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Lustige Konkurrenten: Die drei Musketiere haben ihren Spaß

Alexander Schlager, Patrick Pentz und Florian Wiegele sind Konkurrenten um den Platz im Tor. Ihr Verhältnis leidet darunter nicht.
Alexander Strecha und Andreas Heidenreich aus Santa Barbara
Pentz, Schlager, Wiegele ÖFB

Auch Spaß muss sein. Das ist ein Motto für das ÖFB-Tormann-Trio. Das zweite lautet gemäß dem Spruch der Musktiere: Einer für alle, alle für einen

Der eine wird  Alexander Schlager sein, Teamchef Ralf Rangnick hat sich bei seiner Nummer 1 schon festgelegt.

Patrick Pentz ÖFB

Wer die drei Torhüter bei den Einheiten im Harder Stadium in Santa Barbara genauer beobachtete, der gewann schnell den Eindruck, dass die Chemie zwischen ihnen und Tormann-Trainer Michael Gspurning stimmt.

Regelmäßig läuft der Schmäh, hat der eine den anderen gerne auf der Schaufel. Als bei einer Übung Alexander Schlager (30) mit dem Kopf rettete, schrie Patrick Pentz (29) quer über den Platz: "Moser Medical sei Dank." Gelächter bei allen.

Schlager, der sich bei besagter Firma das schüttere Haupthaar beinahe in eine wallende Mähne verwandeln ließ, grinste: "Kein Problem, ich steh' dazu."  

Wiegele  ÖFB

"Es ist der Mix der Charaktere, der uns ausmacht", meint Schlager, der aber anmerken möchte: "Wir sind mit der nötigen Ernsthaftigkeit bei der Sache, der Fokus stimmt."

"Bei so einem Turnier ist es auch wichtig, dass wir miteinander funktionieren", so Pentz.  Wiegele (25), der im März erstmals ins Nationalteam berufen wurde aufgrund seiner starken Leistungen bei Viktoria Pilsen, zeigte sich überrascht von der Offenheit der beiden Kollegen. "Ich bin sensationell von ihnen aufgenommen worden."

Von Schlager würde er sich die Schnelligkeit abschauen, von Pentz das fußballerische Können.

Alexander Schlager ÖFB

Schlager attestiert Pentz ebenso hohe technische Qualitäten. "Ich habe ihm auch immer wieder gesagt, dass er mit dem Fuß internationale Klasse besitzt." Beide verbindet genau genommen eine Freundschaft, teilen sie doch auch die Freizeit im Nationalteam - sehr oft auf dem Golfplatz.

Dort ist Wiegele, der mit 2,05 Metern der größte WM-Teilnehmer in der Geschichte ist, noch nicht Teil des Teams. Pentz: "Für ihn brauchen wir extra lange Schläger, da fehlt uns ganz einfach noch das Material."

Schlager wird als Nummer 1 in das WM-Turnier gehen. "Es ist ein schönes Gefühl. Weil bei uns die Situation bei uns speziell ist." 

Sieben Jahre gehört Schlager mittlerweile dem Kreis des Nationalteams an, "immer hat es eine Diskussion um die Nummer 1 gegeben. Schön, dass ich spielen darf. Aber ohne Team dahinter funktioniert es nicht."

Pentz kann mit seinem Status als Nummer 2 gut leben, auch wenn er immer wieder betont, spielen zu wollen. Bei der EM 2024 war er Profiteur von Schlagers Verletzung, stand alle vier Matches im Tor. Macht es das EM-Erlebnis von damals leichter, die Situation jetzt bei der WM zu akzeptieren?

"Die WM wird für mich ein Erlebnis, das ich ebenso genießen werde wie die EM." Diesmal eben nur von der Bank aus. "Wir stehen hinter Alex."

Wiegele freut sich "hier sitzen zu dürfen. Meine Entwicklung ist schnell gegangen im letzten Jahr. Es ist mir klar, dass es so schnell nicht weitergehen wird, aber hoffentlich in die richtige Richtung."

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