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Acht Gründe für acht Tore: Warum Rapid nicht zu stoppen ist

Rapid lacht nach dem 8:0-Spektakel gegen den GAK von der Tabellenspitze und bleibt in dieser Saison makellos. Warum der grün-weiße Höhenflug nicht überraschend kommt.
Rapid in Jubellaune

Mit einem fulminanten 8:0-Erfolg gegen den GAK ist Rapid an die Tabellenspitze gestürmt. „Acht Tore macht man nicht jeden Tag“, betonte Yusuf Demir danach. Recht hat er. Für Rapid war es der höchste Sieg im Allianz Stadion und der höchste seit 1984 – damals gab es gegen Neusiedl ebenfalls ein 8:0.

Der KURIER hat acht Gründe für acht Tore!

Grün-weißer Lauf: Rapid surft auf der Erfolgswelle
Wenn’s läuft, dann läuft’s. Rapid ist in dieser Saison bislang nicht zu stoppen. In acht Pflichtspielen gab es ebenso viele Siege bei einem Torverhältnis von 29:5! Das gibt Selbstvertrauen – und führte dazu, dass sich die Hütteldorfer gegen den GAK in einen regelrechten Rausch gespielt haben. Die Leistung war „wirklich, wirklich gut“, lobte auch der sonst oft sehr kritische Trainer Johannes Hoff Thorup.

Der Toptransfer liefert: Viererpack von Adamsen
Tonni Adamsen war schon früh der erklärte Wunschstürmer von Rapid. Der 31-Jährige, der im Alter von 27 Jahren noch im dänischen Unterhaus spielte, wollte unbedingt einmal ins Ausland wechseln. Auch Landsmann Hoff Thorup war ein wichtiger Baustein, um den Dänen nach Wien zu lotsen. Schon im Cup hat Adamsen doppelt getroffen, gegen den GAK war ihm sein erstes Bundesliga-Tor nicht genug, er schnürte einen Viererpack. „Das ist natürlich wunderbar“, zeigte er sich überglücklich. Es war im Übrigen der erste Viererpack eines Rapid-Spielers seit November 2010. Damals gelangen Hamdi Salihi beim 5:0 gegen den LASK ebenfalls vier Tore.

FUSSBALL: ADMIRAL BUNDESLIGA / 3. RUNDE: SK RAPID - GAK

Tonni Adamsen jubelt über seinen Viererpack

Zusammenhalt: Das Team steht im Fokus
Selbst Vierfach-Torschütze Adamsen wollte nicht zu viel des Ruhmes einheimsen. „Vieles davon war eine Teamleistung.“ Der Trainer nickt: „Am wichtigsten ist die Mannschaft, die bei allem zusammenhält. Die dafür sorgt, dass wir die Fehler der anderen ausgleichen und dass wir die Laufwege füreinander gehen.“

Selbstverständnis: Das Team ist gut eingespielt 
Der große Umbruch im Sommer blieb bislang aus, die Spieler kennen sich und ihre Laufwege, die Mannschaft ist eingespielt. Das hat zur Folge, dass viele Abläufe schon nahezu perfekt funktionieren. Schöne Kombinationen sind keine Seltenheit, Tore und Siege das logische Ergebnis. „Es war guter Fußball mit viel hoher Qualität“, freute sich Coach Hoff Thorup nach dem beeindruckenden Auftritt gegen den GAK.

Rapid-Trainer Hoff Thorup

Rapid-Trainer Hoff Thorup

Der Trainer: Hoff Thorup macht Rapid Hoffnung
Hoff Thorup hat schon einiges erlebt in seiner Trainer-Karriere – einen 8:0-Sieg aber noch nicht. „Es war vermutlich das erste Mal in meiner Trainer-Karriere, wo ich mich auch einmal auf die Bank setzen konnte, um den Fußball meiner Mannschaft zu genießen.“ Der 37-jährige Däne scheint mit seiner ruhigen Art perfekt zu Rapid zu passen. Heuer hat er erstmals eine komplette Vorbereitung mit den Hütteldorfern gehabt – kein Nachteil.

Inferiorer Gegner: Der GAK wehrte sich kaum
„Es war grottenschlecht“, analysierte GAK-Coach Ferdinand Feldhofer. Tatsächlich machten die Grazer den Rapidlern das Toreschießen nicht unbedingt schwer. Für Feldhofer war es das, er wurde am Montag beurlaubt.

Zweiter Frühling: Yusuf Demir blüht wieder auf
Yusuf Demir war schon einmal auf dem Sprung zum absoluten Schlüsselspieler. Es folgte der Wechsel zu Barcelona und ein Knick in der Karriere. Einige Jahre und Stationen später ist Demir seit Februar zurück in Hütteldorf. Und der 23-Jährige präsentiert sich stärker als je zuvor. Körperlich ist er in einer Top-Verfassung, die Spiellaune steigt stetig, seine technischen Fähigkeiten standen sowieso nie zur Debatte. Gegen den GAK traf er erstmals wieder in der Bundesliga seit 2022. „Er spielt auf einem ganz anderen Niveau, als ich es bisher von ihm gewohnt war“, lobt der Trainer. „Vor allem ohne Ball arbeitet er im Moment unglaublich hart.“

Yusuf Demir

Yusuf Demir kommt immer besser in Form

Bescheidenheit: Lernen aus der Vergangenheit
Die Euphorie ist groß in Hütteldorf. Doch das Team bleibt am Boden, vom Titel will man (noch) nichts wissen. „Das ist nur eine Momentaufnahme“, sagt Ercan Kara. Nachsatz: „Aber wir sind hungrig.“ Rapid bleibt bescheiden – und ist damit wohl gut beraten. Im Vorjahr stand man nach acht Runden an der Tabellenspitze. Es folgte der sportliche Absturz samt Trainerwechsel – und wieder kein Titel. Das könnte diesmal alles anders werden.

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