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Zwei Tage nach dem fünften Sieg beim Tschechien-Grand-Prix der MotoGP in Brünn herrscht für alle Fans von Marc Marquez Gewissheit: Der neunmalige Motorrad-Weltmeister wird bis einschließlich 2028 für Ducati Lenovo, dem Werksteam, fahren und auf Sieg- sowie Titeljagd gehen.

„Vielleicht röter als je zuvor und bereit, in vollem Ducati-Rot weitere legendäre Kapitel seiner MotoGP-Reise zu schreiben“, heißt es auf den Social-Media-Kanälen des Herstellers aus Bologna. Der 33-Jährige fährt seit 2025 für die Werksmannschaft und krönte seine rekordbestückte Karriere mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft.

2026 verlief bis einschließlich Mugello nicht nach Plan. In sieben Grand Prix gab es kein einziges Podium, stattdessen aber vier Nuller. Erst in Ungarn kam Marquez in Fahrt, ließ am vergangenen Wochenende den Sieg in Tschechien folgen und hält im WM-Kampf 40 Punkte hinter Leader Marco Bezzecchi (Aprilia).

Bagnaia nicht mehr Marquez-Teamkollege

Am Mittwoch herrscht Klarheit um die Zukunft von Francsco Bagnaia. Der zweifache MotoGP-Weltmeister wird Bologna verlassen. Marquez' neuer Teamkollege wird ab der Saison 2027 Pedro Acosta sein. KTM-Motorsportchef Pit Beirer verliert damit das spanische MotoGP-Talent an Ducati.

Es gilt als offenes Geheimnis, wo Bagnaia seine Karriere fortsetzen wird. In den kommenden Tagen wird erwartet, dass Aprilia die Verpflichtung für 2027 und 2028 bekanntgeben wird. Damit hätte Noale ein italienische Fahrerpaarung, da der WM-Leader Marco Bezzecchi ebenfalls auf einer RS-GP sitzen wird. Sowohl Bagnaia als auch Bezzecchi sind Teil der „VR46 Academy“, einer Akademie, die einst von Sportlegende Valentino Rossi gegründet wurde.

Der ehemalige Skirennläufer Peter Runggaldier ist am Dienstag bei einem Verkehrsunfall in den Dolomiten schwer und eine 30-jährige Radfahrerin lebensgefährlich verletzt worden. 

Der 58-jährige Südtiroler war italienischen Medien zufolge auf der Passstraße zum Pordoijoch bei Canazei im Trentino mit dem Motorrad unterwegs gewesen und stieß mit der Deutschen zusammen. Die Frau wurde auf die Fahrbahn geschleudert und mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus Bozen geflogen.

Auch Runggaldier habe sich mehrere Knochenbrüche zugezogen, hieß es. Er wurde ebenfalls mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus Santa Chiara in Trient geflogen. Der genaue Unfallhergang war vorerst unklar.

Der Südtiroler Runggaldier feierte in den 1990er-Jahren zahlreiche Erfolge im Skiweltcup, vor allem in den Disziplinen Abfahrt und Super-G. In letzterer gewann der heute 58-Jährige 1995 den Weltcup. Bei der Weltmeisterschaft 1991 errang der Rennläufer die Silbermedaille in der Abfahrt.

Daniel Muñoz hat Kolumbien den vorzeitigen Einzug in die K.-o.-Runde der Fußball-WM beschert. Der Rechtsverteidiger erzielte beim 1:0 (0:0) gegen die Demokratische Republik Kongo den entscheidenden Treffer (76. Minute) zum zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel. Zuvor waren Bayern-Profi Luis Díaz und seine Teamkollegen im mexikanischen Zapopan an Kongos überragendem Torwart Lionel Mpasi fast verzweifelt. 

Mit sechs Punkten auf dem Konto steht Kolumbiens Teilnahme am Sechzehntelfinale bereits fest. Die „Cafeteros“ können im Topspiel am kommenden Sonntag (1.30 Uhr MESZ) in Miami gegen Portugal schon mit einem Remis den Gruppensieg sichern. "Dieser Sieg gibt uns einen wichtigen moralischen Schub", erklärte Muñoz nach dem Spiel. Für den Außenverteidiger ist der Hunger auf Erfolg noch größer geworden. "Wir wollen uns damit nicht zufriedengeben", betonte der 30-Jährige.

Auch Kongo hat mit einem Punkt noch Chancen aufs Weiterkommen. Das zentralafrikanische Team trifft zum Gruppenabschluss in Atlanta auf das noch punktlose Usbekistan. Kongo hatte im ersten Gruppenspiel beim 1:1 gegen Titel-Mitfavorit Portugal überrascht und seinen ersten WM-Punkt geholt.

Rodríguez ist Kolumbiens WM-Rekordspieler

Im ersten Aufeinandertreffen der beiden Fußball-Nationen überhaupt war Muñoz schon früh der auffälligste Spieler. In der 4. Minute vergab der Profi des englischen Erstligisten Crystal Palace eine Großchance, nur zwei Minuten später landete sein Kopfball im Tor. Doch der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt.

Kolumbien blieb am Drücker, James Rodríguez scheiterte mit einem satten Fernschuss mit seinem starken linken Fuß an Mpasi (11.). Mit seinem zehnten WM-Spiel stieg der ehemalige Bayern-Profi Rodríguez zu den kolumbianischen Rekordspielern Freddy Rincón und Carlos Valderrama auf.

Díaz macht alles richtig - Mpasi aber auch

Kongos Torhüter stand auch danach im Mittelpunkt, er vereitelte auch die Topchance für Díaz (16.). Seine Vorderleute machten es den Kolumbianern aber anfangs auch zu leicht, in Abschlusssituation zu kommen.

Das änderte sich mit zunehmender Spieldauer, Kongo stand nun kompakter - und im Notfall war Mpasi zur Stelle. So wie bei seiner phänomenalen Fußabwehr gegen Díaz, der bei Ballannahme und Abschluss eigentlich alles richtig gemacht hatte (50.). Beim Linksschuss von Muñoz war aber auch Kongos Schlussmann geschlagen. Díaz wurden noch zwei Treffer wegen Foulspiels und Abseits aberkannt.

Kroatien hat mit einem 1:0 (0:0)-Sieg über Panama erstmals bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko angeschrieben. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gewann der Dritte der Endrunde 2022 in Toronto dank des Treffers von Ante Budimir (54.), der zugleich das Aus für das weiter punktelose Panama bedeutete. Den Aufstieg fixieren kann Kroatien am Samstag im Duell mit Ghana, das aktuell so wie England 4 Punkte und damit 1 Zähler mehr am Konto hat.

In der ersten Hälfte strahlten die auf Konter lauernden Mittelamerikaner deutlich mehr Gefahr aus, vor allem über schnelle Läufe auf der rechten Seite. Abschlüsse verzeichneten aber auch sie kaum. Bei einem Köpfler von Jose Rodriguez musste sich Goalie Dominik Livakovic allerdings ordentlich strecken, dann prallte der Ball von der Unterkante der Latte ins Feld zurück (23.). Kroatien erspielte sich keine einzige nennenswerte Möglichkeit, beim Gewaltschuss von Mittelfeldmann Martin Baturina war Tormann Orlando Mosquera zur Stelle (45.+1).

Kroatien, das sich nach dem 2:4 gegen England keine weitere Niederlage mehr erlauben durfte, brauchte eine klare Steigerung - und brachte das Unternehmen K.o.-Phase bald nach Wiederbeginn auf Schiene. Der für Petar Musa eingewechselte Budimir schoss nach Hereingabe von Josip Stanisic aus wenigen Metern ein. Nur wenig später ließ Marco Pasalic im Konter erst gegen Mosquera, dann mit einem unpräzisen Nachschuss die Topgelegenheit auf das 2:0 liegen (57.) und hielt so Panamas Chance am Leben.

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