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Austria-Teenager: „Dann hätte ich einen Anschiss bekommen“

Die Austria steht nach dem 3:1 gegen Liepaja in der 3. Quali-Runde der Conference League. Mitverantwortlich dafür ist Youngster Jonas Feddersen, der ein Traumtor erzielte, aber nur knapp einem Anschiss entging.
Jonas Feddersen

Er ist eigentlich gar nicht für die Profis geholt worden, sondern für die Young Violets. Und fürs Toreschießen hat man ihn eigentlich auch nicht verpflichtet. Oft kommt es dann aber doch anders, als geplant. Jonas Feddersen hat bei der Austria schnell Fuß gefasst. Im Rückspiel gegen Liepaja (3:1) hat er mit einem sehenswerten Treffer die Wende eingeleitet und die Veilchen auf Kurs Richtung 3. Quali-Runde in der Conference League gebracht.

Es war die 20. Minute, die Austria lag 0:1 zurück. Innenverteidiger Feddersen ließ am gegnerischen Sechzehner gleich drei Gegenspieler aussteigen und traf mit einem platzierten Schuss genau ins Eck. Für den 19-jährigen Deutschen, der von Dortmunds zweiter Mannschaft gekommen ist, war es beim zweiten Einsatz der erste Treffer für die Violetten. „Dass der so reingeht im ersten Heimspiel ist vielleicht auch ein bisschen Schicksal. Besser hätte es nicht laufen können.“ Sein bislang schönster Treffer? "Sicher unter den Top 3."

Am Boden geblieben

Feddersen fühlt sich in Wien und bei der Austria schon richtig wohl. Was ihn bei seinem Tor geritten hat, weiß er aber selbst nicht so genau. "Ich weiß nicht, was mir da durch den Kopf gegangen ist, als ich ins Dribbling gegangen bin. Wenn ich den Ball verliere, dann bekomme ich einen Anschiss." Hat er aber nicht. In der Mannschaft sei er super aufgenommen worden, vom Abheben ist er aber auch nach dem gelungenen Start weit entfernt. Er weiß die Situation schon gut einzuschätzen, wie er betont: "Ich hab da sicher auch ein bisschen Glück gehabt mit unserer Personallage." Damit spricht er die Ausfälle in der Verteidigung an (Dragovic, Wiesinger). Nachsatz: "Aber ich glaube, ich habe einen ganz guten Eindruck hinterlassen.

Feddersen hat seine Chance genutzt, das ist auch Trainer Stephan Helm nicht entgangen: „Jonas hat das mehr als ordentlich gemacht. Er ist verlässlich, hat einen guten linken Fuß, ist groß und traut sich etwas zu.“

Für die Austria geht es am Sonntag mit dem Bundesligastart in Wolfsberg weiter. Am Donnerstag steht das Hinspiel in Q3 der Conference League auf dem Programm. Gegner ist Beitar Jerusalem, die Israelis haben sich im Elferschießen gegen AEK Larnaka durchgesetzt. Die Veilchen müssen am Donnerstag zunächst auswärts ran - allerdings nicht in Israel. Beitar trägt seine Heimspiele aufgrund der Sicherheitslage in Israel im rumänischen Ploiesti aus. Bekanntester Spieler ist Ex-Bundesliga-Profi Shon Weissman. Helm sieht Beitar „auf Augenhöhe. Das wird eine ordentliche Challenge“.

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