Vor dem Hit gegen Rapid: Salzburg hat das Toreschießen verlernt
Salzburgs Yorbe Vertessen
„So wird das nichts mit dem Titel.“ Salzburgs Sportchef Marcus Mann nahm sich nach der bitteren Niederlage bei Rapid kein Blatt vor den Mund. Der Deutsche wirkte genervt – vor allem aufgrund der Tatsache, dass Salzburg schon wieder kein Tor geschossen hat. Das passierte jetzt schon zum dritten Mal in Folge. „Wir sind vorm Tor in der Offensive null durchschlagskräftig, null kaltschnäuzig“, ärgerte sich Mann. 270 Minuten ohne Tor seien nicht meisterwürdig.
Zurück zum Start
Drei Spiele in Folge ohne erzieltes Tor – das hat es in Salzburg schon lange nicht mehr gegeben. In der Red Bull-Ära passierte dies erst vier Mal, drei Mal davon war ein Internationales Spiel dabei. Nur einmal waren es wie jetzt drei Partien auf nationaler Ebene – in der allerersten Saison in der Red-Bull-Ära.
Frühjahr 2026: 0:0 gegen Hartberg, 0:1 gegen Altach (Cup), 0:1 gegen Rapid.
Herbst 2017: Salzburg spielte nach dem 0:0 im Europacup gegen Marseille auch gegen den WAC und den LASK 0:0.
Herbst 2010: 0:1 gegen Mattersburg, 0:0 gegen den LASK, 0:2 gegen ManCity.
Herbst 2010: 0:0 gegen Juventus, 0:1 gegen Wr. Neustadt, 0:0 gegen Sturm.
Herbst 2005: 0:3 gegen Ried, 0:2 gegen Rapid, 0:0 gegen Sturm.
Man könnte sagen: Ein Tor würde dem Spiel der Salzburger gut tun.
Wo sind die Torjäger?
Aber wer soll es schießen? Wo sind Torjäger beim einstigen Liga-Krösus? Die Zeiten, in denen Salzburg regelmäßig den Torschützenkönig stellte, sind vorbei. Einen Erling Haaland, Jonathan Soriano, Alan, Patson Daka oder Karim Adeyemi gibt es derzeit nicht. Aktuell ist noch immer Petar Ratkov mit neun Treffern der beste Torschütze der Salzburger. Problem: Der Serbe ist im Winter zu Lazio Rom gewechselt. Jungstar Kerim Alajbegovic hält bei sieben Toren, Edmund Baidoo, Yorbe Vertessen und Sota Kitano (alle 5) haben schon einen Respektabstand.
Mann ist es am Ende egal, wer trifft: „Wir müssen jetzt schauen, dass wir mal Tore schießen.“ Am besten schon am Sonntag, wenn Rapid zum Auftakt der Meistergruppe in der Red-Bull-Arena zu Gast ist.
„Jetzt geht die Crunch Time los“, brennt Trainer Daniel Beichler auf Revanche gegen die Grün-Weißen. „Unsere Zielsetzung ist klar, trotzdem tun wir gut daran, uns aufs Arbeiten zu konzentrieren.“
Kommentare