Formel 1: Antonelli holt die wichtige Poleposition in Monaco
Kimi Antonelli in Monaco
Marco Odermatt ist gekommen, Lucas Pinheiro Braathen ebenfalls, auch Lindsey Vonn war angekündigt. Und doch war kein Skirennen im Juni angesetzt, sondern das „Kitzbühel der Formel 1“, wie es Odermatt bezeichnete.
Doch im Gegensatz zum Spektakel am Hahnenkamm ist im Hafen von Monaco der Tag vor dem Rennen fast genauso wichtig. Das vielleicht aufregendste, aber mit Sicherheit das wichtigste Qualifying des Jahres entschied Kimi Antonelli für sich. Da in Monaco das Überholen im Rennen fast unmöglich ist, hat der Mercedes-Pilot am Sonntag (15.00/live ORF 1, Sky) beste Chancen auf den Rennsieg.
"Das ist eine dieser Runden, die man als magisch bezeichnen kann", sagte Antonelli. "Da muss einfach alles passen, das ist das intensivste Qualifying des Jahres. Man muss wirklich an die Limits gehen. Es war mit Max extrem knapp. Das Team hat mir ein tolles Auto hergestellt, nachdem wir noch am Freitag Probleme gehabt haben. Das habe ich richtig genießen können."
Knapp hinter WM-Leader Antonelli belegte Max Verstappen mit dem Red Bull Rang zwei. "Gestern haben wir Probleme gehabt und auch in der Früh hat es nicht so gut ausgeschaut", sagte der vierfache Weltmeister. "Jetzt sind wir natürlich glücklich. Der Start morgen muss gelingen, dann werden wir schauen, was geht."
Dahinter platzierten sich die beiden Ferraris von Hamilton und Leclerc. In Kanada wurde Lewis Hamilton vor zwei Wochen zuletzt von seiner Mutter begleitet – und der Brite fuhr mit Rang zwei prompt sein bestes Ergebnis für Ferrari ein. In Monaco war Kim Kardashian erstmals „offiziell“ an der Seite des siebenfachen Weltmeisters. Ob die Promi-Begleitung dem Briten im Rennen Glück bringen wird? Startplatz drei lässt auf einen Podestplatz hoffen.
Der 41-Jährige gratulierte Antonelli, wusste aber nicht, weshalb Ferrari nicht ganz so stark war, wie in den freien Trainings. "Ich habe schon geglaubt, dass meine Leistung für ganz vorne reichen würde, aber dann sind die anderen noch schneller gewesen", sagte Hamilton. "Jetzt müssen wir überlegen, wie wir an denen vielleicht vorbeikommen können."
Als Verlierer des Tages dürfte sich George Russell fühlen. Der zweite Mercedes-Pilot kam nur auf Startplatz sechs und wird wohl in der WM weitere Punkte auf Antonelli verlieren. "Ich habe keinen Grip gefunden", sagte der Brite. "Das ganze Qualifying war ein einziger Kampf. Ich muss erst verstehen, was da passiert ist."
Die beiden McLaren von Oscar Piastri und Lando Norris kamen nur auf die Ränge sieben und acht.
Unfall im ersten Abschnitt
Einen Crash gab es in Q1. Der Brasilianer Gabriel Bortoleto touchierte die Leitplanke, die Aufhängung brach, und die Rote Flagge wurde geschwenkt. Der 21-Jährige wird mit seinem Audi am Sonntag aber starten können - von Rang 17.
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