Kimi Antonelli gewinnt auch das Chaos-Rennen in Monaco
Kimi Antonelli lag das gesamte Rennen in Führung.
Kimi Antonelli gewann den fünften Grand Prix in Serie und entwickelt sich damit nicht nur zum Seriensieger in der Formel 1, sondern auch zum großen Favoriten auf den WM-Titel. Der 19-Jährige gewann in Monte Carlo von der Poleposition aus und baute seinen Vorsprung in der WM auf Lewis Hamilton auf 66 Punkte aus. Für den Briten George Russell gab es die Höchststrafe - er wurde im Finish des Rennens von Antonelli überrundet, kassierte zudem noch eine Durchfahrtsstrafe und kam nicht in die Punkteränge.
"Das war ein unglaubliches Wochenende", sagte der Sieger. "Es war einer jener Tage, wo das Auto unglaublich schnell war. Ich hatte deshalb diese Selbstsicherheit, um ständig Gas zu geben. Ich war beim Re-Start richtig nervös. Aber ich bin fokussiert geblieben - und alles ist gut gegangen."
Der Italiener Antonelli war in keiner Phase des Rennens gefährdet und fuhr in einer eigenen Liga. Ferrari-Pilot Lewis Hamilton freute sich über Rang zwei. "Zuerst einmal möchte ich Kimi und dem Mercedes-Team gratulieren", sagte Hamilton nach seinem achten Podestplatz in Monaco. "Es ist schön anzusehen, wie sie sich verbessert haben. Auf uns wartet noch viel Arbeit, bis wir auf dieses Niveau kommen. Wir brauche noch viel mehr Abtrieb am Auto."
Kurioses Ende des Rennens
Interessant wurde das Rennen erst ab Runde 60. Da fuhr Lance Stroll mit seinem Aston Martin in die Leitplanke, das Safety-Car kam raus und das Feld schob sich wieder zusammen. Der Re-Start missglückte, am Ferrari von Lokalmatador Charles Leclerc brach ein Teil, auch der Monegasse schlitterte in die Barrieren. Ein zweites Mal führte Bernd Mayländer mit dem Safety-Car das Feld an. Dann kam die rote Flagge raus - Rennabbruch!
Der Grund dafür wurde erst später deutlich - und ist peinlich für den Veranstalter: Der Asphalt in einer Kurve war unter dem Druck der Formel-1-Autos ausgebrochen. Dies könnte auch der Grund für die Unfälle von Stroll und Leclerc gewesen sein. Auf dem betroffenen Streckenteil wurde analysiert, diskutiert, gekehrt.
Nach einer langen Unterbrechung wurde das Rennen wieder aufgenommen, zuerst hinter dem Safety-Car, dann mit einem stehenden Start. Abermals gab sich Antonelli keine Blöße und fuhr den Sieg souverän nach Hause. Nach fast zweieinhalb Stunden wurde die Zielflagge geschwenkt.
Albtraum für Max Verstappen
Einen Albtraum-Tag erlebte Max Verstappen. Der vierfache Weltmeister war von Rang zwei mit großen Hoffnungen gestartet, doch nach fünf Metern blieb sein Red Bull auch schon wieder stehen. Das Rennen des Niederländers war nach einer Runde bereits beendet.
Vorjahressieger Lando Norris kam 46 Runden weit. Dann wurde der aktuelle Weltmeister von einem Defekt gestoppt. Für McLaren gab es im 1.000. Grand Prix des Teams nichts zu feiern.
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