Formel 1: Die Nörgler aus den hinteren Reihen
Max Verstappen ist mit den neuen Regeln nicht glücklich.
Die Formel 1 hat eine der größten Regelrevolutionen der Geschichte hinter sich gebracht. Die Bedeutung der Elektro-Komponente des Antriebs ist deutlich höher, die Autos werden mit 100 Prozent nachhaltigem Treibstoff angetrieben, sie sind wendiger und leichter. Nur aufgrund dieser Reform, die den Weg in die Zukunft des Motorsports weisen soll, haben zwei Teams den Schritt in die neue Formel 1 gewagt, Audi und Cadillac. Das erste Rennen in Melbourne gab ihnen recht. Die Zuschauer wurden mit 120 Überholmanövern (45 im Jahr zuvor) bestens unterhalten.
Alles neu in der Formel 1 also? Ja und nein. Denn gleich geblieben ist, dass jene, die hinterherfahren, die lautesten Kritiker sind. Vor dem Rennen in China am Sonntag wird die Riege der Meckerer angeführt von Max Verstappen. Der vierfache Weltmeister hat mit seinem Red-Bull-Team das Nachsehen. Man werde vom Vollgasrennfahrer zum Energiemanager, monierte der 28-Jährige. Den Simulator habe er gegen eine Spielkonsole getauscht, und er bemühte mehrmals den Vergleich mit dem Videospiel Mario Kart. Die Regeln müssten adaptiert werden. „Es geht nicht darum, was ich will – es geht darum, was für den Sport besser ist.“
Wenig Interesse an neuerlichen Regeländerungen hat Mercedes-Pilot George Russell und warnt vor „übereilten Entscheidungen“. Kein Wunder. Der Brite ist WM-Leader.
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