Sport-News

Der Fußball ist schon ein schnelllebiges Geschäft. Am Mittwochabend noch in München Real Madrid aus der Champions League gekickt, am Donnerstagnachmittag in der Alszeile in Wien-Hernals.

Konrad Laimer eilt von einer legendären Arena zur nächsten. Auf dem Platz des Wiener-Sportclub wurde der Bayern-Legionär als einer von vier Markenbotschaftern von „Milka“ präsentiert.

Das „Team Milka“ bilden zudem Viktoria Schnaderbeck, Jakob Pokorny, WM-Vize bei der U17, und Andreas Herzog, der den kulinarischen zarten Versuchungen selten widerstehen kann. „Man sieht ja, dass ich gerne nasche.“ Nasche viel statt Naschenweng.

Große Trauer um Alexander Manninger: Der ehemalige ÖFB-Teamtorhüter ist bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Die Kollision ereignete sich am Morgen an einem ungesicherten Bahnübergang, für den 48-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Manninger spielte im Laufe seiner großen Karriere für internationale Spitzenklubs wie Arsenal, Juventus und Liverpool und 33 Mal für Österreichs Nationalteam.

Der Unfall passierte am Donnerstag gegen 8.40 Uhr kurz nach der Haltestelle Pabing in Salzburg, als es zu einem Zusammenstoß zwischen seinem Fahrzeug und einer Lokalbahn kam. Während der Pkw schwer beschädigt wurde, blieben die rund 25 Fahrgäste sowie der Triebfahrzeugführer unverletzt. Einsatzkräfte waren rasch vor Ort, konnten jedoch nichts mehr für Manninger tun.

Gute Wetterbedingungen sollen den afrikanischen Assen am Sonntag beim Vienna City Marathon den 42,195 km langen Weg zu den Streckenrekorden erleichtern. Oqbe Kibrom aus Eritrea führt das Elitefeld der Männer an - er hat die besten Chancen, die Wien-Bestmarke, die der Kenianer Samwel Mailu 2023 in 2:05:08 Stunden aufstellte, zu knacken. 

Der 28-Jährige kommt mit einer Bestzeit von 2:05:37 Stunden nach Wien. 2022 war er beim VCM bereits einmal Dritter. "Ich habe gute Erinnerungen an Wien. Ich bin stark in Form, mein Ziel ist 2:05", sagte Kibrom.  Tafese Delegen aus Äthiopien mit der persönlichen Bestleistung von 2:06:11 sowie die Kenianer Stanley Kurgat mit 2:07:05 und Albert Kangogo mit 2:07:26 bilden eine starke Konkurrenz.  

Rennleiter Mark Milde hofft, dass der ambitionierte Plan aufgeht. "Ich denke, wir haben eine gute Chance auf den Streckenrekord. Es ist ein realistisches Ziel, wenn alles passt und auch das Wetter mitspielt, können wir das schaffen", sagte Milde.

Österreichs Rekordmann erstmals am Start

Österreichs Rekordhalter Aaron Gruen steht mit seinem vor einem Jahr erzielten ÖLV-Rekord von 2:09:53 Stunden in der Starterliste und bereitet sich auf seinen ersten Marathonstart in Österreich vor: „Diese Läufer haben Spitzenleistungen erbracht, die deutlich über meiner eigenen Bestzeit liegen. Das Rennen verspricht daher ein sehr hohes sportliches Niveau. Für mich wird es eine echte Herausforderung sein, mich im gesamten Feld einigermaßen zu behaupten. Ich werde mein Bestes geben und freue mich schon sehr auf Wien und auf das Rennen“, kommentiert er. 

Der Back-to-Back Football-Europameister Österreich hat einen neuen Head Coach! Stefan Pokorny übernimmt ab sofort die Geschicke der Nationalmannschaft und wird damit die heimische Auswahl durch die Europameisterschaft 2026/27 führen. Das erste Spiel unter Pokornys Leitung wird im Oktober 2026 auswärts in Belgien stattfinden, Ende Oktober folgt der erste Auftritt vor heimischem Publikum gegen die Türkei.

Pokorny folgt damit Max Sommer, der nach dem gewonnen EM-Finale aufgehört und mit einem verbalen Rundumschlag für Aufsehen gesorgt hat. Nachwirkungen des großen Knalls hat Pokorny bislang keine bemerkt. "Ich habe gelernt, mit den Sachen, die man bekommt, auszukommen." Für ihn gilt es zunächst, sein Trainerteam zusammenzustellen und die Mannschaft zu finden.

Verbandspräsident Michael Eschlböck ist froh, eine österreichische Lösung gefunden zu haben. "Das war uns schon wichtig. Das Interesse war groß, wir haben auch viele Konzepte von ausländischen Trainern bekommen."

Große Ehre

“Für mich ist es eine große Ehre, die Rolle als Head Coach des Herren-Nationalteams zu übernehmen,", sagte Pokorny in einem ersten Statement. "Mein Ziel ist es, gemeinsam mit den besten Trainern und Spielern Österreichs die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und die Entwicklung des österreichischen Footballs mitzugestalten.”

Er übernimmt den zweifachen Europameister, die Fallhöhe ist hoch. "Natürlich ist ein gewisser Druck da. Aber ich sehe eher die Herausforderung, ich will wieder Europameister werden, bin voller Angriffslust."

Für Trainer Álvaro Arbeloa war der Schuldige am Champions-League-Aus von Real Madrid in München schnell gefunden. „Der Schiedsrichter hat das Spiel entschieden“, klagte Arbeloa nach dem 3:4 (3:2) gegen den FC Bayern Slavko Vinčić an. Der Slowene hatte Real-Profi Eduardo Camavinga in der 86. Minute beim Stand von 3:2 für Real die Gelb-Rote Karte nach einem Foul an Harry Kane gezeigt. Bekommen hatte er die zweite Gelbe wohl deshalb, weil er den Ball nach dem Foul mitgenommen hatte und somit Zeit geschunden hatte. Die Zeichen standen zu jenem Zeitpunkt nach dem 2:1 der Bayern im Hinspiel auf Verlängerung.

Arbeloa kritisierte: „Unbegreiflich, es tut weh.“  In Überzahl schlugen die Bayern durch Luis Díaz und Michael Olise noch zweimal zu und zogen noch in der regulären Spielzeit ins Halbfinale der Champions League ein. „Das Spiel hat sich mit dem Platzverweis entschieden. Es war ein Fehler des Schiedsrichters. Unbegreiflich. Es tut einfach weh und es ist unfair“, sagte Arbeloa. „Natürlich müssen wir auch dem FC Bayern gratulieren“, sagte der 43-Jährige in der Pressekonferenz nach dem unglücklichen Aus der Königlichen. 

Für seine Attacken nach dem Schlusspfiff sah auch noch Doppeltorschütze Arda Güler die Rote Karte vom Referee. 

„Es ist aber eine schlechte Art und Weise, wie wir hier ausgeschieden sind. Ich bin stolz auf meine Mannschaft.“ Arbeloa hatte im Januar Xabi Alonso als Trainer abgelöst. 

Die Real-Stars sprachen nach der Partie kaum etwas. „Joke“ sagte Jude Bellingham im Vorbeigehen zu den Journalisten. „Das ist ungerecht“, sagte Eder Militao. „Ich rede heute besser nicht“, meinte Tony Rüdiger.

Spanische Pressestimmen

Vielsagender waren die spanischen Medien.  Marca schrieb: „Welch eine Ungerechtigkeit! (...) Real Madrid verabschiedet sich mit Würde. Die Königlichen gehen mit 3:2 in Führung und halten bis zur 89. Minute gegen Bayern mit, nachdem Vinčić nach einem kindischen Foul Camavinga lächerlicherweise vom Platz stellt. Ein Doppelpack von 
Arda, ein Tor von Mbappé und ein würdiger Abschluss eines enttäuschenden Jahres.“

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