Die zweifache Olympiasiegerin Anna Gasser sagt dem Snowboard-Weltcup wohl "adieu". Und das tut sie mit einer Podiumsplatzierung beim Heimweltcup in Flachauwinkl. Wie es nun genau weitergeht, wollte die 34-jährige Kärntnerin in Ruhe entscheiden, wenn der Trubel der Olympiasaison vorbei ist.
Verschmelzende Snowboard-Welten
Der AbsolutPark in Flachauwinkl, der für die meisten der Top-Fahrerinnen und -Fahrer in der Snowboardwelt ein regelmäßiger Trainingsort ist, lud schon die ganze vergangene Woche zum Frühlings-Stelldichein. Seit dem Vorjahr gastiert auch der Weltcup dort, während seit Jahrzehnten der "Spring Battle" dort für die unabhängige Snowboardszene als Fixpunkt gilt. Die Idee, beide Welten verschmelzen zu lassen, hat schon im letzten Jahr gut funktioniert.
Die 120 Athleten und Athletinnen starteten mit dem ersten Part, dem Spring Battle, bei wechselnden Wetterverhältnissen aus tiefstem Winter und Sonnenschein mit weichem Schnee. Somit waren alle taktisch enorm gefordert, zum richtigen Zeitpunkt einen perfekten Run abzuliefern.
Während Anna Gasser mit dem zweiten Platz im Weltcup einen versöhnlichen Abschluss bildete, gewann die Britin Mia Brooks auf allen Ebenen. Bereits am Dienstag jubelte sie über den Sieg beim Rail Jam, danach gewann sie souverän den - über vier Tage gehenden - Spring Battle und heute den Weltcup-Slopestyle.