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Verpatzte Generalprobe, gelungene Premiere? Österreich hofft, dass sich der alte Spruch bei der Handball-EM bewahrheitet. Unter dem neuen Teamchef Iker Romero zog man in den bisherigen vier Länderspielen stets den Kürzeren, so auch beim letzten EM-Test gegen Slowenien. Am Donnerstag startet man mit dem brisanten Spiel gegen Deutschland im dänischen Herning ins Turnier, danach folgen die Spiele gegen Spanien und Serbien. 

Romero gibt die Richtung vor. „Das ist eine richtig schwere Gruppe, das ist kein Geheimnis. Aber wenn man Großes erreichen will, muss man sich mit den Besten messen. In dieser Gruppe kann jeder jeden schlagen, und wir werden gegen jeden Gegner alles geben.“

Für zwei Österreicher ist das Duell mit Deutschland etwas ganz Besonderes. Lukas Hutecek und Constantin Möstl verdienen ihr täglich Brot bei Lemgo in der deutschen Bundesliga und würden liebend gerne ihre Kollegen schlagen. „Dieses Spiel bleibt immer besonders“, weiß Torhüter Möstl. 

„Die Rivalität ist sehr groß in den Köpfen. Wenn du gegen Deutschland gewinnst, dann gibt es eine richtige Party.“ Hutecek ergänzt mit einem Schmunzeln: „Wir zwei spielen ja in Deutschland. Wenn du mit einem Sieg zu deinem Verein heimkommst, dann können wir alle häkeln.“

Doppelte Freude bei ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer in seinem 250. Bundesliga-Spiel. Der Steirer siegte mit Dortmund im Heimspiel gegen Werder Bremen klar mit 3:0 und schrieb mit dem zweiten Treffer des Spiels (76.) dabei selbst an. Bei den Verlierern waren mit Marco Friedl, Marco Grüll (bis zur 69. Minute) und Romano Schmid (bis zur 81.) gleich drei Österreicher im Arbeitseinsatz. 

Der BVB festigte mit dem vollen Erfolg seinen zweiten Tabellenplatz hinter dem „eh schon fast Meister“ Bayern München und hat vier Punkte Vorsprung auf den formstarken VfB Stuttgart, der Frankfurt 3:2 schlug.

Die Bundesliga-Partie Freiburg gegen Leipzig ist seit Jahren als Österreicher-Duell bekannt, spielten doch auf beiden Seiten immer wieder viele ÖFB-Legionäre. Einer wird heute, Mittwoch (20.30 Uhr), jedenfalls fehlen. Der SC Freiburg muss auf Innenverteidiger Philipp Lienhart verzichten. Der 29-Jährige fällt wegen einer Bauchmuskelverletzung aus.

Ab der Saison 2026/27 wird es im Skispringen auch eine Vierschanzentournee der Frauen geben. Erstmals sollen die Skispringerinnen an allen vier Tournee-Orten dabei sein, teilte die FIS am Dienstag mit. Bisher hatten die Frauen an der "Two Nights Tour" in Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf teilgenommen, nicht aber an den Springen in Österreich. Grund dafür war die fehlende Infrastruktur in Innsbruck.

Nachdem sich das Land Tirol, die österreichische Regierung, die Stadt Innsbruck und Ski Austria auf die Finanzierung für den Bau einer Flutlichtanlage der Skisprungschanze Bergisel geeinigt hatten und damit eine vollwertige Vierschanzentournee der Frauen ermöglichen, wurde die Durchführung vom FIS-Rat bewilligt.

Mikaela Shiffrin ist im Slalom weiter das Maß aller Dinge. Die US-Amerikanerin gewinnt den Nachtslalom in Flachau vor ihrer Teamkollegin Paula Moltzan, die bereits im ersten Lauf auf Rang zwei lag. Dritte wurde beim Heimweltcup ÖSV-Slalomstar Katharina Truppe

Die Slalomspezialistin aus Kärnten, die zur Halbzeit mit nur +0,35 Sekunden Rückstand auf Rang 3 gelegen war, erlebte im zweiten Lauf ein Auf- und Ab der Gefühle. Im oberen Teil verlor sie Zeit auf die zwischenzeitlich führende Camille Rast, dann machte sie wieder Zeit gut, verlor sie wieder und war im Ziel um 2 Hundertstel schneller als die Schweizerin. "Die Leute waren so laut, sie haben mich ins Ziel getragen", sagte sie nach dem Rennen. Sie versuchte, sich von der Stimmung nicht nervös machen zu lassen und "alles so wie immer" zu machen. 

"Dieses Mal war das Glück auf ihrer Seite", sagte ÖSV-Techniktrainer Klaus Mayrhofer im ORF-Interview. 

Es ist der erste US-Doppelsieg im Slalom seit Semmering 2022 und gleichzeitig der 70. Slalom-Weltcupsieg für Mikaela Shiffrin, die ihre Führung im Gesamtweltcup weiter ausbaut.

Katharina Huber, die für die Chance auf Olympia dringend eine Top-10-Platzierung brauchte, hatte im ersten Lauf viel Zeit liegengelassen. "Da hab' ich mich komplett verbremst", sagte sie im ORF. Mit dem zweiten Lauf konnte die Niederösterreicherin schon viel zufriedener sein. Sie freute sich über den 10. Platz, ihr bisher bestes Saisonergebnis. Die Entscheidung zur Nominierung überlasse er den "Chefs", sagte Mayrhofer. "Aber es ist auf jeden Fall so, dass so ein Ergebnis hilft."

Die übrigen ÖSV-Läuferinnen

Die nach einer Verletzung zurückgekehrte Lisa Hörhager lag nach dem ersten Lauf noch auf Platz 14. Im zweiten Lauf konnte sie sich allerdings nicht verbessern und es blieb bei der Platzierung.

Die Tirolerin Natalie Falch, die zuletzt mit guten Leistungen aufhorchen ließ, qualifizierte sich gerade noch in den zweiten Lauf. Dort verbesserte sie sich noch etwas. "Es ist einfach weltklasse, da oben zu stehen und so viele Leute auf einem Haufen zu sehen", schwärmte sie nach dem Rennen von den rund 12.000 Zuschauern. Am Ende wurde es der 17. Platz. 

Katharina Gallhuber hatte nach dem ersten Lauf mit Rang 10 Hoffnung auf ein Top-Ergebnis, ein Steher im zweiten Run machte diese Hoffnungen allerdings zunichte. Sie kämpfte sich noch durch und reihte sich hinten ein: Rang 26.

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