Austria gegen SKN St. Pölten: Neustart im Kampf um das Ende einer Ära
SKN gegen Austria (r.) im Duell um den Titel
Nach dem zehnten Meistertitel in Folge für St. Pölten deutet in der Frauen-Bundesliga in dieser Saison alles auf das Ende einer Ära hin: Der SKN hat beide Duelle mit der Austria verloren und ist noch dazu im ÖFB-Cup gegen die Wienerinnen ausgeschieden.
Noch hat der Serienmeister alles in eigenen Händen und Füßen – das liegt am 2024 geänderten Modus. Aber auch damit könnte es nach der zu Ende gehenden Länderspielpause vorbei sein: St. Pölten tritt am Sonntag bei den starken Altacherinnen an, die auf Rang drei liegen.
Leader Austria spielt heute in Salzburg, wo es seit dem Einstieg von Red Bull wie erwartet bergauf geht – aktuell ist der frühere FC Bergheim Fünfter.
Seriensiege als Pflicht
SKN-Trainer Laurent Fassotte setzt alles daran, dass die sechs Punkte Rückstand auf die Austria nicht weiter anwachsen: „Gegen Altach und in den drei anderen Spielen des Grunddurchgangs müssen Siege her. Wir brauchen die zwölf Punkte.“
Denn dann folgt – wie bei der Premiere 2025 – das Meister-Play-off der vier Top-Teams, mit je zwei Duellen. Kurzum: Wenn der Champions-League-Teilnehmer alle noch zehn ausstehenden Spiele gewinnt, wird auch der elfte Titel in Serie gefeiert werden.
Sollten allerdings in Altach, wo eine Europacup-Qualifikation näher rückt, Punkte abgegeben werden, muss auf Umfaller der Veilchen gehofft werden. Denn eine Halbierung der Zähler gibt es in der Frauen-Liga nach der Teilung (in der unteren Gruppe geht es um den einen Absteiger) nicht.
„Wir müssen da sein, wenn die Austria einmal schwächelt“, hofft Fassotte, der im Herbst von Ex-Trainerin Alzner übernommen hat.
„Die fünf Wochen waren nicht einfach“
Die ein Jahrzehnt lang überragenden Wölfinnen mussten mit ungewohnt vielen Rückschlägen umgehen: nur ein Punkt in der Champions League, frühes Cup-Aus und nach der Pleite gegen die Austria noch eine mit dem 1:2 zum Rückrundenstart am 7. Februar. „Die fünf Wochen seither waren nicht einfach“, gibt Fassotte zu.
Da weder ein Europacup- noch ein ÖFB-Cupspiel anstand, konnte der Belgier eine zweite Frühjahrsvorbereitung einschieben: „Wir wachsen enger zusammen.“
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