Das deutsche Eishockeyteam steckt bei der WM in der Schweiz vor dem Duell mit Österreich (20.20 Uhr, ORF 1) in der Krise. Dabei wollte man Werbung für die Heim-WM nächstes Jahr in Düsseldorf und Mannheim machen. Doch das Unternehmen schlägt fehl. Nach fünf Spielen halten die mit vier NHL-Profis um Star-Verteidiger Moritz Seider nach Zürich gereisten Deutschen erst bei vier Punkten.
Immerhin konnte gestern Außenseiter Ungarn mit 6:2 besiegt werden.
Dabei hat dem deutschen Team zuletzt mehrmals nicht viel auf einen ganz großen Coup gefehlt. Mit Olympia-Silber 2018 in Pyeongchang, dem WM-Halbfinale 2021 und dem Vize-Weltmeistertitel 2023 gab es Erfolge. Zuletzt gab es aber zwei harte Rückschläge, in Zürich folgt wohl der dritte innerhalb von zwölf Monaten. Im Vorjahr wurde bei der WM der Einzug in die K.-o.-Phase verpasst. Bei Olympia im Februar wollte man mit allen NHL-Stars um die Medaillen mitspielen, doch bereits im Viertelfinale gegen die Slowakei das Aus. Danach gab es deutliche Kritik von Superstar Leon Draisaitl in Richtung des DEB.
Historisches Debakel
In der Schweiz wollten die Deutschen wieder für gute Stimmung sorgen, gelungen ist das bisher nicht. „Es ist eine große Frustration da. Wir haben uns alle mehr vorgenommen“, sagte Seider nach dem 1:6-Debakel gegen die Schweiz, der höchsten Niederlage gegen die Eidgenossen seit 89 Jahren. Offensiv harmlos, mit folgenschweren Patzern und schwachen Special Teams in Über- und Unterzahl präsentierte sich die Auswahl von Harold Kreis bis zum 6:2 gegen Ungarn.