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Frankreichs Fußball-Nationalteam gewann auch das zweite Testspiel im WM-Jahr 2026. Die "Equipe Tricolore" behielt am Sonntag in Washington gegen Kolumbien souverän mit 3:1 die Oberhand und stellte dabei unter Beweis, dass auch der "zweite Anzug" sitzt. Teamchef Didier Deschamps hatte seine Startelf im Vergleich zum 2:1-Erfolg in Foxborough gegen Brasilien am Donnerstag komplett verändert, was sich nicht negativ auf den Spielfluss auswirkte.

Beim Führungstreffer von Desire Doue (5.) war etwas Glück dabei, da dessen Schuss von der Strafraumgrenze von Daniel Munoz noch unhaltbar abgefälscht wurde. Kurz vor dem Pausenpfiff köpfelte Marcus Thuram (41.) aus sechs Metern nach Akliouche-Flanke ein. Der 20-jährige PSG-Flügelspieler Doue ließ kurz vor dem Pausenpfiff die Chance auf den Doppelpack aus, fixierte diesen dann aber in der 56. Minute nach Vorarbeit von Thuram. Den Kolumbianern gelang durch Jaminton Campaz (77.) zumindest noch der Ehrentreffer.

Die Sabres St. Pölten sicherten sich zum siebenten Mal den Titel in der European Women’s Hockey League (EWHL). Die Niederösterreicherinnen gewannen am Sonntag auch das Final-Rückspiel gegen Aisulu Almaty mit 3:1 und ließen nach dem 3:1-Erfolg schon im ersten Drittel keinen Zweifel mehr am Gesamtsieg.

Wie schon im ersten Duell eröffnete Tamina Schall das Scoring für die Sabres. Die Angreiferin traf früh zur Führung, ehe Verena Haselsteiner nur eine Minute später auf 2:0 stellte. Zwar gelang den Gästen aus Kasachstan im Mitteldrittel der Anschlusstreffer, doch St. Pölten behielt die Kontrolle über die Partie. Im Schlussabschnitt machten die Sabres alles klar: Madison Laberge fixierte mit dem Treffer zum 3:1 den Endstand und damit den Titelgewinn.

Jetzt geht es um den Meistertitel

Für die Sabres ist es bereits der siebente EWHL-Triumph der Vereinsgeschichte. Die Chance auf das Double lebt weiter: Am 3. und 4. April geht es beim Final-Four der win2day Austrian Women’s Hockey League in Graz um den nationalen Titel.

In Graz kennen zumindest die Fußballfans das erhebende Gefühl, Salzburg die Festspiele zu verderben. Sturm durchbrach die Meisterserie der Salzburger Bullen, jene der Eishockeycracks beendeten die 99ers. Vier Mal war Salzburg zuvor Meister, seit Mittwoch, seit dem Aus des KAC, steht es fest, dass auch die österreichische Meisterschaft im Eishockey an die Mur wandert. Denn die weiteren Halbfinalisten der ICEHL kommen aus Italien (Pustertal), Slowenien (Ljubljana) und Ungarn (Fehervar).

„Schon sehr cool, wenn man sieht, welchen Stellenwert Eishockey in Graz plötzlich wieder hat. Aber wir wollen natürlich noch mehr“, sagt Stürmer Paul Huber. Der erste österreichische Meistertitel seit 1978 – damit will sich keiner zufriedengeben.

Die Geschichte soll also weitererzählt werden. „Jetzt wollen wir den Liga-Titel“, sagt ein Fan in oranger 99ers-Wäsch’. Acht Siege benötigt man – den ersten gab es im ersten Match der Best-of-seven-Serie gegen Fehervar mit einem 3:2-Sieg für das Team von Head Coach Daniel Lacroix.

Tickets in 3 Minuten weg

Nachdem der Meistertitel gesichert worden war und man wusste, dass die Ungarn in der Steiermark vorbeischauen, waren die Tickets innerhalb von drei Minuten vergriffen. Etwas mehr als 4.000 Fans passen ins Eisstadion in Liebenau – und diese machten schon eine Stunde vor dem Bully Lärm. Unterstützt von vertrauten Klängen, auf die man auch bei Sturm setzt – die Cracks spielten sich beim Steiermark-Lied auf dem Eis warm.

Ohren- und vor allem Augenzeuge war neben Landeshauptmann Mario Kunasek natürlich Herbert Jerich, der sich auch als Mäzen im Tennissport einen Namen gemacht hat. Der erfolgreiche Gleisdorfer Spediteur, dem zu Geburtstagen A-Promis wie Dieter Bohlen oder Jürgen Klopp gratulieren, leitete in seiner zweiten Saison bei den 99ers einen Umbruch zum Aufbruch ein.

Von Fabio Tartarotti 

Am Helfort-Platz in Wien Ottakring kam es am Wochenende zur möglichen Vorentscheidung im Kampf um die Krone der Wiener Stadtliga. Tabellenführer SV Wienerberg gastierte bei Verfolger SV Dinamo Helfort. Etwa 500 Zuseher bekamen an der Kendlerstraße ein Torfestival geboten. 

Von Fabio Tartarotti

Alles war angerichtet für Oberwart um den ersten Heimsieg seit der Winterpause einzufahren. Die Mannschaft hatte bislang mit einem enttäuschenden Start in die Rückrunde zu hadern. Drei Niederlagen und ein Sieg war die ernüchternde Frühjahrsbilanz vor diesem Wochenende. Gegen die SV Donau sollten drei Punkte her. Schon in der achten Minute gelang Halper der Führungstreffer, dann ging es für die Hausherren bergab. Sieben Minuten später glich Miroslav Beljan, Toptorjäger der RLO, aus. Oberwart spielte dennoch dominant, erzielte ganze drei Tore, alle drei wurden aber wegen Abseits aberkannt.  

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