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Die vierte Olympia-Teilnahme von Vanessa Herzog ist stark gefährdet. Die Vierte der Spiele 2018 und 2022 jeweils über 500 m musste am Mittwoch wegen starker Rückenschmerzen nicht nur ihr Training in Inzell abbrechen, sondern auf ärztliches Anraten ihr gesamtes dortiges Trainingslager. Auslöser der Probleme dürfte ein in der Weihnachtszeit erfolgter Trainingssturz der 30-Jährigen sein, ihr Antreten beim Weltcup nächste Woche in Inzell ist nun jedenfalls kein Thema mehr.

Nach dem Sturz ist Herzog noch vor dem Jahreswechsel bei den Staatsmeisterschaften in Innsbruck angetreten. "Seitdem ist es von Tag zu Tag schlechter geworden und die letzten Tage eskaliert", berichtete Ehemann und Trainer Thomas Herzog am Mittwoch der APA. "Vanessa hat so starke Nervenschmerzen, dass sie nicht mehr Eisschnelllaufen kann." Sie werde sich nun in Physiotherapie begeben, für Donnerstag ist ein Termin für eine Magnetresonanz-Untersuchung (MRT) angesetzt. Thomas Herzog: "Ob sich Olympia noch ausgeht, ist zur Zeit mehr als fraglich."

Österreichs Sportlerin des Jahres 2019 hatte Olympia-"Blech" trotz jeweils nicht optimaler Vorbereitung erreicht, vor vier Jahren in Peking war ihr Antreten wegen starker Bandscheibenprobleme lange ungewiss gewesen. In diesem Winter fuhr sie nach nicht zufriedenstellenden Ergebnissen im Dezember den Heerenveen-Weltcup nicht zu Ende und fehlte in Hamar wie auch im Jänner bei der Polen-EM. Bei den Staatsmeisterschaften trat sie dann aber eben an. Die Olympia-Qualifikation hatte Herzog mit schnellen Zeiten bei den November-Weltcups in Nordamerika fixiert.

Olympia-Einsätze am 9. und 15. Februar geplant

Qualifiziert ist die Ex-Weltmeisterin für ihre Paradedistanz 500 m wie auch über 1.000 m. Mit diesem Bewerb ginge es für sie am 9. Februar los. Der 500er ist für 15. Februar angesetzt. Der Inzell-Weltcup wäre ihr letzter Wettkampf-Test dafür gewesen. Außer Herzog haben von Österreichs Eisschnelllauf-Verband auch Gabriel Odor, Alexander Farthofer, Jeannine Rosner sowie im Short Track Nicolas Andermann Olympia-Quotenplätze für Mailand/Cortina erreicht.

Doppel-Olympiasiegerin Anna Gasser ist nach intensiven Trainingswochen bereit für ihr Comeback. Die von einer langwierigen Schulterverletzung genesene Kärntnerin tritt am Freitag in Laax in der Slopestyle-Qualifikation erstmals in dieser Saison an. Der Weltcupbewerb in der Schweiz ist für die 34-Jährige ein wegweisender Härtetest im Hinblick auf die Winterspiele in Italien, wo die Big-Air-Siegerin von 2018 und 2022 im Februar ihre Olympia-Laufbahn beenden wird.

"Ich muss gestehen, dass ich ein bisschen nervös bin, denn ich mag es nicht so gerne, wenn ich das Gefühl habe, dass ich im Vergleich zur Konkurrenz etwas hintennach bin. Aber durch den späten Saisonstart fühle ich mich viel ausgeruhter und frischer als im Vorjahr, als ich zu diesem Zeitpunkt schon ein sehr intensives Programm hinter mir hatte", sagte Gasser vor ihrem Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen.

Jude Bellingham attackierte nach dem Aus von Trainer Xabi Alonso bei Spaniens Fußball-Rekordmeister Real Madrid mit heftigen Worten die Medien. "Bis jetzt habe ich zu viel davon durchgehen lassen, immer in der Hoffnung, dass die Wahrheit zu ihrer Zeit ans Licht kommt. Aber ehrlich gesagt ... was für ein Haufen Scheiße", schrieb der Engländer in seiner App "JB5". "Ich habe wirklich Mitleid mit den Menschen, die sich an jedes Wort dieser Clowns und ihrer 'Quellen' halten."

"Glaube nicht alles, was du liest"

In Medienberichten hatte es geheißen, dass Bellingham zu den Spielern gehört habe, die nicht an Alonsos Taktiken und Ideen geglaubt hätten. Zudem wurde von einem angespannten Verhältnis zwischen dem Coach und einiger Stars berichtet. "Glaube nicht alles, was du liest. Irgendwann werden diese Leute für die Verbreitung solcher schädlichen Fehlinformationen für Klicks und Kontroversen zur Verantwortung gezogen werden", meinte Bellingham.

Verpatzte Generalprobe, gelungene Premiere? Österreich hofft, dass sich der alte Spruch bei der Handball-EM bewahrheitet. Unter dem neuen Teamchef Iker Romero zog man in den bisherigen vier Länderspielen stets den Kürzeren, so auch beim letzten EM-Test gegen Slowenien. Am Donnerstag startet man mit dem brisanten Spiel gegen Deutschland im dänischen Herning ins Turnier, danach folgen die Spiele gegen Spanien und Serbien. 

Romero gibt die Richtung vor. „Das ist eine richtig schwere Gruppe, das ist kein Geheimnis. Aber wenn man Großes erreichen will, muss man sich mit den Besten messen. In dieser Gruppe kann jeder jeden schlagen, und wir werden gegen jeden Gegner alles geben.“

Für zwei Österreicher ist das Duell mit Deutschland etwas ganz Besonderes. Lukas Hutecek und Constantin Möstl verdienen ihr täglich Brot bei Lemgo in der deutschen Bundesliga und würden liebend gerne ihre Kollegen schlagen. „Dieses Spiel bleibt immer besonders“, weiß Torhüter Möstl. 

„Die Rivalität ist sehr groß in den Köpfen. Wenn du gegen Deutschland gewinnst, dann gibt es eine richtige Party.“ Hutecek ergänzt mit einem Schmunzeln: „Wir zwei spielen ja in Deutschland. Wenn du mit einem Sieg zu deinem Verein heimkommst, dann können wir alle häkeln.“

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