Sport-News

Die Graz99ers stehen unmittelbar vor dem Einzug ins Finale der ICE Hockey League. Die Steirer gewannen Donnerstag daheim vor 4.126 Fans auch Spiel drei der Halbfinalserie gegen Fehervar 4:0 (2:0,0:0,2:0) und führen im "best of seven"-Modus nun mit 3:0. Das vierte Duell ist am Sonntag (16.30 Uhr) in Szekesfehervar angesetzt, der österreichische Meister kann da die Endspieltickets fixieren. Der Finalgegner wird zwischen dem HC Pustertal und Olimpija Ljubljana ermittelt.

Die Grazer starteten im ausverkauften Bunker druckvoll in die Partie und hatten schon nach wenigen Sekunden ein Überzahlspiel. Das blieb zwar ungenützt, doch wie in den ersten zwei Partien brauchte das Team von Trainer Dan Lacroix nicht lange für die Führung: Paul Huber brachte die Gastgeber nach einem blitzsauberen Angriff in Front (8.). Während Fehervar danach eine 5:3-Überzahl nicht nutzen konnte, legten die 99ers kurz vor der ersten Pause im eigenen Powerplay nach. Erneut war Huber nach einem Haudum-Pass zur Stelle (20.).

Nach einem ausgeglicheneren, torlosen Mitteldrittel sorgte Graz im Schlussabschnitt zügig für klare Verhältnisse. Josh Currie besorgte nur 48 Sekunden nach Drittelbeginn das 3:0 (41.), das 4:0 ging auf das Konto von Kevin Conley (57.). Die Ungarn wiederum vergaben ihre Möglichkeiten samt und sonders und zeigten sich auch im Powerplay-Spiel ineffizient, wodurch sich die 99ers über ein "Shutout" freuen durften. Um den "sweep" zu verhindern, steht Fehervar nun unter Zugzwang.

Die von ihren Verletzungen genesenen Laura Wienroither und Eileen Campbell kehren für die WM-Qualifikationsspiele gegen Deutschland am 14. April in Nürnberg und am 18. April in Ried in Österreichs Frauen-Fußball-Nationalteam zurück. Coach Alexander Schriebl nominierte am Donnerstag mit Austrias Louise Schöffel außerdem eine Debütantin in sein Aufgebot. Die mit zwei Niederlagen in die Quali gestartete ÖFB-Auswahl gilt gegen Deutschland als krasser Außenseiter.

"Die Rollen sind ganz klar verteilt. Es geht unterm Strich in erster Linie darum, sich gut zu präsentieren", erklärte Schriebl. Ausgeschlossen sei eine Sensation allerdings nicht, betonte der 47-Jährige. "Das Schöne am Fußball ist, dass vieles möglich ist. Wir wissen aber auch, dass vieles passen muss." Man könne sich die ÖFB-U17-Weltmeister, das Männer-A-Team oder auch die Champions-League-Sensationsmannschaft Bodö/Glimt als Vorbild nehmen, meinte Schriebl.

Zum Quali-Auftakt gab es für die ÖFB-Frauen Anfang März ein Heim-0:1 gegen Norwegen und ein Auswärts-0:1 gegen Slowenien. "Wichtig wird sein, das Gesicht vom Match gegen Norwegen zu zeigen, mit viel Leidenschaft und sehr guter Struktur", meinte Schriebl. "Sehr enttäuschend" sei hingegen die Leistung in Slowenien gewesen. "Da sind wir sehr verkrampft aufgetreten und haben es das ganze Spiel nicht geschafft, diese Verkrampfung zu lösen. Wenn man etwas zu sehr will und es nicht schafft, locker zu bleiben, kann es passieren, dass es nach hinten losgeht und jemanden wie eine Lawine mitreißt", erklärte Schriebl.

Weiterhin viele prominente Ausfälle

Seine Auswahl startet am kommenden Mittwoch mit einem öffentlichen Training am ÖFB-Campus in den Lehrgang. Nicht dabei sein werden prominente Langzeitverletzte wie Sarah Zadrazil, Marie-Therese Höbinger, Lilli Purtscheller oder Manuela Zinsberger. Auch Katharina Naschenweng muss passen, sie sollte ihre Knieverletzung aber in einigen Tagen überwunden haben. Auf Nicole Billa, die im März noch im Kader aufschien, verzichtet Schriebl, "weil wir gegen Deutschland wahrscheinlich nicht viele Situationen in der Box bekommen werden".

US-Golfstar Tiger Woods hat von einem Gericht in Florida die Erlaubnis erhalten, sich außerhalb der Vereinigten Staaten einer stationären Behandlung zu unterziehen. Das berichteten mehrere Medien am Donnerstag.

Demnach sei ein Antrag von Woods' Anwalt genehmigt worden, wonach der 50-Jährige ein "intensives, hochgradig individualisiertes und medizinisch integriertes Programm" benötige, fernab von öffentlicher Aufmerksamkeit.

Woods hatte am vergangenen Freitag offenbar unter Einfluss von verschreibungspflichtigen Medikamenten einen Autounfall verursacht und war daraufhin kurzzeitig festgenommen worden.

Österreichs Eishockey-Rekordmeister KAC hat sich mit Coach Kirk Furey auf eine langfristige Zusammenarbeit geeinigt. Wie die Klagenfurter am Donnerstag mitteilten, erhielt der Kanadier einen neuen, für die kommenden drei Saisonen gültigen Vertrag.

Furey ist seit 2023 für die Kampfmannschaft des KAC zuständig, die er seither zu zwei ersten und einem zweiten Platz in den ICE-Grunddurchgängen, zwei Finalteilnahmen und drei Qualifikationen für die Champions Hockey League führte.

Die vergangene Spielzeit schloss der KAC als Grunddurchgangs-Zweiter ab, es folgte das überraschende Aus im Viertelfinale gegen Fehervar.

Furey kam 2007 als Spieler zu den Kärntnern und holte mit ihnen zwei Meistertitel. 2015 beendete er nach 488 Liga-Einsätzen seine aktive Laufbahn und begann danach beim KAC als Nachwuchstrainer.

„Wir kommen wieder.“ Ähnliches sagte einst Clown Enrico in der TV-Sendung „Am dam des“, und diese Kampfansage gibt aktuell Roland Marouschek von sich. Der sportliche Leiter von Westwien zeigt sich optimistisch, dass der Traditionsklub den Weg zurückfindet in die oberste Spielklasse, die HLA. Derzeit spielen die jungen Wiener in der Abstiegsrunde der Challenge Liga, in die man mit drei Siegen startete und in der man auf Rang eins liegt.

Ein möglicher Abstieg ist für die junge Truppe mit einem Durchschnittsalter von 18,6 Jahren kein Thema. „Wir haben Spieler aus dem Nachwuchsbereich. Am Anfang war es ein Kampf“, gibt Marouschek zu. Nun habe man sich gefangen, auch wirtschaftlich dürfte dies gelingen, wenn der Hauptsponsor seine Tätigkeit gar ausweiten sollte.

Jugend ist Trumpf

Man möchte den Weg mit den Talenten konsequent weiter gehen und innerhalb der kommenden vier Jahre den Aufstieg schaffen. Mit Lukas Musalek als Trainer, der auch beim U18-Nationalteam engagiert ist. „Er ist ein toller Typ und ein Kind unseres Vereins, kennt unseren Weg und geht ihn weiter“, so Marouschek. Die Westwiener können auf einen starken Unterbau im eigenen Nachwuchs zurückgreifen, die Teams sind durchaus erfolgreich unterwegs. „Wir sind wie die Gelsen – uns wird man nicht los.“

Die Fivers aus Margareten spielen schon dort, wo Westwien wieder hin will – in der HLA. Bis dato haben die Wiener stets das Viertelfinale erreicht, heuer muss man hart darum kämpfen. 

Aktuell liegt das Team von Peter Eckl auf Rang acht. Die Saison gestaltet sich bisher durchwachsen, geschuldet den Abgängen von sechs Spielern und einigen Verletzungen. Das Pech bleibt ihnen treu, bei der Heimniederlage gegen Hard verletzte sich auch noch Maxi Danhel und fällt länger aus.

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