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Für den Sohn von Weltmeister Zinédine Zidane war schon der Anpfiff gegen Argentinien ein echtes Erfolgserlebnis: Noch im April war die WM-Teilnahme für Luca Zidane, den Torwart Algeriens, nach einer schweren Kopfverletzung alles andere als sicher. Ständige Erinnerung auf dem Platz ist der auffällige Kopfschutz, den der 28-Jährige trägt.

Kiefer- und Kinnbruch

Zidane, der wie sein Vater die Staatsbürgerschaften Frankreichs und Algeriens hat und sich für die Heimat seiner Großeltern entschied, war im Spiel des spanischen Zweitligisten FC Granada gegen UD Almería im Frühjahr mit einem Gegenspieler zusammengekracht. Was erst als Gehirnerschütterung diagnostiziert worden war, entpuppte sich als Kiefer- und Kinnbruch. Die WM-Teilnahme war in Gefahr.

Erst im September hatte der Weltverband FIFA einen Antrag von Luca Zidane auf einen Verbandswechsel bewilligt. Beim Afrika-Cup kam der frühere französische Junioren-Nationaltorhüter viermal zum Einsatz. Der Verbandswechsel war möglich, weil Zinédine Zidanes Eltern 1953 von Algerien nach Frankreich auswanderten.

Zinédine Zidane, dreimaliger Weltfußballer, wurde in Marseille geboren und hat ebenfalls beide Staatsbürgerschaften. Luca Zidane spielte für alle französischen Teams von der U16 bis zur U20. 2015 gewann er mit der U17 den EM-Titel.

Fußballfans fieberten seit Tagen dem WM-Spiel von Österreich gegen Jordanien entgegen. Weil man sich im Jahr 2026 befindet, verfolgten viele das Match in frühen Morgenstunden aber nicht am Fernseher, sondern via PC – und zwar im ORF-Stream.

Doch schon bald kam es zum Ärger beim Publikum vorm Bildschirm, der aber nichts mit der Performance von Arnautovic und Co. zu tun hatte: Während der zweiten Halbzeit kam es beim Livestream des ORF zu wiederholten Ausfällen. Was bedeutete: Viele konnten entscheidende Momente wie das 2:1, dessen Aberkennung sowie das erneute Tor nicht mitverfolgen.

Ursache bei Streaming-Infrastruktur der APA

Der Standard fragte beim ORF nach, was denn da los sei. Dieser antwortete prompt und erklärte, dass die technischen Probleme mit der Streaming-Infrastruktur der APA zusammenhingen. "Die enorme Menge der Anfragen machte eine ad-hoc-Behebung entsprechend schwerer. Betroffen ist ORF On und der Zugang zu den Livesteams", so der ORF.

Allerdings konnten Nutzer, die bereits im Stream eingeloggt waren, weiter die Übertragung verfolgen – zumindest nach aktuellem Stand der Dinge. Zuschauer, die sich später zuschalten wollten, hatten hingegen mit dem Ausfall zu kämpfen. KURIER-Informationen zufolge waren zu dem Zeitpunkt 250.000 - ein neuer Rekordwert - via Stream dabei.

Der Frust über die schwarzen Bildschirme wurde daher vielerorts in sozialen Netzwerken lautstark geäußert. Insbesondere die entscheidenden Spielszenen, die ohne Bildübertragung stattfanden, waren ein Ärgernis für die Zuschauer.

Die Streaming-Panne wirft Fragen hinsichtlich der Zuverlässigkeit der digitalen Infrastruktur bei Live-Sportereignissen auf. Für den ORF und die APA könnte dies Anlass sein, ihre Systeme vor den kommenden Spielen der Weltmeisterschaft zu überarbeiten, um ähnliche Probleme künftig zu vermeiden.

Während die Fußball-WM in vollem Gange ist, richten die österreichischen Vereine ihren Blick bereits auf die kommende Saison. Schon heute erfahren Sturm Graz sowie Rapid und Austria Wien ihre ersten internationalen Gegner in der Champions- beziehungsweise Conference-League-Qualifikation. Meister LASK und Salzburg steigen erst später ins internationale Geschäft ein. Ein Überblick über die Klubs und ihren jeweiligen Einstieg:

Sturm Graz: Der Vizemeister steigt in der zweiten Quali-Runde zur Champions League ein. Die Grazer, die ihr Heimspiel in Liebenau austragen dürfen, haben dabei nur zwei mögliche Gegner.

Zum einen wartet mit Hearts of Midlothian der schottische Vizemeister, der den Meistertitel erst am letzten Spieltag verpasste. Dort könnten die Steirer auf einen Burgenländer treffen: Michael Steinwender ist bei den Schotten in der Innenverteidigung gesetzt.

Der zweite mögliche Gegner kommt aus Polen. Gornik Zabrze wurde Vizemeister und gewann den Pokal. 86 Prozent der Vereinsanteile gehören übrigens Weltmeister Lukas Podolski. Der mittlerweile 40-Jährige beendete erst in dieser Saison bei den Polen seine aktive Karriere. Gespielt wird am 21./22. Juli sowie am 28./29. Juli.

Große Erleichterung bei Österreichs Fußballern nach dem mühsamen 3:1-Sieg gegen Jordanien, große Freude bei den Fans und ein äußerst lockeres ORF-Paar vor der Kamera. 

Andreas Herzog spielte Rainer Pariasek die Wuchtln zu, dieser konterte im Stile eines Fußballers. 

"Es hat erst einmal einen österreichischen WM-Sieg mit 2 oder mehr Toren Differenz gegeben, das war 1954 gegen die Tschechoslowakei", sagte Pariasek auf dem Spielfeld des San-Francisco-Bay-Area-Stadions in Santa Clara - und irrte dabei gewaltig. Denn 1954 gab es ein 7:5 gegen die Schweiz und im Spiel um Platz drei ein 3:1 gegen Uruguay. 1982 gewann Österreich 2:0 gegen Algerien.

 "3:1 ... sind wir jetzt schon zu zwei Dritteln im Sechzehntelfinale?", fragte Pariasek. Herzog: "1954 weiß ich nicht, das hast vielleicht du schon live mitbekommen. Ich war da noch nicht auf der Welt." Das wiederum ließ Pariasek nicht auf sich sitzen und nahm die Vorlage auf: "Du bist a schena Trottl."

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