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Wird es so spektakulär werden wie der Viertelfinal-Klassiker Bayern – Real? Und könnte das vorweggenommene Finale der Champions League zu sehen sein? Beide Fragen sind nach dem Semifinal-Hinspiel in Paris kurz zu beantworten: Ja!

Der gesperrte Bayern-Coach Vincent Kompany sah auf der Tribüne eines der spektakulärsten Spiele der Fußballgeschichte. Titelverteidiger PSG besiegt den FC Bayern mit 5:4 (3:2), das Rückspiel in München darf bereits mit großer Vorfreude erwartet werden.

Während PSG in Bestbesetzung loslegen konnte, mussten die Gäste Gnabry, Karl und Guerreiro verletzt vorgeben. Überraschend kam die Nominierung des wieder fitten Davies. Der offensive Linksverteidiger verdrängte Dauerläufer Konrad Laimer. In der 15. Minute folgte auf die erste PSG-Chance ein direkter Konter, der mit einem Elfmeter für die Bayern endete. Harry Kane behielt wie üblich die Nerven und traf zum 0:1.

PSG dreht Spiel nach Rückstand

Fünf Minuten später hatte Olise das 0:2 auf dem Fuß. Sollte in diesem Hochgeschwindigkeits-Spektakel jemand den Eindruck gehabt haben, dass Paris an seine Grenzen stößt, war das wieder schnell vorbei: Dembele vergab einen Hunderter, Khvicha Kvaratskhelia machte es beim nächsten Angriff besser, tanzte Stanisic aus und traf ins lange Eck (24.).

Der Montag war nicht wirklich im Interesse der Turnierleitung um Florian Leitgeb beim „Danube Upper Austria Open“ in Mauthausen, vor allem die bittere Niederlage von Jurij Rodionov nach vergebenen Matchbällen war kein Segen für das Challenger. 

Am Dienstag schafften es aber doch zwei Österreicher ins Achtelfinale. Der Tiroler Sandro Kopp, Schützling von Top-Trainer Hakan Dahlbo, schlug überraschend den ehemaligen georgischen Weltklassemann Nikolosz Basilaschwili glatt 6:3 und 6:4. Zuletzt hatte Kopp bei kleineren Turnieren knappe Niederlagen einstecken müssen. 

Im Achtelfinale steht auch Davis-Cup-Held Lukas "Luigi" Neumayer, der Chun-Hsin Tseng aus Taipeh mit  6:1, 7:5 schlug. Der Salzburger ist am Mittwoch wieder an der Reihe, in der 3. Partie nach 10 Uhr wartet der Chilene Tomas Barrios Vera, der am Montag Sebastian Sorger in drei Sätzen hart umkämpften Sätzen eliminierte. 

Wegen Streitigkeiten am geplanten Austragungsort Nizza könnten Eishockey-Spiele der Männer bei den Olympischen Winterspielen 2030 in den französischen Alpen Hunderte Kilometer entfernt in Paris ausgetragen werden. Das Organisationskomitee teilte mit, dass nun auch andere Orte wie Paris und Lyon in Betracht gezogen werden. Eine Entscheidung könnte es am 11. Mai geben, wenn das Exekutivbüro der Veranstalter sich über die Ergebnisse der neu angestoßenen Stadionsuche beugt.

Bürgermeister Eric Ciotti ist strikt dagegen

Eigentlich war vorgesehen, vor allem die Eishockey-Partien der Männer in der Allianz Riviera Arena in Nizza abzuhalten, wo sonst Fußball gespielt wird. Der neue Bürgermeister Eric Ciotti hatte sich aber strikt dagegen gewehrt, das Stadion des Erstligisten OGC Nizza zeitweise anderweitig zu nutzen. Zwei andere vorgeschlagene Stadien in der Stadt hätten Beschränkungen aufgewiesen, hieß es vom Organisationsteam.

Eine zweite Eisfläche ist ungeachtet des Zwists um Eishockey weiterhin in Nizza vorgesehen. Auch andere Eis-Sportarten sollen bei den Spielen 2030 in der südfranzösischen Stadt beheimatet werden.

Der Fußball-Weltverband (FIFA) entschärft die Regeln für Sperren durch Gelbe Karten bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko, an der ab 11. Juni auch Österreich teilnimmt. 

Die Verwarnungen sollen diesmal erstmals bereits nach den drei Gruppenpartien gestrichen werden. Diese Regelung soll bei der Sitzung des FIFA-Councils in Vancouver am (heutigen) Dienstag bestätigt werden, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Zuerst hatte die britische BBC darüber berichtet.

Im Normalfall sind Spieler nach der zweiten Gelben Karte im Turnierverlauf für eine Partie gesperrt. Durch die Ausweitung der WM von 32 auf 48 Teams kommt eine weitere K.-o.-Runde mit 32 Mannschaften hinzu. 

Damit erhöht sich die Gefahr für die Spieler, gelbgesperrt aussetzen zu müssen und beispielsweise im Halbfinale zu fehlen. Dem soll die neue Regelung entgegenwirken.

Zwei Teams ist es in dieser Saison erst gelungen, dem FC Bayern ein Haxl zu stellen: Dem FC Arsenal in der Vorrunde der Champions League und dem FC Augsburg in der Bundesliga. 

Abgesehen von diesen Betriebsunfällen reiht sich praktisch eine Galavorstellung an die nächste, weshalb der deutsche Rekordmeister inzwischen für viele in den Rang des Topfavoriten auf den Sieg in der Champions League aufgestiegen ist.

In Hochform

Einzig Paris SG, so der allgemeine Tenor, wäre in der Lage, die Bayern auf dem Weg zum Titel und möglichen Triple – die Münchner stehen auch im DFB-Pokalfinale – aufzuhalten. 

Der Titelverteidiger präsentiert sich nach einem wackligen Start in die Champions-League-Saison (3 Niederlagen) in der entscheidenden Phase bärenstark und bittet heute den Favoriten zum großen Gipfeltreffen im Semifinale (21.00, Sky Austria).

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