Sport-News

Wenn mitten in der Nacht plötzlich tausende Fans – meist in roten Shirts – auf die Straße stürmen, singen tanzen und auf Laternen klettern, dann muss schon etwas ganz Besonderes passiert sein. Ist es auch. Arsenal ist zum ersten Mal seit 2004 wieder englischer Meister. 22 Jahre mussten die Fans der Gunners auf diesen Augenblick warten, kein Wunder, dass auf den Straßen Nordlondons die Nacht zum Tag gemacht wurde.

Dabei hatte Arsenal am Dienstag gar nicht gespielt. Aber weil Verfolger Manchester City gegen Bournemouth nicht über ein 1:1 hinausgekommen war, war der 14. Meistertitel fix. Während die Fans zu Hause oder in Pubs mitfieberten, hatte sich die Mannschaft im Trainingszentrum versammelt. Der Schlusspfiff in Bournemouth war auch dort der Startschuss für eine rauschende Meisterparty. Die Profis sprangen ausgelassen durchs Trainingszentrum, sangen immer wieder „Campeones“. Die Feiern rund ums Emirates-Stadion dauerten bis 5 Uhr Früh.

Schüler überflügelt Lehrer

Einer der ersten Gratulanten war Keir Starmer, Premierminister und glühender Arsenal-Fan. „22 lange Jahre für Arsenal“, schrieb Starmer, der politisch stark unter Druck steht. „Aber endlich sind wir wieder dort, wo wir hingehören. Champions!“

Der First Vienna FC stellte Patrick Enengl als neuen Cheftrainer der Kampfmannschaft vor. Der 32-jährige Niederösterreicher übernimmt die Position von Hans Kleer, dessen Vertrag nach Saisonende nicht verlängert wurde. Enengl war zuletzt bei Amstetten ebenfalls in der 2. Liga tätig.

"Patrick Enengl steht für eine klare Fußballidee. Trotz seines jungen Alters hat er bereits bewiesen, dass er Mannschaften entwickeln und erfolgreich führen kann", wird Vienna-Sportdirektor Didi Elsneg zitiert. "Besonders wichtig war für uns seine klare Vorstellung davon, wie Fußball gespielt und wie junge Spieler weiterentwickelt werden sollen."

"Klare Ambitionen" bei der Vienna

Enengl bedankt sich für die "positiven Gespräche" mit der Vienna: "Die Vienna ist ein Traditionsklub mit klaren Ambitionen und einem professionellen Umfeld. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem gesamten Team intensiv zu arbeiten und die sportliche Entwicklung des Vereins weiter voranzutreiben."

Neu im Trainerteam ist zudem Co-Trainer Mario Mühlbauer, den Patrick Enengl zur Vienna mitbringt. Der 49-Jährige wechselt aus der U18 der LASK Akademie nach Döbling und ergänzt künftig den Betreuerstab der Blau-Gelben.

Das Finale der Europa League ist am Mittwoch exklusiv bei CANAL+ Österreich zu sehen. Eine Übertragung im österreichischen Free-TV gibt es nicht. Fußballfans können das Endspiel ausschließlich über den französischen Pay-TV-Sender beziehungsweise dessen Streamingplattform verfolgen.

Im Finale treffen der SC Freiburg und Aston Villa aufeinander. Gespielt wird im Beşiktaş Stadium in Istanbul. Für Freiburg ist es das erste Europacup-Finale der Vereinsgeschichte, Aston Villa kämpft um den nächsten internationalen Titel nach den großen Erfolgen der Vergangenheit.

Vor dem Hintergrund der Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo haben die USA der Fußball-Nationalmannschaft des afrikanischen Landes die Einreise zur bevorstehenden WM zugesichert. 

"Wir gehen davon aus, dass die Mannschaft der DR Kongo an der Weltmeisterschaft teilnehmen kann", sagte ein hochrangiger Mitarbeiter des US-Außenministeriums am Dienstag.

Die USA haben wegen des tödlichen Ebola-Ausbruchs ein Einreiseverbot gegen Nicht-US-Bürger verhängt, die sich in den vergangenen drei Wochen in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) aufgehalten haben. Der Ministeriumsmitarbeiter sagte, die Mannschaft der DR Kongo habe bereits in Europa trainiert und falle daher möglicherweise ohnehin nicht unter das Einreiseverbot.

Die SV Ried freut sich auf zwei weitere "Bonusspiele", mit denen sie ihre Saison verlängert hat. Die Innviertler spielen am Freitag (19.30 Uhr/Sky) zu Hause und am Pfingstmontag (17 Uhr/Sky) in Wien im Play-off-Finale gegen Rapid um ihre erste Europacup-Teilnahme seit 2012.

"Unsere Mannschaft wird jedes Prozent rauskitzeln, das möglich ist", versprach Ried-Coach Maximilian Senft wohl wissend, dass die Kräfte langsam schwinden. "Wir sind schon sehr am Zahnfleisch unterwegs ehrlicherweise."

Zumindest bewahrte Kingstone Mutandwa die Rieder mit seinem zweiten Tor in der Nachspielzeit am Dienstag im Halbfinale gegen den WAC (2:1) vor einer drohenden Verlängerung. Rapid hat vor dem Hinspiel doppelt so lange Pause, vor dem Gang ins Innviertel aber auch den größeren Druck. "Wir haben das europäische Geschäft nicht unbedingt einkalkuliert - in Wien ist das ein bisschen anders", meinte Senft. "Das Schöne ist, dass sich die Mannschaft dieses Spiel jetzt erarbeitet hat."

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