Es war ein klassisches Sportduell zwischen einem David und Goliath. Nur, dass dieses Mal der David keine Steinschleuder hatte, um den Riesen zu besiegen.
Österreichs Eishockey-Nationalteam musste sich im direkten Duell um einen Platz im Viertelfinale Weltmeister und Olympiasieger USA mit 1:4 geschlagen geben. Die Österreicher belegen somit in der Vorrundengruppe A in Zürich den sechsten Rang und in der Gesamtwertung der Weltmeisterschaft den 11. Platz.
Zwerger fehlte
Österreich musste im Entscheidungsspiel auf Top-Stürmer Dominic Zwerger verzichten, der am Sonntag gegen Finnland nach einem harten Check im Schlussdrittel nicht mehr spielen konnte. Mit einem schmerzhaften Riss des AC-Gelenks in der Schulter war ein Einsatz für ihn unmöglich. Für ihn rückte der Wiener Neustädter Tim Harnisch in den Einser-Angriff auf. Weil in Linie drei auch Maximilian Rebernig ausfiel, kam auch Simeon Schwinger wieder in den Match-Kader. Vinzenz Rohrer spielte wie schon die gesamte WM mit Schmerzen und biss erneut auf die Zähne.
Es änderte nichts daran, dass den Österreichern nach dem starken Start in die WM mit drei Siegen im Laufe des Turniers allmählich die Luft ausging. Es muss bei der Beurteilung der Leistung auch bedacht werden, dass ein halbes Dutzend Top-Spieler heuer absagen mussten und etwa kein einziger Spielmacher aus dem Team des Viertelfinalisten 2025 heuer dabei war.
Am Dienstag in der fast ausverkauften Arena in Zürich hatte Österreich im ersten Drittel zwei Top-Möglichkeiten, doch die USA benötigten für einen Doppelschlag nur 45 Sekunden. Nach dem Lattentreffer von Harnisch (4.) traf Clifton mit einem verdeckten Schuss ins rechte Kreuzeck (6.), wenige Augenblicke später erhöhte Ufko erneut mit einem Schuss von der blauen Linie auf 2:0 (7.). Dass Rohrers Schuss bei einem Alleingang auf US-Goalie Cooley gehalten wurde, passte in die Dramaturgie des ersten Drittels (9.).