Iran: Sportminister schließt eine WM-Teilnahme in den USA aus

US-Präsident Donald Trump erlaubt dezidiert eine Teilnahme des Iran an der Fußball-WM. Doch der iranische Sportminister winkt ab.
Donald Trump und Gianni Infantino

US-Präsident Donald Trump hat FIFA-Präsident Gianni Infantino zugesichert, dass die iranische Nationalmannschaft trotz des Krieges im Nahen Osten bei der Fußball-WM im Sommer in seinem Land antreten darf. "Während der Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft natürlich eingeladen sei, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen", sagte Infantino nach einem Treffen mit Trump.

Die WM soll Menschen zusammenbringen

Außerdem sagte der Schweizer: "Wir alle brauchen ein Ereignis wie die FIFA-Weltmeisterschaft, um die Menschen mehr denn je zusammenzubringen." 

Irans Sportminister hat allerdings am Mittwoch Vormittag eine Teilnahme an der WM ausgeschlossen. In einem TV-Interview sagte Ahmad Donjamali: "Angesichts der bösartigen Maßnahmen, die gegen Iran durchgeführt wurden, wurden uns innerhalb von acht oder neun Monaten zwei Kriege aufgezwungen, und mehrere Tausend unserer Menschen wurden getötet“, sagte Donjamali weiter. „Daher haben wir definitiv keine Möglichkeit zu einer solchen Teilnahme.“ 

Ob die Entscheidung des Ministers final ist und der Iran die Teilnahme wirklich boykottiert, blieb zunächst unklar.

Auch der Verbandschef Mehdi Tadsch hatte sich ähnlich geäußert. Nach den Vorgängen um die Frauen-Nationalmannschaft während des Asien-Cups in Australien brachte er einen möglichen Verzicht ins Spiel. „Welcher vernünftige Mensch würde seine Nationalmannschaft in die USA schicken, wenn es bei der WM genauso politisch zugehen sollte wie in Australien“, sagte Mehdi Tadsch. Nach dem Vorrunden-Aus beim Asien-Cup waren mehrere Spielerinnen in Australien geblieben und hatten humanitäre Visa erhalten. 

Der Iran hatte sich im März vorigen Jahres als eine der ersten Mannschaften für die WM 2026 qualifiziert. In der Gruppenphase trifft das Team laut Plan auf Belgien, Neuseeland und Ägypten. Alle drei Spiele werden in den USA ausgetragen. Für die Auslosung im Dezember in Washington war Tadsch seitens der USA das Einreisevisum verweigert worden. Nach Angaben von Weltverbandschef Gianni Infantino hat US-Präsident Donald Trump jedoch erneut zugesichert, dass „die iranische Mannschaft natürlich herzlich“ zur WM in die USA eingeladen sei. 

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