Sport-News

Am Ostersonntag gegen Sturm Graz muss Rapid ein letztes Mal mit den Sektorsperren spielen. Nach den Vorfällen beim letzten Wiener Derby bekamen die Hütteldorfer eine Sperre von drei Spielen gegen Top-Teams. Kommende Woche geht es wieder zur Austria und sportlich wird es für beide Teams immer interessanter.

Bei Rapid ist der Blick aber noch lange nicht so weit nach vorne gerichtet, auch Ziele werden nach außen nicht konkretisiert. Trainer Johannes Hoff Thorup betont nur: „Wir wollen einfach so viele Punkte wie möglich holen.“ Daher ist es ihm auch nicht wichtig, dass schon am Sonntag Platz eins für Rapid möglich wäre. „Der erste Platz ist erst dann wichtig, wenn das letzte Spiel gespielt ist.“

Personell hat sich in seinem Team nicht viel verändert. Nosa Dahl ist fit und wird spielen, Jannes Horn ist gesperrt. Große Umstellungen im Spiel wird es dennoch nicht geben. „Wir werden möglichst wenig ändern“, sagt Hoff Thorup. Die Einsatzzeiten von Verteidiger Jakob Schöller müssen wegen seiner empfindlichen Muskulatur dosiert werden.

Tormann Niki Hedl genoss die Länderspielpause: „Es ist immer schön, mit drei, vier Siegen in so eine Pause zu gehen. Jetzt haben wir eine richtig gute Trainingswoche gehabt.“ Dass Sturm mit Otar Kiteishvili einen prominenten Ausfall haben werde, wusste Hedl am Freitag nicht, bloß: „Er hat mir sicher schon mehrere Tore gemacht. Aber Sturm hat ja mehrere gute Spieler.“

Seit fünf Pflichtspielen ist Salzburg schon ohne Sieg. Zwar hat man vor der Länderspielpause den Torfluch beim 1:1 gegen Sturm beenden können, will man im Titelkampf noch ein Wörtchen mitreden, muss aber schleunigst ein Sieg her. Und gegen wen soll der gelingen, wenn nicht gegen Hartberg (14.30/Sky). Gegen die Steirer hat Salzburg noch nie verloren, in 23 Duellen gab es 20 Siege und drei Remis. Und: Salzburg kann am Ostersonntag auf mehrere Akteure bauen, die mit viel Selbstvertrauen von ihren Nationalteams zurückgekommen sind.

Mutig möchte die Wiener Austria aus der kurzen Pause zurück in die Liga starten. Am Sonntag gastieren die Wiener beim LASK, dabei möchte man das Positive aus dem 1:0-Sieg zuletzt in Hartberg mitnehmen. „Es war extrem wichtig, in der Meistergruppe anzuschreiben – umso mehr, weil wir auch im ersten Spiel gegen Sturm über weite Strecken eine sehr gute Leistung gezeigt und eigentlich drei Punkte liegengelassen haben“, so Trainer Stephan Helm, der mit Sportvorstand Tomas Zorn aktuell über die Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages plaudert. Die Zeichen stehen auf Verlängerung.

Die Luft im Tabellenkeller der Qualifikationsgruppe wird immer dünner. Alles deutet auf ein Duell BW Linz gegen WAC um den Klassenerhalt hin. 
In Graz spielte vor der Pause fast nur die Heimmannschaft, die Gäste aus Linz konzentrierten sich fast nur auf die Defensive. Dennoch kam der GAK zu guten Chancen, für die Führung brauchte es aber einen umstrittenen Elfmeter, Pasic hatte den Ball im Fallen an den Arm bekommen. 

Hofleitner verwandelte zur Pausenführung (39.). Nach Seitenwechsel trauten sich die Linzer dann doch mehr in die Offensive – und wurden gleich bei der ersten Chance belohnt. Routinier Ronivaldo beförderte den Ball aus kurzer Distanz zum Ausgleich über die Linie (62.). Harakate ließ am Ende aber doch den GAK jubeln (79.). Die Grazer rücken mit dem 2:1 auf Platz zwei vor, für Schlusslicht BW Linz wird die Luft immer dünner.

In Innsbruck ging der WAC mit dem ersten Torschuss in Führung. Ngankam hatte sich den Ball schön mitgenommen und abgezogen (9.). Die WSG war das bessere Team, doch es dauerte eine Stunde, bis Müller per Elfmeter ausgleichen konnte (59.). Nach einer Ecke drehte Ola-Adebomi die Partie per Kopf (77.), Wels erhöhte auf 3:1 (94.). Der WAC ist mittendrin im Abstiegskampf.

Der FC Bayern hat sich bei der Generalprobe für den Champions-League-Kracher bei Real Madrid mit einer spektakulären Aufholjagd Selbstvertrauen geholt. Die Münchner kamen am Samstag in der Fußball-Bundesliga beim SC Freiburg nach einem 0:2-Rückstand dank dreier später Tore noch zu einem 3:2 (0:0). Das große Österreicher-Duell - mit erstmals sechs ÖFB-Teamspielern in den Startaufstellungen - zwischen Werder Bremen und Leipzig gewann RB 2:1 (1:0).

Die Youngster Tom Bischof (81., 92.) und Lennart Karl (99.) haben dem FC Bayern (mit Konrad Laimer ab der 56. Minute) drei Tage vor dem Duell mit Real einen dramatischen Last-Minute-Sieg beschert. Johan Manzambi (46.) und Lucas Höler (71.) hatten die Freiburger um Abwehrchef Philipp Lienhart in Führung gebracht, aus dem ersten Sieg gegen die Münchner seit fast elf Jahren wurde aber nichts.

Die Bayern, die ohne ihren angeschlagenen Torjäger Harry Kane auskommen mussten, steuern in der Bundesliga weiter klar auf die Meisterschaft zu. Zudem stehen sie nun bei 100 Liga-Treffern und somit kurz davor, ihre eigene Bestmarke aus der Saison 1971/72 zu knacken. Torhüter Manuel Neuer parierte bei seinem Comeback zweimal stark, sah beim 0:2 aber nicht gut aus.

Sechs Österreicher starten in Bremen

Leipzig gewann mit Christoph Baumgartner, Nicolas Seiwald und Xaver Schlager gegen Werder mit Marco Friedl, dem starken Romano Schmid und Marco Grüll - sechs Österreicher zum Anpfiff in einer deutschen Bundesligapartie gab es laut Datenanbieter Opta davor noch nie. Leipzig schloss zumindest bis zum Abend zum drittplatzierten VfB Stuttgart auf. Werder, das seit 2019 gegen Leipzig sieglos ist, liegt weiter sieben Punkte vor einem Abstiegsplatz, weil auch der VfL Wolfsburg verlor.

Der VW-Werksclub lag mit Patrick Wimmer (bis 66.) bei Bayer Leverkusen 3:1 in Führung, musste sich aber mit 3:6 geschlagen geben und hat unverändert drei Punkte Rückstand auf St. Pauli, das auf dem Relegationsplatz liegt. Borussia Mönchengladbach (mit Kevin Stöger ab 63.) hat im Kampf um den Klassenerhalt mit einem 2:2 zu Hause gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten 1. FC Heidenheim (Mathias Honask bis 62.) wichtige Punkte liegengelassen.

Rückschlag für Hoffenheim

Die TSG 1899 Hoffenheim hat auf dem erhofften Weg in die Champions League den nächsten herben Rückschlag erlitten. Die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer unterlag mit Alexander Prass dem FSV Mainz 05 mit 1:2. Die Rheinhessen jubelten nach zwei Toren von Philip Tietz (13., 79.) über drei wertvolle Punkte im Abstiegskampf und das sechste ungeschlagene Spiel in Serie. Fisnik Asllani (23.) hatte zwischendurch ausgeglichen. Die Kraichgauer sammelten damit in den jüngsten sechs Spielen nur fünf Punkte und gewannen lediglich bei Schlusslicht Heidenheim.

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