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Vincent Kriechmayr fuhr im ersten Training für die Weltcup-Speed-Bewerbe von Courchevel von Freitag bis Sonntag die zweitbeste Zeit. Der Oberösterreicher war am Mittwoch bei frühlingshaften Temperaturen in den französischen Alpen 0,17 Sekunden langsamer als der Franzose Matthieu Bailet. "Ich habe gleich versucht, etwas mehr Gas zu geben", sagt er. "Es war ganz o.k., aber man sollte das nicht überbewerten."

Die Chance auf die Kugel lebt noch

Kriechmayr hat im Super-G-Gesamtweltcup noch eine rechnerische Chance, Leader Marco Odermatt abzufangen. Für Freitag (11.00) ist die Abfahrt angesetzt. Am Samstag (11.00) und am Sonntag (10.45) soll je ein Super-G über die Bühne gehen. Odermatt könnte sich in Courchevel neben der kleinen Super-G-Kugel vorzeitig auch die Abfahrtswertung sowie zum fünften Mal die Gesamtwertung sichern.

Es ist die erste und zumindest heuer die einzige Möglichkeit, das erfolgreiche österreichische Baseball-EM-Team live in der Heimat zu sehen. Vom 23. bis 25. Mai steigt in Dornbirn und Hard die Premiere der Alpine International Baseball Trophy (AIBT) – in Kooperation mit den Dornbirn Indians und den Hard Bulls.

„Fest für die Familie“

Beim erstmals ausgetragenen Viernationen-Turnier treffen Österreich, Deutschland, die Schweiz und die Slowakei aufeinander. Das Turnier sei „nicht nur sportlich ein Highlight, sondern soll auch ein Baseball-Fest für die ganze Familie werden“, sagt ABF-Präsident Rainer Husty.

Die ABF-Auswahl unter Head Coach Anthony Bennett hat bei der Europameisterschaft im Vorjahr Rang neun erreicht – das beste Ergebnis der Verbandsgeschichte.

Der österreichische Leichtathletik-Verband nominierte vier Athleten für die Hallen-WM von 20. bis 22. März im polnischen Torun.

  • Karin Strametz hat über 60 m Hürden als einzige der teilnehmenden Österreicherinnen das direkte Limit erbracht, sie hat heuer eine persönliche Bestleistung von 7,97 zu Buche stehen.
  • Caroline Bredlinger holte mit persönlicher Bestleistung von 2:00,97 einen der 30 Startplätze über 800 m.
  • Magdalena Lindner pulverisierte ihre Bestleistung über 60 m in 7,21 Sekunden, kam bis auf 1/100 Sekunde ans Limit heran und holte so das WM-Ticket.
  • Isabel Posch steigerte sich im selben Rennen auf 7,26 und drückte ihre Zeit eine Woche später sogar auf 7,25 Sekunden. Damit darf auch sie erstmals zu einer Hallen-Weltmeisterschaft.

Drei Athleten, die von World Athletics die Einladung erhalten hatten, verzichten aus unterschiedlichen Gründen. Hürdensprinter Enzo Diessl konzentriert sich ganz auf die Freiluft-EM im August. 400-Meter-Läuferin Susanne Gogl-Walli hat eine Oberschenkelverletzung noch nicht ganz ausgeheilt. Auch Mittelstreckenläufer Raphael Pallitsch kämpft mit gesundheitlichen Problemen.

Rapid muss wochenlang auf Offensivspieler Daniel Nunoo verzichten. Der 19-jährige Ghanaer erlitt am Sonntag beim 1:0-Heimsieg über Red Bull Salzburg nach nur 20 Minuten eine Muskelverletzung im Oberschenkel. Darüber informierten die Hütteldorfer die Öffentlichkeit am Mittwoch. 

Nunoo spielte sich zuletzt in Rapids Stammformation und brachte es in diesem Kalenderjahr auf fünf Bundesliga-Einsätze mit einem Tor und einem Assist.

Rapid hadert aktuell weiter mit Verletzungssorgen. Zurückgekommen ins Mannschaftstraining ist zuletzt Marco Tilio. Dominik Weixelbraun soll nach einer Bänderverletzung im Knie im April bereit sein.

Ab Freitag ist die zweifache Paralympics-Siegerin Lilly Sammer bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo wieder der Guide von ihrem angestammten Para-Skifahrer: Michael Scharnagl. Der seheingeschränkte Tiroler startet auf der Tofana im Riesentorlauf und im Slalom. Für den Quereinsteiger sind es die zweiten Para-Spiele, die ersten in Peking endeten katastrophal. In Cortina hofft Scharnagl auf eine Überraschung. Pläne hat der Tausendsassa auch für Los Angeles 2028.

"Ich habe eigentlich mein Leben lang immer schon Ziele verfolgt, wo andere gesagt haben, das geht nicht", erzählte Scharnagl in Cortina im APA-Gespräch. Er habe Tennis gespielt, bis die Sehkraft zu schwach war. "Dann bin ich Kickboxen gegangen, weil ich gewusst habe, wenn der Gegner näher ist, dann sehe ich ihn besser." Ein Tiroler Meistertitel steht auf der Habenseite. "Dann wollte ich American Football spielen. Zwei Vereine erklärten mir aber, das bringt nichts, wenn du nichts siehst. Da habe ich selber einen Verein gegründet und wir sind zweimal aufgestiegen."

Desaster in Peking

Zum Skifahren ist Scharnagl über seinen Bruder gekommen. 2019 bestritt er die ersten FIS-Rennen, zwei Jahre später erfolgte der Einstieg in den Weltcup. Im Visier waren die Paralympics. "Ich suche mir schon gerne immer wieder so Ziele, auf die ich dann hinarbeiten kann." Die Winterspiele in Peking 2022 wurden für den Physiotherapeuten, der seinen Job einst auf einem Kreuzfahrtschiff begann, zum Desaster.

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