Fabio Cobolli steht überraschend im Finale des ATP500-Turniers in München. Der 23-jährige Italiener, der im Herbst mit Italien den Davis Cup gewonnen hatte, warf im Semifinale den deutschen Titelverteidiger Alexander Zverev aus dem Turnier. 6:3, 6:3 gewann Cobolli, der sich nach dem Spiel beinahe für seinen ersten Erfolg gegen den Weltranglistendritten entschuldigte.
„Das war mit Sicherheit eines meiner besten Spiele auf der Tour bislang. Und das gegen einen guten Freund. Sascha ist eine Inspiration für mich und wir trainieren auch oft miteinander. Es war ein wenig schwer für mich gegen einen solchen Spieler. Gegen so großartige Gegner bin ich immer ein wenig schüchtern.“
Das war auf dem Platz kaum zu sehen. In den zwei Sätzen schlug Cobolli 32 Winner, bei Zverev waren es nur 11. Der Deutsche konnte auch mit seinem sonst guten Aufschlag nicht punkten und schaffte kein einziges Ass. Im Finale trifft Cobolli auf Ben Shelton (USA), der den slowakischen Qualifikanten Molcan 6:3, 6:4 besiegte.
Der Italiener ist übrigens einer der Stars beim Generali Open in Kitzbühel ab 20. Juli.
In Barcelona schaffte Andrej Rublev seinen ersten Finaleinzug seit elf Monaten. Der Russe besiegte im Semifinale den serbischen Qualifikanten Hamad Medjedovic 3:6, 6:2 und 6:2 und trifft am Sonntag auf den Franzosen Arthur Fils.
Das Finale von Hamburg im Mai 2025 hatte Rublev übrigens gegen einen gewissen Cobolli verloren.