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Der FC Bayern hat zum 21. Mal den Fußball-DFB-Pokal gewonnen und sich damit auch zum Double-Gewinner gekrönt. Der Meister setzte sich am Samstag im Finale im Berliner Olympiastadion gegen den VfB Stuttgart mit 3:0 durch, Matchwinner war Harry Kane mit einem lupenreinen Hattrick (55., 80., 92./Elfmeter). Konrad Laimer spielte beim Rekord-Cupsieger durch und durfte über seinen dritten DFB-Pokal-Triumph jubeln. Davor hatte der Salzburger 2022 und 2023 mit RB Leipzig triumphiert.

Für die Bayern war es der erste Cupsieg seit 2020 und das 14. Double. Kane erzielte das 1:0 mit einem Kopfball, nachdem er von Michael Olise ideal bedient worden war, legte in der 80. Minute nach einer gekonnten Ballannahme im Strafraum nach und krönte seine Leistung mit dem Penaltytreffer in der Nachspielzeit. Außerdem verzeichnete der Engländer kurz vor dem 2:0 noch einen Lattenschuss.

Die erste und wohl auch größte Chance auf den Viertelfinaleinzug bei der WM hat Österreich ausgelassen. Das Team von Roger Bader verlor das Duell mit Deutschland 2:6 und müsste schon gegen Finnland (Sonntag, 20.20 ORF Sport+) oder gegen die USA am Dienstag gewinnen, um es am Ende in die Top-4 der Gruppe A in Zürich zu schaffen. Wahrscheinlicher ist jetzt eher, dass Lettland und die USA an Österreich vorbeiziehen. Doch wer weiß: Dieses A-Team hat schon solche Überraschungen geliefert.

Für das deutsche Team kam schon vor dem Spiel am Samstag die Hiobsbotschaft. Weil Lettland das Team USA mit 4:2 besiegte, sanken die Chancen auf eine Viertelfinalteilnahme schon gehörig. Denn auch das direkte Duell mit den Letten hatten die Deutschen verloren.

Die Österreicher hatten in den ersten 20 Minuten gegen Deutschland die klar besseren Chancen und erwischten den Gegner mehrmals am falschen Fuß. Im ersten Powerplay hatten Zwerger und Rohrer (11.) gute Möglichkeiten. Wenig später legte Schneider den Puck perfekt ab für Nissner, der am Ellbogen von NHL-Goalie Grubauer scheiterte (16.). Auch Schneider und Biber (19.) tauchten alleine vor dem deutschen Goalie auf. Österreich hätte mit zwei, drei Toren Differenz führen müssen.

Den Bann brach die vierte Angriffsformation der Österreicher: Thaler überlief auf der linken Seite alle Gegner, seinen Pass in die Mitte lenkte Wallner zum 1:0 ab (23.). Die Freude dauerte nicht lange, da im nächsten Angriff Boston-Stürmer Reichel zum 1:1 traf (24.).

Die Deutschen kamen im Laufe des zweiten Drittels besser ins Spiel und schafften es, läuferisch und spielerisch Druck auszuüben. Und so war der zweite Treffer nur eine Frage der Zeit: Samanski von den Edmonton Oilers wurde am langen Eck freigespielt und traf zum 2:1 (34.). Jetzt brachte Österreich kaum eine Aktion zustande und war nur noch am Verteidigen. Mit dem 1:2 war Österreich nach 40 Minuten sehr gut bedient.

Österreich geriet auf die schiefe Ebene

Obwohl die Österreicher wieder gut in das Schlussdrittel starteten, machten die Deutschen auch das dritte Tor. Nach einer überflüssigen Strafe gegen Rohrer traf Reichel im Powerplay genau ins Kreuzeck zum 3:1 für Deutschland (46.). Beim 1:4 durch Wiederer fälschte Maier den Puck ins Tor ab (49.). Nach dem 2:4 durch Rohrer (49.) verhinderte eine fast gleichzeitige Vier-Minuten-Strafe gegen Schneider und eine Strafe gegen Nickl die Aufholjagd, Reichel erhöhte mit seinem dritten Treffer auf 5:2 (52.). Das 2:6 durch Ehl fiel ins bereits leere Österreicher-Tor.

Kapitän Peter Schneider sagte: "Bei uns haben sich leider ein paar Fehler eingeschlichen, das haben sie sehr gut ausgenützt. Auch meine Strafe muss ich vermeiden. Es war keine Absicht, aber unglücklich."

Die Fußball-Frauen des FC Barcelona haben sich zum insgesamt vierten Mal den Champions-League-Titel gesichert. Die Katalaninnen feierten am Samstag in Oslos Ullevaal-Stadion einen 4:0-Finalerfolg über Olympique Lyon, die Tore erzielten Ewa Pajor (55., 69.) und Salma Paralluelo (90., 93.). Barca hatte bereits 2021, 2023 und 2024 triumphiert. Rekordsieger Lyon muss weiter seit 2022 auf den neunten Titel warten. 

Irgendwann wurde es Toto Wolff zu bunt. Der Mercedes-Teamchef persönlich griff zum Funk und wies Kimi Antonelli zurecht: "Kimi, konzentriere dich auf das Autofahren und höre mit dem Jammern am Funk auf!"

Das Mercedes-Team ist mit einigen Upgrades an den Autos nach Kanada gekommen. Tatsächlich scheinen die Silberpfeile stärker denn je zuvor zu sein. Man hatte den Eindruck, dass sich die Mercedes-Piloten nur selbst schlagen könnten. 

Beinahe-Kollision der Silberpfeile

Und genau das wäre beim Sprint in Montreal fast passiert. George Russell führte, Antonelli attackierte zweimal mit viel Risiko. Fast wären sich die beiden in die Autos gefahren, der Italiener pflügte durch die Wiese, verlor einen Platz an McLaren-Mann Lando Norris, blieb aber im Rennen. "Das muss eine Strafe geben, er hat mich rausgedrückt!", schimpfte WM-Leader Antonelli - bis ihn eben Toto Wolff ermahnte.

Das Auto von Antonelli schien leicht angeschlagen zu sein. Der 19-Jährige versuchte es, kam aber nicht mehr an Norris vorbei. Russell gewann den Sprint somit vor Norris und Antonelli und holte zwei Punkte in der WM-Wertung auf seinen Teamkollegen auf. Auch nach der Zieldurchfahrt hat sich Antonelli nicht beruhigt. "Wenn wir so Rennen fahren, wird das nichts ...", schimpfte er. Und wieder musste sich Toto Wolff einschalten: "Kimi! Wir besprechen das nachher - und sicher nicht am Funk."

Am Sonntag (22.00 MESZ/live ServusTV) geht es um den Sieg beim Grand Prix von Kanada.

Felix Gall fährt weiterhin einen hervorragenden Giro d'Italia. Auf der 14. Etappe mit Bergankunft in Pila blieb er stets bei Favorit Jonas Vingegaard. Erst als der Däne 4,5 Kilometer vor dem Ziel attackierte, konnte Gall das Tempo nicht mehr ganz mitgehen. Vingegaard gewann die Etappe und übernahm damit auch das Rosa Trikot des Gesamtführenden.

"Ich werde diesen Tag sicher lange in Erinnerung halten. Wir hatten den Plan, das Rennen zu kontrollieren, und genau das haben wir gemacht", sagte Vingegaard. "Ich bin unheimlich stolz auf meine Teamkameraden und sehr froh, dass ich ihnen diesen Sieg schenken durfte. Das haben wir verdient. Ich bin super glücklich. Es wird wunderbar, morgen mit dem Rosa Trikot in Mailand einfahren zu dürfen." 

Felix Gall wurde mit 48 Sekunden Rückstand Zweiter der Etappe und verbesserte sich in der Gesamtwertung auf Rang drei. 2:50 Minuten fehlen auf den führenden Vingegaard. Afonso Eulalio liegt als Zweiter nur noch 24 Sekunden vor Gall - und damit in Reichweite.

"Ich habe mich nicht super gut gefühlt. Die Hitze hat mir zugesetzt", sagte Gall. "Die letzten Kilometer waren schon sehr hart. Ich habe gehofft, am Hinterrad von Jonas zu bleiben. Aber das wäre zu riskant gewesen. Solche Beine habe ich dann doch nicht gehabt. Ich habe mich dann nur noch auf mich konzentriert. Derzeit sehe ich keine Chance, Jonas zu besiegen. Mein Ziel muss das Podest sein.

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