Mikaela Shiffrin ist im Slalom weiter das Maß aller Dinge. Die US-Amerikanerin gewinnt den Nachtslalom in Flachau vor ihrer Teamkollegin Paula Moltzan, die bereits im ersten Lauf auf Rang zwei lag. Dritte wurde beim Heimweltcup ÖSV-Slalomstar Katharina Truppe.
Die Slalomspezialistin aus Kärnten, die zur Halbzeit mit nur +0,35 Sekunden Rückstand auf Rang 3 gelegen war, erlebte im zweiten Lauf ein Auf- und Ab der Gefühle. Im oberen Teil verlor sie Zeit auf die zwischenzeitlich führende Camille Rast, dann machte sie wieder Zeit gut, verlor sie wieder und war im Ziel um 2 Hundertstel schneller als die Schweizerin. "Die Leute waren so laut, sie haben mich ins Ziel getragen", sagte sie nach dem Rennen. Sie versuchte, sich von der Stimmung nicht nervös machen zu lassen und "alles so wie immer" zu machen.
"Dieses Mal war das Glück auf ihrer Seite", sagte ÖSV-Techniktrainer Klaus Mayrhofer im ORF-Interview.
Es ist der erste US-Doppelsieg im Slalom seit Semmering 2022 und gleichzeitig der 70. Slalom-Weltcupsieg für Mikaela Shiffrin, die ihre Führung im Gesamtweltcup weiter ausbaut.
Katharina Huber, die für die Chance auf Olympia dringend eine Top-10-Platzierung brauchte, hatte im ersten Lauf viel Zeit liegengelassen. "Da hab' ich mich komplett verbremst", sagte sie im ORF. Mit dem zweiten Lauf konnte die Niederösterreicherin schon viel zufriedener sein. Sie freute sich über den 10. Platz, ihr bisher bestes Saisonergebnis. Die Entscheidung zur Nominierung überlasse er den "Chefs", sagte Mayrhofer. "Aber es ist auf jeden Fall so, dass so ein Ergebnis hilft."
Die übrigen ÖSV-Läuferinnen
Die nach einer Verletzung zurückgekehrte Lisa Hörhager lag nach dem ersten Lauf noch auf Platz 14. Im zweiten Lauf konnte sie sich allerdings nicht verbessern und es blieb bei der Platzierung.
Die Tirolerin Natalie Falch, die zuletzt mit guten Leistungen aufhorchen ließ, qualifizierte sich gerade noch in den zweiten Lauf. Dort verbesserte sie sich noch etwas. "Es ist einfach weltklasse, da oben zu stehen und so viele Leute auf einem Haufen zu sehen", schwärmte sie nach dem Rennen von den rund 12.000 Zuschauern. Am Ende wurde es der 17. Platz.
Katharina Gallhuber hatte nach dem ersten Lauf mit Rang 10 Hoffnung auf ein Top-Ergebnis, ein Steher im zweiten Run machte diese Hoffnungen allerdings zunichte. Sie kämpfte sich noch durch und reihte sich hinten ein: Rang 26.