Rapid in Altach: Welche Varianten Trainer Hoff Thorup vorbereitet
Johannes Hoff Thorup (li.) und Markus Katzer
In jeder einzelnen Partie der 21. Runde darf sich zumindest ein Team Chancen auf die Meistergruppe ausrechnen. Alle sechs Spiele werden um 17 Uhr angepfiffen – so wie auch kommenden Sonntag beim wahrscheinlichen Fotofinish in der 22. Runde.
Fix in den Top 6 sind lediglich Salzburg und Sturm, fix in die Qualigruppe müssen nur Blau-Weiß Linz und der GAK.
Von den acht Vereinen, die um vier verbliebene Tickets für die Meistergruppe rittern, treffen zwei im direkten Duell aufeinander.
Altach und Rapid im direkten Duell
Altach, das beste Heimteam dieser verrückten Saison, könnte Rapid überholen. Die Hütteldorfer wollen hingegen nach dem Befreiungsschlag gegen den WAC nachlegen und erinnern sich gerne daran, dass bereits acht Spiele gegen Altach ohne Gegentor zu Ende gegangen sind. Mit einem Sieg und Hilfe von Ex-Coach Feldhofer mit dem GAK gegen Ried könnten die Wiener vorzeitig die Top 6 fixieren.
Sonst kommt es zum Showdown gegen Salzburg.
Variables Training
Vor der achtstündigen Busreise nach Altach stimmte Johannes Hoff Thorup einem KURIER-Lokalaugenschein zu. Einzige Vorgabe des Rapid-Trainers: Kein Wort über taktische Details.
Rapid-Trainer Hoff Thorup bei der Arbeit
Das wäre ohnehin schwer gewesen, denn der Däne bereitet seine Rapidler in unterschiedlichen Varianten vor.
Mit einer sehr offensiven Aufstellung, mit einer Formation, die in den letzten 30 Minuten auf dem Platz stehen könnte und in einem „logischen“ A-Team, in dem lediglich der gesperrte Kara fehlt.
Dazu gibt es zwei Ansätze: Manche Trainer wählen einen einfachen Zugang, lassen ihr Team Tag und Nacht dafür trainieren und setzen darauf, dass so möglichst schnell ein in allen Lebenslagen stabiles Team entsteht.
Langfristig, das betont Hoff Thorup, will auch der Däne eine Rapid-Elf, die ohne grün-weiße Trikots erkennbar wäre und einen dominanten Stil immer und überall verfolgen kann.
„Momentan sind wir aber noch nicht so weit, dass wir 80 % eines Spiels kontrollieren und mithilfe der Technik Duellen ausweichen könnten“, sagt Hoff Thorup, der noch von Spiel zu Spiel Anpassungen vornimmt und vor dem physischen Stil der Altacher warnt: „Es wird Momente geben, in denen wir leiden müssen.“
Einige Rapidler sind fraglich
Das Training ist dementsprechend intensiv, einige lädierte Kicker sind danach fraglich.
Viel wird über den eigenen Ballbesitz und Offensivlösungen definiert. Es fällt auf, dass Daniel Nunoo rasch in der Hierarchie aufgestiegen ist.
Sportchef Markus Katzer könnte die Option auf eine Vertragsverlängerung bis 2027 beim 19-Jährigen ziehen, will aber mit dem Ghanaer langfristig verlängern: „Es gibt gute Gespräche.“
Kurzfristig soll Andreas Weimann helfen.
Der 34-Jährige ist vom ersten Tag an gesetzt – obwohl Hoff Thorup (noch) nicht die für den Leihstürmer optimale Positionierung gefunden hat. „Ich spiele alles, aber am liebsten bin ich die zweite, vielleicht etwas hängende Spitze. Das kann ich wohl am besten.“
Der neue Rapid-Stürmer Andreas Weimann
Poker um Antiste im Finale
Das könnte in einer Kombination mit Janis Antiste, der sich beim KURIER-Besuch reinhaut, funktionieren. Der Franzose sitzt seit Weimanns Verpflichtung auf der Tribüne – damit nicht die Kaufpflicht um mehr als drei Millionen Euro bei weiteren Einsätzen ausgelöst wird.
Mittlerweile hat Sassuolo realisiert, dass die Leihe angepasst werden muss, wenn Antiste bis zum Sommer noch Spielzeit bekommen soll.
Die langen Verhandlungen neigen sich dem Ende zu.
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