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Jeder portugiesische WM-Fahrer trägt während des Turniers ein Armband, auf dem die Namen aller Spieler und der von Diogo Jota zu lesen sind. Am 3. Juli, am Tag des möglichen ersten K.o.-Spiels der Portugiesen, jährt sich der Unfalltod ihres Stürmers zum ersten Mal. Die Armbänder in den Landesfarben Grün und Rot sind ein Geschenk des Ministerpräsidenten Luís Montenegro.
„Diogo ist unser Licht“, sagte Nationaltrainer Roberto Martínez dem Sportmagazin „The Athletic“ vor dem Abflug in die USA. „Er wollte die Weltmeisterschaft gewinnen. Und das ist nun gewissermaßen zu einer Verpflichtung und zu einem Vorbild für uns geworden. Denn Diogo war das pure Beispiel dafür, an alles zu glauben, was möglich sein könnte. Wir müssen uns bis zum Schluss von ihm inspirieren lassen. Er gehört zu uns!“.

Rúben Neves trug Jotas Sarg

Diogo Jota war erst 28 Jahre alt, als er vor einem Jahr zusammen mit seinem jüngeren Bruder bei einem Autounfall ums Leben kam. Bis auf ihren Superstar Cristiano Ronaldo kam die gesamte Nationalmannschaft zu der Beerdigung. Der Mittelfeldspieler Rúben Neves trug Jotas Sarg.
Neves stand dem Stürmer des FC Liverpool besonders nah. Sie teilten bei der Nationalmannschaft das Zimmer. Sie saßen nebeneinander im Bus. Sie wechselten 2017 sogar zusammen nach England. Im Gedenken an seinen toten Freund übernahm Neves sogar dessen Rückennummer 21.
„Wir haben schon so oft darüber gesprochen und sagen immer dasselbe“, meinte der 29-Jährige vor dieser WM: „Diogo wird uns in entscheidenden Momenten eine zusätzliche Kraft geben.“

Vor der versammelten Weltpresse wollten Irans Kapitän Mehdi Taremi und Torschütze Mohammad Mohebi nicht so schnell wieder verschwinden. Minutenlang beantworteten die beiden Nationalspieler nach dem hochpolitischen 2:2 gegen Neuseeland bei der WM Fragen, obwohl ein FIFA-Mitarbeiter schon früh ein Ende der Runde verlangt hatte.

„Wisst ihr, das ist alles ein Desaster für uns.“ Was Taremi damit meinte, sind die schwierigen Rahmenbedingungen, unter denen das Team diese Fußball-Weltmeisterschaft spielen muss. Noch am Spieltag musste die Mannschaft zurück nach Mexiko reisen, die Anreise am Vortag war erst kurzfristig möglich geworden - womöglich wegen des geplanten Abkommens zum Ende des Iran-Krieges, das Stunden zuvor publik wurde.

„Ich denke die FIFA muss uns mehr helfen“, sagte Taremi und berichtete von einem Kabinen-Besuch von FIFA-Präsident Gianni Infantino. Der habe seine Hilfe versprochen.

Rafa Mir ist wegen des Vorwurfs der sexuellen Aggression gegen eine junge Frau zu achteinhalb Jahren Gefängnis und Schadenersatz in Höhe von 64.000 Euro verurteilt worden.

Der 28 Jahre alte Stürmer, der in der vergangenen Saison vom FC Sevilla an FC Elche verliehen gewesen ist, hatte in der Vergangenheit bereits Negativschlagzeilen geschrieben. Im September 2024 verbrachte er zwei Nächte hinter Gittern, nachdem ihm eine 23-Jährige angezeigt hatte. 

Weiterer Fußballer zu Gefängnis-Strafe verurteilt

Im neuen Urteil beteuert Mir seine Unschuld. Die sexuellen Handlungen seien einvernehmlich erfolgt, betonten er und sein Anwalt. Ob er Rechtsmittel gegen das noch nicht rechtskräftige Urteil einlegen würde, war zunächst unbekannt. Der in demselben Strafverfahren angeklagte vereinslose Fußballer Pablo Jara wurde ebenfalls wegen sexueller Aggression gegen eine zweite Frau zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Die 23-Jährige hatte bei der Anzeige angegeben und im Prozess wiederholt, sie sei am 1. September 2024 in der Villa Mirs in Valencia von dem Sportler vergewaltigt worden. Aus den Gerichtsakten geht hervor, dass die 23-Jährige angab, sie habe sich unter Tränen gegen Mir gewehrt. Jara wurde vorgeworfen, eine Freundin der 23-Jährigen bedrängt und schließlich halb nackt aus der Villa geworfen zu haben.

Die Freude über die Rückkehr nach der langen WM-Pause ist groß, die Euphorie im Land nimmt immer mehr zu und vor dem morgigen Ankick wird nur noch über die Höhe des bevorstehenden Sieges diskutiert.

Das klingt eindeutig nach Österreich, ja sogar typisch. Aber ich, als in Salzburg arbeitender Norweger, kann bestätigen: Jedes Wort trifft genau so auf meine Norweger zu. In meiner Heimat werden sogar schon mögliche Gegner für das WM-Finale besprochen.

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