Das verflixte 17. Loch: Wo die Golf-Stars ins Schwitzen kommen

Am Donnerstag beginnt die Players Championship in Florida. Der Platz ist berüchtigt für ein Green, das auf einer kleinen Insel liegt. Auch Sepp Straka spielt beim mit 25 Millionen Dollar dotierten Turnier um den Sieg.
Vorjahressieger Rory McIlroy zielt auf das Green am 17. Loch

Seit Sonntag ist Sepp Straka als Neunter wieder in den Top-10 der Golfweltrangliste. Somit zählt er auch bei der am Donnerstag beginnenden Players Championship der PGA-Tour zum erweiterten Kreis der Favoriten.

Gespielt wird im TPC Sawgrass in Ponte Vedra Beach, Florida. Das Turnier ist mit 25 Millionen Dollar (21,5 Millionen Euro) dotiert, der Sieger erhält 4,5 Millionen. Nicht umsonst wird es als fünftes „inoffizielles Major-Event“ bezeichnet. Canal+ überträgt täglich ab 18 Uhr live und exklusiv.

Der Kurs hat es in sich. Besonders das 17. Loch sorgt nicht nur bei den Championships für Nervenflattern. Jährlich versinken rund um das gefürchtete Green geschätzt 100.000 Bälle im Wasser. Auf einem normalen amerikanischen Platz sind es pro Jahr durchschnittlich 60.000 Bälle. Ein Taucher macht in Ponte Vedra Beach ein gutes Geschäft, indem er Tausende Bälle wieder an die Oberfläche holt und verkauft.

Alles oder Nichts

Nur 125 Meter ist die Distanz, die selbst Hobbyspielern nicht zu groß wäre, und dennoch muss der Golfer großes Risiko eingehen. Denn das Green ist sehr klein und liegt auf einer Insel, die nur durch einen Weg mit dem Land verbunden ist. „Es ist ein Alles-oder-Nichts-Schlag“, sagte einst Phil Mickelson. Für Hobbyspieler wurde die Regel aufgestellt, dass sie nach zwei versenkten Bällen von der näheren Dropzone weiterspielen müssen, damit kein Stau entsteht.

Im Vorjahr gab es bereits vor dem PGA-Turnier zwei Hole-in-Ones auf diesem Loch. Beim traditionellen Caddie-Wettbewerb zeigte vor allem J.J. Jakovac, ein ehemaliger College-Spieler, sein Talent. Sein Versuch am 17. Loch landete ein paar Meter hinter der Fahne und rollte perfekt zurück ins Loch.

Das war das erste Hole-in-One eines Caddies im Benefiz-Wettbewerb. Am Tag vor Turnierbeginn gelang dies auch dem Argentinier Alejandro Tosti. „Schade, dass heute Mittwoch und nicht Donnerstag ist“, sagte er komplett durchnässt. Denn nach dem Kunst-Schlag sprang der Mann aus Lionel Messis Heimatort Rosario in das tückische Gewässer.

Auch da hatte er Glück. Denn beim PGA-Q-School-Event im Dezember schaute beim 15. Loch der Anlage ein aus dem Wasser kommender Alligator entspannt dem Treiben auf dem Platz zu.

Ein Alligator bei der Q-School

Ein Alligator bei der Q-School am 15. Loch

Für Sepp Straka geht es weniger um Hole-in-Ones, als um ein Top-Ergebnis nach vier Runden. Vergangene Woche mischte er nach drei Runden als Dritter um den Sieg beim Arnold Palmer Invitational mit. Doch auf der Schlussrunde konnte er das hohe Niveau nicht halten und fiel auf den 13. Rang zurück.

In den vergangenen beiden Jahren belegte der Wiener bei der Players Championship Rang 16 und 14. Sein Ziel für heuer sind natürlich die Top-10.

Sepp Straka peilt die Top-10 an

Sepp Straka peilt die Top-10 an

Straka ist optimistisch

Wie Straka in einem Interview auf Canal+ sagte, hat er besondere Unterstützung: „Nach Florida kommt die Familie mit. Ich freue mich schon sehr darauf. In Kalifornien war ich zuletzt alleine unterwegs.“ Mit den Ergebnissen bei den vergangenen Turnieren konnte er gut leben: „Ich bin mit den Resultaten sehr zufrieden, obwohl mein Spiel noch nicht so gut war. In Pebble Beach konnte ich gar nicht glauben, dass ich um den Sieg mitspielen konnte. Besonders am Wochenende habe ich ziemlich schlechtes Golf gespielt.“ Dennoch war er nur einen Schlag vom Sieg entfernt.

So schlecht würde er wohl gerne ab Donnerstag auch wieder sein.

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