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Herzschlagfinale um den Aufstieg: St. Pölten und Lustenau im Fernduell

Entweder Lustenau oder St. Pölten wird Meister. SKN-Trainer Cem Sekerlioglu spricht über den Faktor Stripfung und das spannende Finish in der 2. Liga.
SKN-Trainer Cem Sekerlioglu gibt Anweisungen

So wie in der obersten Spielklasse wartet auch in der 2. Liga eine Last-Minute-Entscheidung: Der Aufsteiger in die Bundesliga wird in der letzten Runde im Fernduell entschieden.

Das Duell LASK – Sturm wird eine Klasse darunter zu LustenauSt. Pölten. Am Donnerstag ab 17 Uhr empfängt Lustenau die Amstettner, der SKN hat als letzter verbliebener Verfolger Hertha Wels zu Gast. Mit dem Schönheitsfehler, dass der SKN eigentlich einen Punkt mehr gemacht hat als die Vorarlberger, aber einen Zähler hinter der Austria liegt (50 zu 51).

Reizwort „Stripfing“

„Stripfing“ lautet das Reizwort, das für erhöhten Puls bei den St. Pöltner Verantwortlichen sorgt. Während den St. Pöltnern drei Punkte für den Sieg gegen Stripfing nach dem Konkurs der Weinviertler wieder abgezogen wurden, hat der Tabellenführer nur ein Pünktchen für ein 3:3 verloren.

„Wir haben es selbst oft genug am Fuß gehabt. Mit sieben Zu-null-Partien in den letzten neun Spielen hat wirklich nur das eine oder andere Tor vorne gefehlt“, sagt SKN-Trainer Cem Sekerlioglu.

An eine zweite ungeahnte Hürde im Titelkampf durch einen NÖ-Klub glaubt der Wiener nicht. Auch wenn Amstetten mit einer Niederlage im Ländle sicherstellen könnte, dass auch kommendes Jahr ein Regionalderby gegen St. Pölten stattfinden würde ...

„Ich kenne Amstetten-Trainer Enengl: Auch wenn es sein letztes Spiel für den Verein ist, wird er sicherstellen, dass das kein Spaßausflug sein soll, sondern Amstetten so unangenehm wie immer zu bespielen sein wird. Die wünscht sich wirklich niemand als Gegner für ein Entscheidungsspiel“, meint Sekerlioglu.

https://kurier.at/sport/fussball/trainer-cem-sekerlioglu-skn-st-poelten-spaetstarter-erfolg-nachwuchs/403093891Und sollten die Mostviertler zu Christi Himmelfahrt tatsächlich punkten, könnte in der NV-Arena knapp vor 19 Uhr die große Meisterparty steigen. „Wir müssen gegen Wels gewinnen, nur auf das schauen wir. Und dabei soll uns ein möglichst volles Stadion tragen“, hofft Sekerlioglu.

Der Prophet Cem Sekerlioglu

Übrigens: Nach dem überragenden Start bei seiner ersten Station als Cheftrainer im Profifußball blickte der 47-Jährige im KURIER-Interview im Oktober 2025 bis zur letzten Runde voraus.

Sekerlioglu wollte sich am Saisonende daran messen lassen, ob die St. Pöltner mit ihrem dominanten Ballbesitzfußball einen „Wiedererkennungswert schaffen“ und sagte voraus: „Wenn beim letzten Heimspiel gegen Wels am 14. Mai 2.500 Fans kommen, werden wir viel richtig gemacht haben.“

Cem Sekerlioglu schmunzelt, stellt fest, „dass ich Wort gehalten habe“, und ergänzt: „Uns sollte man nie abschreiben. Wir haben oft Spiele in der letzten Minute gewonnen. Vielleicht schaffen wir jetzt auch etwas Großes ganz am Ende.“ 

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