Austria Wien: Neuer Vertrag für Helm noch vor dem Derby

Die Veilchen wollen sich weiterhin die Dienste ihres Trainer sichern - mit einem Zweijahresvertrag.
Stephan Helm Austria Wien Fußball

Lange hat man zugewartet, kurz hat man verhandelt, noch vor dem 349. Wiener Derby am Sonntag in der Generali Arena gegen Rapid wird es verkündet: Stephan Helm bleibt Austria-Trainer, soll einen Zweijahresvertrag erhalten.

Man kann das Bekenntnis zum Burgenländer auch als Anerkennung dafür sehen, dass der 42-Jährige seit eineinhalb Jahren trotz maximaler Unruhen im Verein die Ruhe bewahrte. Das Trainerteam und die Mannschaft konnten sich gegenüber des Hick-Hacks im Umfeld der Veilchen abschotten und eine eigene Einheit bilden.

Der neue Sportvorstand Tomas Zorn hatte noch vor einigen Wochen im KURIER-Interview gemeint, dass nichts gegen Helm als Trainer der Veilchen spricht. Dennoch musste noch geplaudert und verhandelt werden. Helms Vertrag wird aufgebessert, sprengt aber nicht das Finanz-Korsett der Violetten.

Noch im vergangenen Herbst war Helm mehrfach intern bei der Austria heftig in der Kritik und mindestens drei Mal knapp vor dem Rauswurf gestanden. Nun hat sich die Austria doch anders entschieden, wahrscheinlich sogar richtig.

Helm hatte die Machtkämpfe bei der Austria im Hintergrund nie kommentiert, in einem KURIER-Interview aber zugegeben, dass er vieles sehr wohl mitbekomme. "Ich lebe ja nicht am Mond." Sein Credo ist aber stets, sich nur um jene Sachen zu kümmern, die er aktiv beeinflussen kann.

"Wenn ich unter Druck gerate, dann lebe ich im Jetzt. Das habe ich gelernt. Ich will mir meine Lebenszeit ja nicht nehmen lassen. Da will ich am besten funktionieren, weil ich eine verantwortungsvolle Arbeit hier habe. Darin bin ich gut. Diesen Muskel kann man auch trainieren."

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