Österreichs Team verlor in WM-Quali auch gegen die Niederlande

Österreich verliert ersatzgeschwächt mit 71:81 in Wien. Die dritte Niederlage in der dritten Quali-Partie unter Teamchef Naglic.
BASKETBALL: WM 2027 - QUALIFIKATION - HAUPTRUNDE - 3. SPIELTAG: ÖSTERREICH - NIEDERLANDE

Österreichs Basketball-Nationalteam hat ohne NBA-Legionär Jakob Pöltl auch sein drittes Gruppenspiel in der WM-Qualifikation verloren. Die ersatzgeschwächte ÖBV-Auswahl musste sich am Freitag vor 1.950 Zuschauern in der Sport Arena Wien in einer bis in die Schlussminute offenen Partie den Niederlanden mit 71:81 (34:40) geschlagen geben. 

Um noch ins Aufstiegsrennen der Gruppe F eingreifen zu können, ist am Sonntag im Rückspiel in Den Haag wohl ein Sieg notwendig.

Viele Ausfälle

Neben Topscorer Sylven Landesberg wegen dessen langwieriger Ellbogenprobleme musste kurzfristig auch Luka Brajkovic passen. Der ÖBV-Center war mit einer Knöchelverletzung eingerückt, die im Training neuerliche Schmerzen verursachte. Nach einer MRT-Untersuchung sind weitere Abklärungen notwendig, Brajkovic wird laut Verbandsangaben auch in Den Haag fehlen. Der 26-Jährige von Olimpija Ljubljana war in Abwesenheit von Pöltl von Naglic als zentraler Anspielpunkt in der Offensive vorgesehen gewesen.

Vujosevic und Schott stark

Stattdessen nahm einmal mehr Spielmacher-Routinier Bogic Vujosevic das Team auf seine Schultern. Der 33-Jährige erzielte als ÖBV-Topscorer 15 seiner insgesamt 23 Punkte vor der Pause. Teenager Fynn Schott überzeugte mit 15 Punkten und 15 Rebounds. Der Steirer wechselt im Sommer mit den Utah Utes an dasselbe US-College, aus dem es Pöltl vor zehn Jahren als erster und bisher einziger Österreicher in die NBA geschafft hat. Heidelberg-Legionär Erol Ersek kam ebenfalls auf 15 Zähler.

Viel Spielzeit erhielt vom vor Quali-Beginn eingesetzten ÖBV-Teamchef Aramis Naglic auch der wie Schott erst 19-jährige Benjamin Schuch. Dazu gab Aron Stazic, der Sohn des früheren Liga-Topscorers Stjepan Stazic, mit 18 Jahren sein Nationalteam-Debüt.

Die jungen Österreicher hielten das Spiel lange offen. Nach dem ersten Viertel fehlten vier Zähler (13:17), zur Pause sechs. Im dritten Abschnitt zogen die Niederländer bis auf elf Punkte davon. Die ÖBV-Auswahl kämpfte sich aber zurück, und Vujosevic verkürzte mit einem Dreier unmittelbar vor der Viertelpause auf 53:55.

Entscheidung erst im Finish

Dreieinhalb Minuten vor Schluss brachte Schott die Gastgeber mit einem Dunk bis auf einen Punkt heran (66:67), die Führung übernahmen sie aber nicht mehr. Rot-Weiß-Rot bekundete in der entscheidenden Phase am Defensivrebound Probleme. "Oranje"-Spielmacher Keye van der Vuurst traf 22 Sekunden vor Schluss mit Foul und versenkte auch den folgenden Bonusfreiwurf zum 77:71 für die Niederlande. Der "Oranje"-Spielmacher kam als Topscorer der Partie auf 25 Punkte.

Mit Pöltl hatten die Österreicher im Sommer in der WM-Vorqualifikation in den Niederlanden eine knappe Niederlage kassiert (64:65). Zu Hause gab es aber einen 83:70-Erfolg. 

Die besten drei Teams der Vierergruppe schaffen es in die nächste Runde. Im Juli stehen für die Rot-Weiß-Rot noch ein Heimspiel gegen den EM-Sechsten Polen und ein Gastspiel in Lettland auf dem Programm.

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