Die Luft für Gianni Infantino an der Spitze des Fußball-Weltverbandes FIFA wird dünner und dünner. Nach dem gescheiterten Investoren-Deal wächst der Druck auf den Präsidenten – vor allem aus Europa. Am Montag zogen neben Wales auch Schweden und Serbien öffentlich ihre Unterstützung für die von Infantino angestrebte Wiederwahl 2027 zurück.
Kritik an Infantino: „Versagen, das wir nicht akzeptieren können“
„Das Wohl des Fußballs nicht an erste Stelle zu setzen, ist ein Versagen, das wir nicht akzeptieren können“, erklärte der walisische Fußball-Verband FAW. Auch England soll Medienberichten zufolge ein derartiges Schreiben an die FIFA-Spitze vorbereiten.
Gegenwind bekommt Infantino mittlerweile auch aus dem eigenen Lager. Trainer-Legende und FIFA-Funktionär Arsène Wenger meldete sich am Dienstag erstmals zu Wort. „Ich war an diesem Plan nicht beteiligt und habe erst aus der Presse von diesem Vorhaben erfahren“, erklärte der Franzose, der als Direktor der Abteilung für globale Fußballentwicklung bei der FIFA arbeitet.
Übernimmt jetzt eine Frau die FIFA?
„Die Entscheidung, das Projekt zurückzuziehen, war absolut notwendig und unumstritten“, schrieb Wenger. Sein Statement fällt allerdings deutlich zurückhaltender aus als die Kritik vieler anderer.