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Die Trainersuche in Salzburg dauert länger, als von vielen erwartet. Bei genauerem Hinschauen ist aber klar, warum sich Sportchef Marcus Mann so viel Zeit lässt. Einen Fehlgriff darf er sich nicht mehr erlauben. Als solchen muss man Daniel Beichler bezeichnen, er war der erste Trainer, den Mann in Salzburg installiert hat. Das Ergebnis ist bekannt. Salzburg blieb erneut titellos, Beichler musste nach 14 Spielen wieder gehen. 

Aber wer soll Salzburg nach drei titellosen Saisonen wieder zurück in die Erfolgsspur führen. Namen kursieren viele, doch die Zeit drängt. Am Dienstag startet die Mannschaft mit den Leistungstests in die Vorbereitung. Spätestens am Mittwoch beim ersten Training sollte der neue Coach da sein. Derzeit sieht alles nach einer deutschen Lösung aus. Danny Röhl ist zwar erst 37 Jahre jung, hat in seiner Trainerkarriere aber schon viel erlebt. 

Gianni Infantino hat mit einer scherzhaften Bemerkung über Italiens WM-Misere Kritik im Land des viermaligen Fußball-Weltmeisters ausgelöst. Im Interview des brasilianischen Senders CazéTV machte sich der FIFA-Präsident über das erneute Scheitern der Italiener in der Qualifikation lustig, als er über eine mögliche Aufstockung auf 64 Teams grinsend sagte: "Vielleicht qualifiziert sich Italien bei einer WM mit 64 Teams - oder wir gehen sogar hoch auf 228 Teams."

"Bin an seinen Gedanken interessiert"

Die FIFA hat 211 Mitgliedsverbände. Italiens Sportminister Andrea Abodi zeigte sich nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa irritiert und kündigte an, das Gespräch mit dem FIFA-Chef suchen zu wollen. "Angesichts der großen Entfernung zwischen Italien und Mexiko ist ein Telefongespräch zur Klärung der Sachlage, je nach seinen Verpflichtungen, am besten. Ich bin an seinen direkten Gedanken interessiert", sagte Abodi.

Italien hatte zum dritten Mal in Serie die WM-Qualifikation verpasst und fehlt beim derzeitigen Turnier in Kanada, Mexiko und den USA. Erstmals sind 48 Teams bei der Endrunde dabei.

Würde die laufende WM nicht die halbe Welt umfassen, wäre Katar wohl nicht qualifiziert. Aber nach einem Gruppensieg in der 4. Runde der Qualifikation darf das Emirat im Persischen Golf als eines von acht asiatischen Länder und neun aus der „Asian Football Confederation“ (Australian ist mittlerweile dabei) die Trikots vor einem Weltpublikum anziehen. Das passierte bereits 2022, und damals hätte man am liebsten die Köpfe unter den Leiberln versteckt, punktelos und mit einer Tordifferenz von 1:7 verabschiedete man sich als schlechtester Gastgeber der WM-Geschichte aus dem Turnier.

Die USA starteten mit einem über weite Strecken fulminanten Sieg in das WM-Turnier. Das Veranstalterland zerlegte Paraguay in Los Angeles vor 70.492 Fans mit 4:1 und wird damit eine Fußball-Euphorie im Land entfachen. US-Präsident Donald Trump erlebte den Triumph nicht live mit, dafür sein Außenminister Marco Rubio. Trump selbst hatte dem Team in einem Telefonat wenige Stunden vor dem Anpfiff Mut zugesprochen.

Im Vorfeld der Partie boten die USA alles auf, was zu einem gelungenen Entertainment gehört. Superstar Katy Perry zog eine kurze, aber sehenswerte Show ab und trällerte gemeinsam mit einem Buben ein Liedchen. Danach wurde die amerikanische Hymne stimmungsvoll und pathetisch intoniert, Tom Cruise bewies dabei seine Sangeskunst mit der Hand auf dem Herzen. Hollywoodreif. Neben ihm stand David Beckham und sang nicht mit, er ist ja auch Engländer.

"Ich sehe den Sieg schon vor mir", sagt die junge Wienerin Alida D. in einem blau-gelben Trikot der bosnischen Nationalmannschaft vor dem Anpfiff. Sie sitzt mit ihrer Freundin Aida K. an einem Vierertisch vor dem Donauturm, wo sich die bosnische Community beim Public Viewing für das WM-Spiel Bosnien und Herzegowina gegen Kanada versammelt hat. Ćevape, Kajmak, Lepinje und Ajvar lassen die heimatlichen Gefühle der Bosnier im 21. Wiener Bezirk aufflackern. Das rege Treiben der knapp 400 Fans wird mit dem Einlass der Spieler auf das Spielfeld unterbrochen. Die bosnische Hymne ertönt, die Fans erheben sich im Schanigarten vor dem riesigen Bildschirm von ihren Sesseln. Da ist Stolz in den Augen, da ist Vorfreude in der Luft, da ist Hoffnung. 

Was fehlt, ist aber der Gesang. Denn die bosnische Hymne, "Intermeco" genannt, hat keinen Text. Das 1998 offiziell eingeführte Werk wurde vom Komponisten Dušan Šestić geschrieben und ist ein Kompromiss. Die drei großen Bevölkerungsgruppen des Landes (muslimische, orthodoxe und katholische Bosnierinnen und Bosnier) konnten sich auf keinen gemeinsamen Text einigen.

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