Sport-News

Bernd Wiesberger hat sein kleines Formtief abgeschüttelt. Der Burgenländer greift vor dem Schlusstag beim mit 3 Millionen US-Dollar dotierten Golfturnier in München sogar nach dem Siegerscheck von 510.000 US-Dollar und vielen Punkten im „Race to Dubai“. Nach zwei 68er-Runden auf dem Par-72-Kurs steigerte sich Wiesberger am Samstag mit einer 67 - das bedeutete die geteilte Führung mit dem Südafrikaner Michael Hollick.

Wiesberger spielte im Golfclub München Eichenried in der dritten Runde 6 Birdies und 1 Bogey. Sein Landsmann Max Steinlechner fiel mit einer 73er-Runde hingegen auf den geteilten 32. Platz zurück.

Der FC Wacker Innsbruck wird in der kommenden Saison mit einem durchaus illustren Team in der 2. Liga am Ball sein. Zwei Neuverpflichtungen des Traditionsvereins vom Tivoli sorgen für Premieren in der langen Geschichte der österreichischen Bundesliga. 

Adrian Wibowo, ein 20-jähriger Flügelflitzer, der vom Partnerverein Los Angeles FC zu den Innsbruckern stößt, ist der erste Spieler mit einem indonesischen Pass, der in Österreich kickt.

Auch das Heimatland von Matt Evans ist ein Novum für die österreichische Bundesliga: Der 20-jährige Mittelfeldmann ist der erste Spieler aus Guatemala, der hierzulande im Einsatz ist. Evans, der ebenfalls von Los Angeles FC zum FC Wacker kommt, kann bereits sechs Einsätze für die Nationalmannschaft von Guatemala vorweisen.

Nicki Thiim gewinnt wie vor zwei Jahren den Stadtkurs-Klassiker in Nürnberg.

Der dänische Aston-Martin-Pilot in Comtoyou-Racing-Diensten, der seit Jahren in Salzburg wohnt, hält im Zielsprint den DTM-Gesamtführenden Maro Engel um 0,587 Sekunden in Schach.

Der Mercedes-Markenkollege des Tirolers Lucas Auer (4.) hatte bereits im Qualifying aufgrund zweier Bonuspunkte dem Italiener Matteo Cairoli (10./Emil-Frey-Ferrari) die Spitzenposition im Meisterschaftskampf abgenommen. Zwischen Engel und Auer platzierte sich als Dritter der Inder Arjun Maini im HRT-Ford. 

Schrecklicher Unfall in Kurve 1

Der Stadtkurs lieferte das, was er vorab versprach: Drama. Auers Landgraf-Teamkollege Tom Kalender verzögerte durch einen Unfall das Boxenstoppfenster, da das Safety-Car ausgerufen wurde.

Als dieses schließlich geöffnet wurde, gab es Augenblicke später in der ersten Kurve einen atemstockenden Unfall, der schließlich bei 20:03 Minuten Restzeit eine Rote Flagge provozierte, da Trümmerteile und zwei völlig zerstörte GT3-Autos geborgen werden mussten.

Mirko Bortolottis GRT-Teamkollege Maximilian Paul verlor beim Anbremsen die Kontrolle über seinen Lamborghini und torpedierte den Schubert-BMW von Kelvin van der Linde an der Fahrertür. Als Auslöser für den Kontrollverlust wird eine Ölspur vermutet.

Bitter für den Linzer Thomas Preining: Der Ex-Champion in Manthey-Porsche-Diensten ging von Platz vier in den Neustart, fiel aber hinter den in Wien lebenden Italiener Bortolotti (8.) auf die Neun zurück.

Ein Stadion erleuchtet in Gelb. So war es bei den bisherigen Gruppenpartien der kolumbianischen Nationalmannschaft, so war das im Sechzehntelfinale gegen Ghana und so wird es nun wohl auch in der kommenden K.-o.-Begegnung gegen die Schweiz sein. Über 40.000 Kolumbianer jubelten der Mannschaft beim 1:0-Sieg in Kansas City zu. Die Fans von Kolumbien haben derzeit viel Grund zur Freude. Das spürt auch die Mannschaft. Trainer Nestor Lorenzo findet lobende Worte für die Anhänger der „Los Cafeteros“ (zu Deutsch: „Die Kaffeebauern“): „Die Leidenschaft unserer Fans ist großartig. Sie folgen uns überall hin. Egal, wo wir spielen.“

Kolumbien gilt auch bei dieser WM als Geheimfavorit. Buchmacher setzen sie sogar auf eine Stufe mit dem Halbfinalisten der WM 2022, Marokko. Ein Weiterkommen in den Kreis der letzten Acht gilt zumindest nicht als unwahrscheinlich. Mit der Schweiz wartet zwar ein schwer einschätzbarer Gegner, zugleich aber auch eine lösbare Aufgabe. Coach Lorenzo warnt allerdings vor den Eidgenossen: „Die Schweizer sind wie eine geölte Maschine. Das wird nicht einfach.“

Mercedes-Jungstar Kimi Antonelli hat erstmals in seiner Formel-1-Karriere einen Sprint gewonnen.

Noch am gestrigen Freitag musste sich der Italiener im Sprint-Qualifying-Krimi um nur 0,011 Sekunden Ferrari-Star Lewis Hamilton geschlagen geben. Am Samstag war das Bild im 17-Runden-Sprint ein anderes: Rund um die Halbzeit überholte Antonelli den Lokalmatador und ließ in der Folge keinen Konter mehr zu.

Kurzzeitig betrug die Lücke zwischen den beiden Piloten nur 0,8 Sekunden, bis zur Zieldurchfahrt wuchs diese auf 2,7 Sekunden an. Platz drei ging an den amtierenden Weltmeister Lando Norris, der knapp zehn Sekunden hinter Antonelli lag. Der McLaren-Pilot erwischte einen Traumstart und schob sich von Rang sechs auf das Podest vor.

Duell gegen Lewis: „Hat Spaß gemacht“

Die ersten zehn Runden mit Lewis haben richtig Spaß gemacht. Wir haben beide alles gegeben“, sagte Antonelli Augenblicke nach dem Rennende und ergänzte zum Überholmanöver: „Als ich den Überholmodus bekam, wusste ich, dass sich mir bald eine Chance bieten würde.“

Lawson schlägt Hadjar um den letzten Zähler

Antonellis Teamkollege und WM-Rivale George Russell musste bei bestem Rennwetter Federn lassen. Der Spielberg-Sieger kam im Silverstone-Sprint nicht über Position vier hinaus. Charles Leclerc (5./Ferrari), Max Verstappen (6./Red Bull), Oscar Piastri (7./McLaren) und Liam Lawson (8./Racing Bulls) holten die weiteren Punkte.

Lawson hielt Verstappen-Teamkollege Isack Hadjar um 0,7 Sekunden hinter sich.

Update um 16.10 Uhr: Der achte Platz war für den Neuseeländer nach der Zieldurchfahrt nicht in Stein gemeißelt, denn es gab eine Untersuchung. Die Kommissare haben allerdings entschieden, dass es keine Strafe geben wird, da es sich beim Lawson-Manöver gegen Hadjar in der Stowe-Kurve „nicht um eine wesentliche Richtungsänderung handelte, nachdem die Bremsphase eindeutig begonnen hatte“.

Augenblicke nach der Lawson-Entscheidung gibt es bittere Nachrichten für Audi-Pilot Nico Hülkenberg. Der Sensationsdritte des Vorjahres erhielt im Nachgang eine Fünf-Sekunden-Strafe, weil der Deutsche abseits der Strecke den Haas-Piloten Esteban Ocon überholt und sich dadurch einen Vorteil verschafft hatte. Dadurch verliert Hülkenberg Platz 13.

So geht es heute weiter

Mit dem Sprint-Sieg vergrößert Antonelli vor dem morgigen Grand Prix seinen WM-Vorsprung wieder auf 43 Punkte. Hamilton bleibt Dritter und verkürzt den Rückstand auf seinen Ex-Mercedes-Teamkollegen auf vier Zähler.

Das Qualifying zum Grand Prix findet am heutigen Samstag ebenfalls statt. Dieses ist ab 17.00 Uhr auf ORF1 zu sehen. Emma Felbermayrs erster Silverstone-Lauf in der F1 Academy wird ab 19.00 Uhr auf dem Youtube-Kanal der Frauenserie übertragen. Die Welserin startet aufgrund der „Reverse-Grid“-Regelung von der Pole-Position.

Der diesjährige Silverstone-Samstag ist historisch: Vor fünf Jahren fand an Ort und Stelle erstmals in der Formel-1-Geschichte ein Sprintrennen statt. Damals gewann Verstappen.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.