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Heimische Fußball-Derbys sind um einen Skandal reicher. Diesmal betrifft es nicht die Wiener Großklubs Rapid und Austria, diesmal geht es um Oberösterreich. Vor der 21. Bundesligarunde am Sonntag, der vorletzten vor der Tabellenteilung, sorgt ein Video aus dem VIP-Klub der SV Ried für Aufsehen. 

Auf dem nur wenige Sekunden dauernden Clip ist der Präsident der SV Ried, Thomas Gahleitner, zu sehen, wie er zu fortgeschrittener Stunde und bei ausgelassener Stimmung einen brennenden LASK-Schal hält. Das Video kursiert bereits auf sozialen Medien, zuvor hatte es Gerüchte über die Szenen gegeben, wie die ÖON berichten. 

"Fußball lebt von Emotionen und Leidenschaften - und auch von einer mit Augenzwinkern gelebten Rivalität", entschuldigt sich Gahleitner in einem ersten Statement. "Ich bedaure es sehr, wenn durch meine am Video zu sehende Geste hier ein völlig falscher Eindruck entstanden ist", so der Ried-Präsident, der betont, dass aus beiden Fan-Lagern Vertreter anwesend waren und ein "humorvoller und lockerer" Schlagabtausch stattfand.

"Missinterpretiert"

"Isoliert betrachtet", so der Funktionär, könnten die Szenen "missinterpretiert" werden. Es habe keine respektlosen oder abwertenden Signale gegeben. Er stehe für einen "fairen und respektvollen" Umgang.  

Das Spiel Mitte Februar war mit einem späten Elfmeter für die Gäste aus Linz mit 1:1 ausgegangen. Nächste Woche (4.3., 20.30 Uhr) treffen Ried und LASK erneut - diesmal im ÖFB-Cup-Halbfinale - aufeinander. 

Veronika (23) und Elisabeth Aigner (27) hatten sich so viel vorgenommen. Eigentlich wollten die beiden Schwestern nach ihren beiden Goldmedaillen in Peking 2022 noch eines drauflegen und in Mailand/Cortina fünf Mal um Edelmetall fahren. Nun ist allerdings alles anders. Nur wenige Tage vor dem Start der Paralympischen Winterspiele ist klar: Elisabeth Aigner wird die Bewerbe aufgrund einer Knieverletzung verpassen.

"Ich habe in den letzten Wochen alles für ein Blitz-Comeback unternommen. Schlussendlich hat sich bei den finalen Tests aber gezeigt, dass ich nicht fit genug bin. Es ist sehr schade, aber ich kann diese Verantwortung im Hinblick auf meine Verletzung nicht übernehmen. Wenn ich stürze, dann stürzt auch Vroni – dieses Risiko will ich nicht eingehen", so Aigner. Die Niederösterreicherin zog sich die Verletzung Anfang Februar in Tignes (FRA) zu. Ein vermeintlich unspektakulärer Sturz erwies sich als Kreuzbandriss im linken Knie.

Federica Brignone schließt nach dem sensationellen Gewinn von zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina nicht aus, dass sie am Ende dieser Saison ihre Karriere beenden könnte. Die Schmerzen, die sie nach ihrer schweren Knieverletzung im vergangenen April plagen, seien nach wie vor sehr stark, sagte die 35-jährige Italienerin im Interview mit der Sport-Tageszeitung "Gazzetta dello Sport". "Ich werde nie ganz genesen", sagte Brignone.

"Ich arbeite nicht für die nächste Saison, ich versuche einfach, den Moment zu genießen. Wenn es eine Qual sein muss, weil es mir zu schlecht geht, werden Sie mich nächstes Jahr wohl kaum sehen", so der Superstar.

 "Mit dieser Verletzung muss ich leben, auch wenn es nach und nach besser wird. Wenn ich morgens Ski fahre, hinke ich danach den ganzen Tag. Ich habe zehn Monate durchgehalten und bin bereit, das auch im nächsten Monat zu tun, solange es Fortschritte gibt. Denn sonst müsste ich ständig unter Entzündungshemmern stehen und könnte nicht normal gehen...", berichtete Brignone.

In Soldeu setzten die Frauen ihren Weltcup-Winter nach den Olympischen Spielen fort. In der ersten Abfahrt nach der Verletzung von Lindsey Vonn, die uns fast täglich mit News am Laufenden hält und im Abfahrts-Weltcup drei Rennen vor dem Ende noch immer führt, gab es einen fast sentimentalen Sieg der Schweizerin Corinne Suter, die erstmals nach vier Jahren wieder eine Weltcup-Abfahrt für sich entscheiden konnte. 

Sehr stark präsentierte sich auch Nina Ortlieb, die am Ende nur elf Hundertstel Rückstand auf Suter hatte und damit ihren ersten Weltcup-Sieg in der Abfahrt nur knapp verpasste. Bisher gewann die 29-Jährige, die bei der Olympia-Abfahrt nicht ins Ziel kam, nur zweimal im Super-G.  „In Summe habe ich eine wirklich gute Fahrt gemacht und viel Engagement gezeigt. Im oberen Bereich war ich einmal tief von der Linie, da habe ich die entscheidende Zeit verloren. Aber dennoch darf ich zufrieden sein“, sagte die 29-Jährige, die im Abschlusstraining mit einer überlegenen Bestzeit aufgezeigt hatte. 

„Einfach leer“ war Cornelia Hütter nach eigenen Angaben, als sie in ihrem letzten Olympiarennen am 12. Februar durchs Ziel gefahren war. Der Super-G bescherte ihr die Bronzemedaille und eine große Feier – danach war Cornelia Hütter krank. Eine Woche war die 33-Jährige im Bett.

Ihre Energie sei „eher bei null“, sagt die Steirerin, die Grundspannung sei „nicht so da“. „Aber wegen ein paar Bazillen gebe ich nicht auf.“ Sie habe im Training heute bereits eine Steigerung gemerkt und sei zuversichtlich.

Die Jagd um die Abfahrtskugel ist nach dem Saisonende der verletzten US-Amerikanerin Lindsey Vonn neu eröffnet. 400 Punkte hat Vonn auf dem Konto, dahinter folgen die Deutschen Emma Aicher (256) und Kira Weidle-Winkelmann (232), die Italienerinnen Laura Pirovano (207), Nicol Delago (180) und Sofia Goggia (180), sowie Hütter (179) und US-Olympiasiegerin Breezy Johnson (178).

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