Die Sehnsucht nach dem ersten WM-Titel seit 60 Jahren lässt das Mutterland des Fußballs tiefe Gräben überwinden. Inzwischen ist selbst ein Trainer aus dem Lager der Krauts, wie die Deutschen in England gerne spöttisch und abfällig genannt werden, reif für die Insel.
Thomas Tuchel soll das erreichen, was seit der Heim-WM 1966 und dem legendären Wembley-Tor keinem englischen Teamchef mehr gelungen ist.
Tatsächlich durfte der Auftaktsieg der Engländer bei dieser WM dann durchaus das Gütesiegel Made in Germany tragen. Denn es war Harry Kane, der Goalgetter des FC Bayern, der mit seinem Doppelpack maßgeblichen Anteil am 4:2-Erfolg gegen Kroatien hatte.
Im wohl bisher besten und spannendsten Match dieser WM-Endrunde brachte der erfahrene Angreifer die Engländer schon früh vom Elfmeterpunkt verdient in Führung (12.).