In Deutschland, und nicht nur in Deutschland, waren viele Augen auf Alexander Zverev gerichtet. Schafft er es endlich? Gewinnt er nach drei Finalniederlagen doch noch ein Grand-Slam-Turnier?
Er tat es. Der 29-jährige Hamburger krönte sich im 41. Grand-Slam-Turnier nach einer Nervenschlacht doch noch zum Major-Champ, wurde letztlich nach 4:16-Stunden seiner mit Druck belasteten Favoritenrolle gerecht. Im Endspiel schlug Zverev den Italiener Flavio Cobolli 6:1, 4:6, 6:4, 6:7(5) und 6:1.
Oft wurde geschrieben, dass Alexander Zverev der beste Spieler ist, der bisher noch kein Grand Slam gewinnen konnte. Die Antwort des Deutschen: „Ich wäre lieber der schlechteste Spieler, der schon ein Grand Slam gewinnen konnte.“
So schlecht kann er nicht sein: Zverev, der im Oktober wieder in Wien spielt, gewann als erster Deutscher die French Open. Selbst scheiterte er 2024 nach 2:1-Satzführung gegen den Spanier Carlos Alcaraz, Michael Stich verlor 1996 das Finale gegen den Russen Jewgeni Kafelnikow. Der sechsfache Major-Champ Boris Becker scheiterte drei Mal im Halbfinale. Der Rotschopf war bis Sonntag übrigens der letzte Deutsche, der einen Slam holen konnte (1996, Australian Open).
Kein italienisches Comeback
Und Cobolli, der im Juli auch in Kitzbühel zu sehen sein wird, verpasste die Chance, als erster Italiener seit 50 Jahren und Adriano Panatta, in Roland Garros zu triumphieren. Jannik Sinner ist dieses Unterfangen noch nicht gelungen.