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Österreichs Tennis-Szene beklagt den Ausfall von zwei Turnieren auf Challenger-Level: Die Veranstalter des ATP125-Challengers in Bad Waltersdorf müssen nach drei Auflagen zumindest für dieses Jahr passen. Als Gründe werden deutlich gestiegene ATP-Anforderungen sowie wirtschaftliche Herausforderungen genannt. Man hofft auf eine Fortsetzung 2027. Und auch das ITF-W75-Turnier im Wiener La Ville Club muss wegen Sponsorenabgängen ausgerechnet vor der 20. Auflage abgesagt werden.

„Unser Hauptsponsor und auch unser zweiter Sponsor sind leider in letzter Sekunde abgesprungen“, erklärt Turnier-Veranstalter und La-Ville-Geschäftsführer Raimund Stefanits. Ein kurzfristiger Ersatz konnte in der kurzen Zeit nicht mehr gefunden werden.

Im Vorjahr kamen circa 2.500 Menschen auf die Anlage in La Ville und sahen dabei u.a. den Turniersieg von Lokalmatadorin Sinja Kraus und starke Talentproben von Lilli Tagger und der damals erst 15-jährigen Tirolerin Anna Pircher

Damit gibt es auf ATP-Ebene in Österreich nur noch zwei Challenger: jenes in Mauthausen (OÖ) in der kommenden Woche und im niederösterreichischen Tulln (6. bis 13.9.). Noch vor zwei Jahren gab es vier Turniere dieser Kategorie, Salzburg war im Vorjahr wegen fehlender Sponsoren ausgestiegen.

„Endlich!“ So lautete der erste Kommentar von Salzburg-Trainer Daniel Beichler zu Jannik Schusters erstem Bundesliga-Treffer. Der 19-Jährige hat beim 3:1-Sieg seiner Mannschaft gegen die Austria nach einer Ecke per Kopf zum zwischenzeitlichen 2:0 getroffen. Obwohl Tore zu schießen als Innenverteidiger nicht zu seinen Hauptaufgaben zählt, kein Zufall, dass es jetzt geklappt hat. Beichler: „Er ist dem Tor jetzt länger nachgelaufen, ist ein sehr kopfballstarker Spieler.“

So ganz glauben konnte es Schuster, der Sohn von Ex-Skispringer und Skisprung-Trainer Werner Schuster, nach dem Schlusspfiff noch nicht. Obwohl er den Treffer beinahe selbst angekündigt hatte: „Bei der Pressekonferenz am Vortag haben sie mich gefragt, wann endlich mein ersten Tor kommt. Ich habe gesagt ‚Hoffentlich bald‘. Das es jetzt so weit ist, ist natürlich top.“

Arschtritte für den Überflieger

Während Bruder Jonas (22) in die Fußstapfen des Vaters tritt und im Februar am Kulm erstmals auf ein Weltcup-Podest flog, heißt der Überflieger im Hause Schuster aktuell Jannik. Coach Beichler weiß, was er an ihm hat. Und wie man mit ihm umgehen muss: „Ich gehe sehr kritisch mit ihm um. Ab und zu braucht er auch einen Arschtritt – den bekommt er von mir.“ Schuster dankt es seinem Trainer mit Leistung – und jetzt auch mit dem Premieren-Tor. Aktuell scheint er im Abwehrzentrum gemeinsam mit Tim Drexler gesetzt. Beichler: „Wir sind auf der Innenverteidigerposition sehr jung und auch sehr gut besetzt. Die zwei haben es zuletzt sehr ordentlich gemacht.“

Er wäre wohl am liebsten gleich im Strafraum der Red-Bull-Arena im Erdboden versunken. Austria-Keeper Samuel Sahin-Radlinger patzte im Spitzenspiel gegen Salzburg schwer. In der Schlussphase rutschte ihm ein harmloser Rückpass von Plavotic völlig unbedrängt unter dem Fuß durch - und kullerte zum 1:3 aus Sicht der Veilchen über die Linie. Aus der Traum, vielleicht doch noch einen Punkt mitzunehmen, die Niederlage war besiegelt.

"Man hat klassisch 17 Gedanken im Kopf. Ich habe einmal zu viel aufgeschaut und dann ist es schon passiert", erklärte Sahin-Radlinger geknickt. "Das ist leider in unserem Beruf das Schicksal.“

Wer jetzt denkt, es habe Vorwürfe gegeben, der irrt. Routinier Aleksandar Dragovic eilte sofort zu seinem Tormann und versuchte ihn aufzumuntern. Und Trainer Stephan Helm nahm seinen Schlussmann nach Ende der Partie ebenfalls in Schutz. "So etwas passiert", sagte er ganz trocken. Nämlich auch den Besten. "In den letzten Wochen hat es einige prominente Beispiele gegeben, wenn ich da an Neuer oder Donnarumma denke. Fehler gehören dazu." Jetzt heiße es: "Kopf hoch, Fokus wieder finden - wir wollen in den letzten vier Spielen die bestmöglichen Ergebnisse erzielen."

Ein hochrangiger Gesandter von US-Präsident Donald Trump hat sich dafür ausgesprochen, Italien statt Iran an der Fußball-WM im kommenden Sommer teilnehmen zu lassen. Paolo Zampolli teilte der Financial Times am Mittwoch mit, er habe sowohl Trump als auch FIFA-Präsident Gianni Infantino diesen Vorschlag unterbreitet. Vom Weißen Haus, der FIFA sowie den Nationalverbänden aus Italien und dem Iran gab es dazu vorerst keine Stellungnahme.

Zampolli sagte der Financial Times: "Ich bin gebürtiger Italiener und es wäre ein Traum, die italienische Mannschaft bei einem von den USA ausgerichteten Turnier zu sehen. Mit vier Titeln haben sie die nötige Erfahrung, die eine Teilnahme rechtfertigt." Die Italiener waren im Play-off an Bosnien-Herzegowina gescheitert.

Iran plant Testspiel gegen Spanien

Im Zuge der kriegerischen Auseinandersetzung hatte Trump dem Iran nahegelegt, auf eine WM-Teilnahme zu verzichten. Die Iraner wollen jedoch bei der WM-Endrunde dabei sein und planen bereits letzte Details der Vorbereitung. Laut Angaben des iranischen Verbands findet das erste Trainingslager mit vorläufig 30 Spielern in Teheran statt. 

Am 6. Mai geht es weiter in die Türkei, wo der Iran auch vier Vorbereitungsspiele bestreiten will - unter anderem gegen Europameister Spanien. Anschließend reist das Team in die USA, allerdings steht der Ort des dortigen Trainingslagers noch nicht fest.

Die dominanten Titeljäger vom FC Bayern München sind gegen Bayer Leverkusen ins DFB-Pokalfinale eingezogen und träumen weiter vom Triple.

Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany siegte im Halbfinale bei den Rheinländern verdient mit 2:0. Die Bayern, die am Sonntag ihre 35. deutsche Meisterschaft perfekt gemacht hatten und zudem im Halbfinale der Champions League stehen, haben den Gewinn aller wichtigen Trophäen weiter fest im Blick. Leverkusen wird die erste Saison nach der Zeit von Coach Xabi Alonso dagegen ohne Pokal beenden. 

In der ausverkauften BayArena erzielte Harry Kane (22. Minute) das 1:0 für die Münchner. Luis Díaz traf in der Nachspielzeit zum 2:0 (90.+4) für die Gäste, die sich nun auf das Endspiel am 23. Mai in Berlin freuen können. Den Gegner spielen an diesem Donnerstag der VfB Stuttgart und der SC Freiburg aus.

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