Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

In der Verlängerung: ÖFB-U19-Frauen scheitern im EM-Halbfinale

Die Nationalauswahl zwingt den sechsfachen EM-Sieger in die Überspielzeit. Ein Fehler beim Eckball macht den Unterschied.
Österreich unterliegt im U19-EM-Halbfinale mit 0:1.

Die U19-Nationalmannschaft der ÖFB-Frauen unterliegt auf bittere Weise Deutschland mit 0:1 n.V. und verpasst nach der historischen ersten Halbfinal-Teilnahme den erstmaligen Aufstieg in das Finale der Europameisterschaft.

Die DFB-Frauen erwischen den besseren Start in die Partie. Sophie Hoke (2.) klärt den Sträßer-Schuss zum Eckball. Laila Portella (7.) schreibt erfolglos Österreichs erste Aktion an. Ella Herbst (25.) zieht aus der Distanz auf das Tor ab, scheitert aber an DFB-Schlussfrau Jane Krumme.

Schockmoment für die Hackl-Elf: Kapitänin Valentina Illinger (39.) geht einmal mehr ohne Fremdeinwirkung zu Boden und muss ausgewechselt werden. Es kommt Anika Hofschweiger.

Lueger haarscharf, Querlatte rettet Österreich

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit sind die DFB-Frauen aktiver. Marie Gmeineder (50.) sorgt für die erste scharfe Aktion, kurz darauf ist auch der nächste Eckball brandgefährlich.

In der Schlussphase halten beide Nationalteams den Atem an. Katie Richter (86.) hat für Österreich den möglichen Siegestreffer am Fuß, Krumme pariert und hält die Null fest. Emma Memminger (88.) knallt auf der Gegenseite den Schuss an die Querlatte, ÖFB-Kickerin Denise Lueger (89.) verfehlt haarscharf das Tor.

Joker-Tor besiegelt Aus

In der ersten Hälfte der Verlängerung ist der ÖFB zu passiv, DFB-Kapitänin Maj Schneider (104.) zirkelt den Ball knapp über das Österreich-Tor.

Spielentscheidend ist die 109. Minute. Der DFB-Eckball kommt von rechts. Die in der Nachspielzeit eingewechselte Tessa Zimmermann steht am zweiten Pfosten alleine und köpft die Flanke von Lenelotte Müller ein. ÖFB-Torfrau Vivien Grabenhofer ist am Dienstagabend zum einzigen Mal bezwungen worden.

„Schwierigstes Spiel meiner Karriere“

„Zuerst muss man Deutschland gratulieren. Sie haben es super gemacht“, lobte Teamchef Markus Hackl die gegnerische Mannschaft. Das Halbfinale sei „das schwierigste Spiel meiner Trainerkarriere“ verloren.

Die ÖFB-Auswahl ging angeschlagen in den historischen Abend. „Seit fünf, sechs Tagen kämpfen wir im Team mit einem Magen-Darm-Infekt. Wir haben gegen Spanien zwei Ausfälle gehabt. Heute haben es drei probiert zu spielen“, gab er zu Protokoll. Deshalb sei das torlose Remis bis zur 109. Minute umso stärker einzuordnen.

Im Finale am Freitag spielen Spanien (3:0 gegen Schweden) und Deutschland um den EM-Sieg.

Kommentare