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Österreichs Handballer verloren Krimi im WM-Play-off

Österreich unterlag im Play-off-Hinspiel Polen hauchdünn mit 25:26. Dennoch lebt im Rückspiel am Sonntag noch die Chance auf eine WM-Teilnahme.
HANDBALL: WM-QUALIFIKATION/MÄNNER/PLAY-OFF/HINSPIEL: ÖSTERREICH - POLEN

Die genaue Adresse des Raiffeisen-Sportparks in Graz lautet Hüttenbrennergasse 31. Als ob man es gewusst hatte, dass Österreichs Handball-Männer dort stets die Hütte pardon Halle füllen. Bei einer heißen Atmosphäre konnte die Aufgabe nicht zwingend zufriedenstellend gelöst werden:

Österreich verlor das Play-off-Hinspiel gegen Polen knapp mit 25:26. Am Sonntag folgt das Rückspiel, legt man noch die letzten Schwächen ab, wissen die Männer um Trainer Iker Romero, was sie im Jänner des nächsten Jahres machen werden – in Deutschland die WM spielen.

Sport Talk mit Jakob Nigg

Die schönste Aktion zu Beginn wurde nicht mit einem Tor belohnt – Mikola Bilyk, der im Sommer nach zehn Jahren Deutschland, in die Schweiz wechselt, verfehlte nach einem Trickwurf nur knapp das Tor.

Starker Block

Die Polen waren aber ebenfalls von Beginn an initiativ und setzten erfolgreich auf einen starken Block vom heimischen Spitzenklub KS Kielce, Gefahr ging auch immer von Kreisläufer Kamil Syprzak aus, der für Paris Saint-Germain wirft. 

Die Österreicher lagen bald zurück und fingen sich auch Kontertore ein. Diese Bezeichnung verdiente sich vor allem der Treffer von Goalie Marcel Jastrzebski. Jeder Fehlwurf, und davon gab es nicht allzu viele, der Gegner wurde von den rund 2.700 Fans bejubelt. Fast so laut wie die ÖHB-Tore, davon gab es in den ersten zwölf Minuten nur fünf. Österreich rannte schon bald einem Rückstand nach. Nach 20 Minuten aber wurden die Fans erlöst, da sorgte Bilyk für das 11:11. Zur Pause lag man aber wieder 13:15 zurück.

Mit vielen vergebenen Chancen startete die zweite Hälfte, Österreich schrieb erst nach fast sechs Minuten wieder an. Dies war aber eine Mutinjektion, die Gastgeber hatten eine gute Phase – die Polen, die mit Jota Gonzalez ebenfalls von einem Spanier betreut werden, führten aber weiterhin fast immer hauchdünn. 

Bei 22:23 tat sich viel: Zunächst traf Bilyk, der fünf Mal scorte, nur die Stange, aber Constantin Möstl hielt einen Siebenmeter. Sebastian Frimmel vergab ebenfalls einen. Eric Damböck gelang aber der Ausgleich – richtig, aus einem Siebenmeter. Es blieb ein Krimi, am Ende setzten sich die Polen knapp durch. Und sind im Rückspiel in der Favoritenrolle.

„Die Abwehr war richtig gut, im Angriff hatten wir Probleme, da haben wir viele Chancen liegengelassen“, resümierte Romero.

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