Sport-News

Die Luft für Gianni Infantino an der Spitze des Fußball-Weltverbandes FIFA wird dünner und dünner. Nach dem gescheiterten Investoren-Deal wächst der Druck auf den Präsidenten – vor allem aus Europa. Am Montag zogen neben Wales auch Schweden und Serbien öffentlich ihre Unterstützung für die von Infantino angestrebte Wiederwahl 2027 zurück. 

Kritik an Infantino: „Versagen, das wir nicht akzeptieren können“

„Das Wohl des Fußballs nicht an erste Stelle zu setzen, ist ein Versagen, das wir nicht akzeptieren können“, erklärte der walisische Fußball-Verband FAW. Auch England soll Medienberichten zufolge ein derartiges Schreiben an die FIFA-Spitze vorbereiten.

Gegenwind bekommt Infantino mittlerweile auch aus dem eigenen Lager. Trainer-Legende und FIFA-Funktionär Arsène Wenger meldete sich am Dienstag erstmals zu Wort. „Ich war an diesem Plan nicht beteiligt und habe erst aus der Presse von diesem Vorhaben erfahren“, erklärte der Franzose, der als Direktor der Abteilung für globale Fußballentwicklung bei der FIFA arbeitet. 

Übernimmt jetzt eine Frau die FIFA?

„Die Entscheidung, das Projekt zurückzuziehen, war absolut notwendig und unumstritten“, schrieb Wenger. Sein Statement fällt allerdings deutlich zurückhaltender aus als die Kritik vieler anderer.

Mit großer Überraschung blickten die Fans von Red Bull Salzburg am Samstag vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Hartberg auf den Spieltagskader. Ein prominenter Name fehlte: Edmund Baidoo wurde kurzfristig aus dem Aufgebot gestrichen. „Er war zuletzt nicht so bei der Sache, wir waren nicht überzeugt, dass er uns weiterhelfen kann“, begründete Salzburg-Sportchef Marcus Mann die Entscheidung.

Interesse aus Brügge: Keine Freigabe von Salzburg

Der Hintergrund: Der Ghanaer wollte die Bullen in diesem Sommer verlassen. Vor allem der belgische Erstligist Club Brügge zeigte Interesse. Die Salzburger verweigerten dem 20-Jährigen jedoch die Freigabe. Daraufhin erschien der Stürmer, der in den Plänen von Neo-Coach Danny Röhl eine wichtige Rolle spielen soll, laut den Salzburger Nachrichten am vergangenen Mittwoch nicht zum Training.

Das Geld, auf das LeBron James diesen Sommer freiwillig verzichtet hat, werden weit über 99 Prozent aller Profisportler in ihrer Karriere niemals verdienen. Knapp acht Millionen US-Dollar (6,94 Mio. Euro) erhält der 41-jährige Superstar dafür, in den kommenden beiden Saisonen für seinen neuen Club Philadelphia 76ers Basketball zu spielen. 

Hätte James nach acht Spielzeiten bei den Los Angeles Lakers verlängert, wären rund 100 Millionen Dollar mehr möglich gewesen.

LeBron James: Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung

Während James in den sozialen Medien teilweise Wettbewerbsverzerrung vorgeworfen wird, loben ihn andere für den uneigennützigen Verzicht im Spätherbst seiner Karriere. Für den viermaligen NBA-Champion, der laut Forbes als erster aktiver Basketballer Milliardär geworden ist, geht es nicht mehr um die Finanzen, sondern um das historische Vermächtnis. In Fachkreisen wird mit Blick auf James nur noch diskutiert, ob er oder Michael Jordan der größte Profi der NBA-Historie ist.

Alexandra Eala ist ein Platz in den Geschichtsbüchern des Tennissports sicher. Als erste Tennisspielerin der Philippinen konnte die 21-Jährige ein Turnier gewinnen. Eala behielt beim WTA-500-Event in Washington im Finale gegen die topgesetzte US-Amerikanerin Jessica Pegual mit 4:6, 6:4, 6:0 die Oberhand.

Erstmals in den Top 20

„Ich spüre so viel Liebe. Meine erste Chance auf einen Titel, und jetzt habe ich diesen Meilenstein in meiner Karriere bereits erreicht“, jubelte Eala nach ihrem Premierensieg, der sie in der Weltrangliste erstmals in die Top 20 bringt.

Die frühere US-Open-Siegerin bei den Juniorinnen hatte am Weg ins Finale Leylah Fernandez (WTA-34.), Jelina Switolina (10.) und Naomi Osaka (13.) ohne Satzverlust ausgeschaltet. Im Endspiel profitierte sie auch von einer Regenunterbrechung beim Stand von 4:6, 2:1. Danach drehte sie auf und das Match.

Im Wasserspringen ist die Fallhöhe keine bloße Metapher. Normalerweise. Vom Zehn-Meter-Turm versuchen Anton Knoll und Dariush Lotfi, die Schwerkraft für wenige Sekunden zu choreografieren. Bei ihrem Europameistertitel in Belgrad 2024 gelang ihnen das nahezu perfekt. Seither kennt Knoll allerdings auch die andere Bedeutung des Wortes Fallhöhe. „Wer einmal ganz oben war, möchte dort bleiben“, sagt der 21-Jährige.

Am Dienstagabend um 19.30 Uhr (live auf ORF Sport +) treten die beiden bei der EM in Paris wieder gemeinsam an. Was ihnen im Gleichklang gelingen kann, haben sie bereits bewiesen. In Belgrad lagen Knoll und Lotfi nach der Hälfte ihrer sechs Sprünge noch auf Rang fünf, danach schoben sie sich an die Spitze. Beim Wasserspringen wird Eleganz am Ende in Dezimalzahlen übersetzt. Für die Österreicher lautete die schönste an diesem Tag: 367,05. Sie bedeutete Gold und das Ende einer achtjährigen Durststrecke ohne österreichische EM-Medaille im Wasserspringen.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.