Regionalliga neu: So kompliziert ist es, in dieser Saison aufzusteigen
Favorit? Im Osten rechnet sich der WSC (re. Sutterlüty im Cup gegen die Austria) viel aus.
Wenn ab Freitagabend in der Bundesliga der Ball wieder rollt, beginnt auch im Unterhaus eine neue Saison – und gleichzeitig eine neue Ära. Denn die Regionalliga startet mit neuem Modus, neuer Ligastruktur und neuen Aufstiegsregeln.
Die Reform der dritthöchsten Spielklasse verfolgte dabei zwei Ziele: Einerseits soll der Aufstieg in die 2. Liga klarer geregelt werden. Andererseits sollen die Reisekilometer deutlich reduziert werden. Aufgrund Zweiterem gibt es somit künftig vier statt drei Regionalligen: Die Regionalliga Ost (Wien, Niederösterreich, Burgenland), Regionalliga Nord (Oberösterreich, Salzburg), Regionalliga West (Tirol, Vorarlberg) und die Regionalliga Süd (Steiermark, Kärnten).
16 Teams in der Regionalliga Ost
Im Osten bleibt vieles unverändert. Nach dem Rechtsstreit rund um TWL Elektra gehen in der Ostliga heuer wieder 16 statt zuletzt 17 Vereine an den Start.
Neu sind hingegen die beiden 16er-Ligen im Norden und Westen. Eine Sonderlösung gibt es für den Süden. In Kärnten und der Steiermark bestreiten zunächst jeweils acht Mannschaften im Herbst eine Hin- und Rückrunde. Danach wird geteilt: Die jeweils besten vier Klubs beider Verbände spielen im Aufstiegs-Play-off um den Sprung in die Relegation zur 2. Liga, die übrigen vier Teams treten im Qualifikations-Play-off gegen den Abstieg an.
Während sich im Aufstiegs-Play-off nach Hin- und Rückspiel nur der Sieger für die Relegation qualifiziert, steigt im Qualifikations-Play-off je ein Verein pro Landesverband ab – unabhängig von der Endplatzierung. Gut möglich also, dass nicht durchwegs die sportlich schlechtesten Klubs den Gang in die Landesliga antreten müssen. Ein weiterer Unterschied: Im Aufstiegs-Play-off beginnen alle Mannschaften bei null Punkten, im Qualifikations-Play-off wird hingegen die Hälfte der Punkte vom Herbst mitgenommen.
Play-off um den Aufstieg
Zusätzlich wird der Aufstieg in die 2. Liga neu geregelt. Einen fixen Direktaufstieg für die Regionalligameister gibt es künftig nicht mehr. Stattdessen entscheiden zwei Play-off-Duelle zwischen den bestplatzierten und aufstiegsberechtigten Vereinen der vier Regionalligen über den Einzug in die Zweitklassigkeit. Die Paarungen wurden ausgelost. Der Meister der Regionalliga Ost trifft 2027 auf den Sieger des Aufstiegs-Play-offs der Regionalliga Süd, der Meister der Regionalliga West auf den Sieger der Regionalliga Nord. Gespielt wird in Hin- und Rückspiel.
Sollte es in der 2. Liga statt nun zwei doch wieder drei Absteiger geben – etwa durch einen finanziell bedingten Zwangsabstieg eines Vereins –, steigt auch der Verlierer der zuerst gezogenen Paarung auf. Das wäre in diesem Fall jener des Duells Ost gegen Süd.
Unverändert bleiben die Abstiegsregelungen in die Landesligen. In der Regionalliga Ost müssen die drei Letztplatzierten den Gang nach unten antreten, im Norden und Westen jeweils die beiden Schlusslichter. Im Süden steigt pro Landesverband der jeweils am schlechtesten platzierte Klub ab.
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