Vancouver) gab es noch keinen direkten Kontakt. Marco Kasper würde wohl kommen, aber nur dann, wenn er spätestens nach der ersten Play-off-Runde mit Detroit ausscheidet. Unwahrscheinlich ist eine WM-Teilnahme von Zürich-Stürmer Vinzenz Rohrer, der wohl von seinem Klub Montreal nach dem Saisonende in der Schweiz nach Nordamerika beordert wird. Und Bern-Stürmer Benjamin Baumgartner soll nach einer Operation erst Anfang Mai wieder fit werden.

Mit einem Blick auf die Play-off-Überraschungen von Fehervar sagt Teamchef Bader: „Vielleicht wird man mir jetzt glauben, dass wir Ungarn bei der WM nicht im Vorbeigehen besiegen werden. Gegen Ungarn und Großbritannien haben wir uns immer schwergetan.“ Die beiden Nationen sind die ersten beiden WM-Gegner.

Mit der Länderspielpause ist die letzte Unterbrechung der nationalen Ligen vorbei. Die Meisterschaften und Cupbewerbe gehen in den kommenden Wochen in die entscheidende Phase. Wer wird Meister, wer sichert sich die begehrten internationalen Startplätze – und wer muss absteigen?

Der KURIER macht einen Blick in Europas Ligen.

England

In der Premier League führt der FC Arsenal die Tabelle an. Die Nordlondoner liegen zwar neun Punkte voran, doch sieben Spiele vor Schluss ist der Titel noch längst nicht in trockenen Tüchern. Verfolger Manchester City hat ein Spiel weniger absolviert, zudem steht noch das direkte Duell an.

Dahinter kämpfen Manchester United, Aston Villa, Liverpool und Chelsea um die Champions-League-Plätze.

Die Entscheidung über eine Teilnahme Irans an der Weltmeisterschaft soll vom Nationalen Sicherheitsrat des Landes in Abstimmung mit der Regierung getroffen werden. Der Fußballverband und das Sportministerium sind laut Sportminister Ahmed Donjamali lediglich für die Vorbereitung des Nationalteams auf die WM zuständig. „Aber letztendlich unterwerfen wir uns der finalen Entscheidung des Nationalen Sicherheitsrates und der Regierung“, sagte der Minister im Staatsfernsehen Irib.

Der Nationale Sicherheitsrat im Iran ist das höchste Entscheidungsgremium und steht unter der Aufsicht des Obersten Führers Modschtaba Chamenei sowie der Leitung von Präsident Massud Peseschkian. Aufgrund des derzeitigen Kriegs mit den USA gab es in den vergangenen Wochen Diskussionen darüber, ob der Iran teilnehmen soll oder nicht. Die drei Vorrundenspiele des Nationalteams gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten sind in den USA geplant. Die Endrunde in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni und dauert bis zum 19. Juli.

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