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Rapid testete am Samstag  – eine Woche vor dem Cup-Viertelfinale gegen Ried  – doppelt. Am ÖFB-Campus feierten die Hütteldorfer zwei Siege.  Zunächst setzte sich die Mannschaft von Johannes Hoff Thorup 1:0 gegen Zweitligist Vienna durch. Das Tor erzielte der 18-jährige Musić, der eine starke Leistung zeigte. 

Am Nachmittag folgte ein 5:2 gegen den slowenischen Erstligisten Mura. Treffer von Cvetković, Bolla, Seidl Kara und Wurmbrand sorgten für einen gelungenen Abschluss. Wurmbrand wurde in Minute 72 eingewechselt und feiert ein Comeback, das nicht vor dem Spiel gegen Ried erwartet worden war.

Erstmals in dieser Saison gewinnt in dieser Saison kein Schweizer ein Abfahrtsrennen. Und das ausgerechnet in Kitzbühel, der gefürchtetsten und prestigeträchtigsten Strecke der Welt.

Gefeierter Sieger ist der Italiener Giovanni Franzoni, der in 1:52,31 mit einer Fabelzeit ins Ziel kam. Der 24-Jährige aus Brescia fand speziell beim Hausberg und bei der Traverse die schnellste Linie und holte nach dem Super-G in Wengen seinen zweiten Weltcupsieg. Damit ist der junge Mann mit dem Nasenpflaster auch ein heißer Medaillentipp bei den Olympischen Spielen in Mailand/Cortina in zwei Wochen.

Die ÖSV-Herren erlitten ein historisches Debakel: Erstmals kam kein Österreicher bei der Kitz-Abfahrt in die Top-10. 

Stefan Babinsky konnte nicht an seine starke Leistung mit dem dritten Rang beim Super-G am Samstag anschließen und kam nur in 1:54,35 Minuten ins Ziel. Damit lag er bereits mehr als 2 Sekunden hinter Franzoni. 

Marco Odermatt hatte auf seiner Fahrt lange Zeit eine Nasenlänge Vorsprung auf den Italiener, doch im Ziel hatte der große Weltcup-Dominator 0,07 Sekunden Rückstand auf Franzoni. Dritter wurde überraschend der mit Nummer 29 gestartete Maxence Muzaton, der einige Zischenbestzeiten hatte und im Ziel über einen knappen Rückstand von 0,39 Sekunden jubeln durfte. 

Florian Schieder rundete mit Rang vier mit 0,67 Sekunden Rückstand auf Franzoni das starke Resultat der Italiener ab.

Titelverteidiger Jannik Sinner hat bei den Australian Open der großen Hitze getrotzt und sich ungeachtet heftiger Krämpfe ins Achtelfinale gekämpft. Der Tennis-Weltranglistenzweite aus Italien rang am Samstag in der 3. Runde den US-Amerikaner Eliot Spizzirri nach 3:45 Stunden mit 4:6,6:3,6:4,6:4 nieder, geriet dabei aber an seine körperlichen Grenzen. Bei Temperaturen von bis zu 38 Grad konnte der Melbourne-Champion der vergangenen beiden Jahre phasenweise kaum mehr laufen.

Beim Stand von 4:6,6:3,1:2 ließ sich Sinner erstmals behandeln. Doch die Massage seiner Beine schien erst einmal nicht zu wirken. Der Südtiroler humpelte nur noch über den Platz. „Ich weiß nicht, was ich machen soll“, sagte der 24-Jährige an sein Trainerteam gerichtet. Zum 1:3 musste Sinner seinen Aufschlag abgeben, ehe die Partie wegen der Hitze unterbrochen wurde, um das Dach über der Rod Laver Arena zu schließen. Sinner verschwand in der Kabine, um sich abzukühlen.

Das war nix! Die Olympia-Generalprobe ist für Julia Scheib ganz und gar nicht nach Wunsch verlaufen. Die Steirerin schied beim Riesentorlauf in Spindlermühle nach Platz drei im ersten Durchgang in der Entscheidung nach guter Zwischenzeit aus. Nichts wurde es mit dem fünften Saisonsieg, stattdessen gab es den zweiten Ausfall. Den Sieg holte sich die Schwedin Sara Hector, die ihre Halbzeitführung verteidigen konnte. Dahinter landeten mit Paula Moltzan und Mikaela Shiffrin zwei US-Amerikanerinnen auf dem Podest. Beste Österreicherin wurde Nina Astner als 13.

 "Ich war nicht sauber am Ski, dann ist mir das Skiende bissl weggegangen. Ich hätte gerne ein gutes Ergebnis mitgenommen“, sagte Scheib. Mit dem Ausfall vergab sie auch die Chance, sich vorzeitig die kleine Kristallkugel für den RTL-Weltcup zu holen. Ihre schärfste Konkurrentin bleibt die Schweizerin Camille Rast, die als Vierte Boden gut machen konnte. Zwei Riesentorläufe stehen nach Olympia noch auf dem Programm, Scheib führt mit 89 Punkten vor Rast.

Falls Marco Odermatt alles tatsächlich so geplant haben sollte, dann muss man von dem Schweizer Superstar den Helm ziehen. In der Hahnenkamm-Abfahrt könnte er heute nämlich auf einen Schlag gleich drei Meilensteine setzen: 

Der prestigeträchtige Sieg auf der Streif fehlt dem 28-Jährigen bekanntlich noch in seiner langen Erfolgsliste.

Sollte Odermatt 24 Stunden nach dem Super-G auch noch die berühmteste Abfahrt der Welt für sich entscheiden, wäre dieser Triumph gleichbedeutend mit dem 100. Podestplatz seiner Karriere

Und so nebenbei – Meilenstein Nummer 3 – würde er dann an Weltcupsiegen (54) mit einem gewissen Hermann Maier gleichziehen – könnte es ein perfekteres Timing geben?

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