Der Italiener Kimi Antonelli hat den Formel-1-Grand-Prix von Japan gewonnen und ist damit zum jüngsten WM-Führenden der WM-Geschichte aufgestiegen. Der Mercedes-Pilot legte nach seinem Premieren-Triumph zwei Wochen davor in Shanghai am Sonntag in Suzuka nach, profitierte von der Pole Position aus gestartet aber auch vom Rennverlauf. Der Australier Oscar Piastri sorgte als Zweiter für ein kräftiges McLaren-Lebenszeichen, Charles Leclerc im Ferrari landete auf Rang drei.
"Es ist ein bisschen zu früh, an die WM zu denken. Aber wir sind auf einem guten Weg", sagte Antonelli doch recht abgeklärt. "Ich bin absolut happy, auf so einer besonderen Strecke gewonnen zu haben. Das ist ein einmaliges Erlebnis." Piastri trauerte dem Sieg nicht wirklich nach, freute sich vielmehr über seinen heuer ersten Podestplatz sowie seine ersten Punkte. "Als Zweiter darf ich im Moment nicht enttäuscht sein, ein großes Danke an das Team." Leclerc sprach auf ServusTV von einem guten Rennen: "Es hat Spaß gemacht."
Antonelli machte in der WM nach drei von 22 WM-Rennen sowie einem von sechs Sprints aus einem Vier-Punkte-Defizit einen Vorsprung von neun Punkten auf den nur auf Rang vier gekommenen Teamkollegen George Russell, und hat nun schon 72 Zähler. Das Ferrari-Duo von Leclerc und Lewis Hamilton folgt 14 bzw. 22 Punkte hinter Russell. In der Konstrukteurswertung führt Mercedes 45 Punkte vor Ferrari, McLaren ist die dritte Kraft. Die WM wird nach einer durch den Iran-Krieg bedingten Pause erst am ersten Mai-Wochenende in Miami fortgesetzt.
Bearman-Unfall als Schlüsselszene
Die Schlüsselszene des Rennens war ein Unfall des Haas-Piloten Oliver Bearman in der 22. Runde. Die darauffolgende fünf Runden lange Safety-Car-Phase nutzte neben den Ex-Weltmeistern Hamilton und Max Verstappen auch Antonelli zum Reifenwechsel. Der 19-Jährige war unmittelbar vor dem Crash erstmals nach dem Start in Führung gelegen, nachdem Russell zum Reifenwechsel an die Box gefahren war - eine Runde zu früh, wie sich herausgestellt hat. Doch den Unfall Bearmans und die folgende neutrale Phase konnte niemand vorausahnen.