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Gianni Infantino hat mit einer scherzhaften Bemerkung über Italiens WM-Misere Kritik im Land des viermaligen Fußball-Weltmeisters ausgelöst. Im Interview des brasilianischen Senders CazéTV machte sich der FIFA-Präsident über das erneute Scheitern der Italiener in der Qualifikation lustig, als er über eine mögliche Aufstockung auf 64 Teams grinsend sagte: "Vielleicht qualifiziert sich Italien bei einer WM mit 64 Teams - oder wir gehen sogar hoch auf 228 Teams."

"Bin an seinen Gedanken interessiert"

Die FIFA hat 211 Mitgliedsverbände. Italiens Sportminister Andrea Abodi zeigte sich nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa irritiert und kündigte an, das Gespräch mit dem FIFA-Chef suchen zu wollen. "Angesichts der großen Entfernung zwischen Italien und Mexiko ist ein Telefongespräch zur Klärung der Sachlage, je nach seinen Verpflichtungen, am besten. Ich bin an seinen direkten Gedanken interessiert", sagte Abodi.

Italien hatte zum dritten Mal in Serie die WM-Qualifikation verpasst und fehlt beim derzeitigen Turnier in Kanada, Mexiko und den USA. Erstmals sind 48 Teams bei der Endrunde dabei.

Co-Gastgeber Kanada und Bosnien-Herzegowina sind mit einem Remis in die Fußball-WM gestartet. In Toronto endete am Freitag das Gruppe-B-Duell zwischen den beiden Teams 1:1 (0:1). Jovo Lukic brachte die Gäste-Elf von Trainer Sergej Barbarez in der ersten Hälfte in Führung (21.), der eingewechselte Cyle Larin (78.) rettete der Mannschaft von Coach Jesse Marsch einen Punkt. Es war der erste WM-Zähler für die Kanadier bei ihrer dritten WM-Teilnahme.

Die erste Runde in Gruppe B wird am Samstagabend (21.00 Uhr MESZ) komplettiert, in Santa Clara bei San Francisco treffen Katar und die Schweiz aufeinander. Die "Eidgenossen" sind kommenden Donnerstag (21.00) in Los Angeles auch der nächste Gegner der Bosnier, während Kanada in Vancouver in der Nacht auf Freitag (0.00) die Kataris empfangen.

Dzeko bei Bosnien auf der Bank

Während das Heimteam den am Oberschenkel verletzten Kapitän Alphonso Davies vorgeben musste, saß beim Gegner Altstar Edin Dzeko nur auf der Bank. Der 40-jährige Schalke-Stürmer laboriert an einer Schulterblessur. Die Partie verpasste zudem auch Ex-Austria-Angreifer Haris Tabakovic (Knöchel). Nach einer stimmungsvollen Eröffnungsfeier, an der auch die kanadischen Musikstars Michael Buble und Alanis Morissette - Letztere sang die Hymne der Gastgeber - mitwirkten, sahen die 43.000 Zuschauer im kleinsten WM-Stadion einen lebhaften Auftakt. Amar Memic kam in guter Position zum Abschluss, schoss aber über das Tor (3.).

Auf der Gegenseite ließ Jonathan David eine Großchance liegen: Der Juventus-Stürmer traf zentral vor dem Tor den Ball unsauber, der Schuss wurde zu einer leichten Beute für Goalie Nikola Vasilj (17.). Kurz darauf klingelte es im kanadischen Gehäuse. Eine sauber exekutierte Eckball-Variante köpfelte Lukic zur bosnischen Führung. Für den 27-jährigen Stürmer war es der erste Nationalteamtreffer überhaupt. Die Marsch-Truppe übernahm in der Folge das Kommando, blieb aber im Abschluss zu ungefährlich oder wie beim Schuss von Tani Oluwaseyi über das Tor (32.) zu ungenau.

Kanada-Offensive mit Ausgleich belohnt

Auch nach der Pause drängten die "Ahornblätter", blieben aber ohne Glück. Richie Laryea hatte Torhüter Vasilj nach einem sehenswerten Angriff schon bezwungen, Sead Kolasinac fing das Leder jedoch in höchster Not via Querbalken ab (53.). Im Gegenzug rettete Keeper Maxime Crepeau gegen Ermedin Demirovic (54.). Nikola Katic klärte einen Kopfball von Oluwaseyi vor der Linie (66.). Nach 74 Minuten brachte Barbarez den scheidenden Salzburger Kerim Alajbegovic in die Partie, der mit 18 Jahren sein WM-Debüt als jüngster Bosnier feierte.

Entscheidend in Szene setzte sich aber ein anderer "Joker": Larin, gerade zwei Minuten am Platz, glich mit einem abgefälschten Schuss aus der Drehung zum 1:1 aus (78.). Die agileren Kanadier drängten nun auf den Sieg. Bosnien, das im WM-Play-off Italien eliminiert hatte, brachte das Remis jedoch über die Ziellinie, auch weil Larin den "lucky punch" verpasste (96.).

Donald Trumps TV Sender Fox Sports hat bei dieser Fußball-WM in Sachen TV-Experten ein ordentliches Aufgebot. Thierry Henry, Peter Schmeichel, Chicharito und Zlatan Ibrahimovic lachten da am Donnerstag und Freitag in die Kamera.

Während der Mexikaner Chicharito und Goalie-Legende Schmeichel das Eröffnungsspiel aus dem Aztekenstadion in Mexiko Stadt kommentierten, waren Henry und Ibrahimovic in Los Angeles im Einsatz, wo die US-Boys am Freitag gegen Paraguay in die Heim-WM starten.

Hat Ibrahimovic seinen Trip nach Los Angeles auch dazu genutzt, um Ralf Rangnick zu treffen, der mit dem ÖFB-Team 140 Kilometer nördlich von LA in Santa Barbara wohnt und am Donnerstag – so wie seine Spieler – einen freien Tag hatte?

Zwei Gespräche

Ibrahimovic fungiert als sportlicher Berater von AC-Milan-Eigentümer Gerry Cardinale. Das Duo wirbt seit über zwei Wochen um Österreichs Teamchef, der in Mailand Technischer Direktor werden soll. Zwei persönlichen Gespräche hat es bereits gegeben, eines davon in Wien. Dem Vernehmen nach wird es aber nichts mit Rangnick und den Rossoneri.

Beginnen wir mit dem Wesentlichen: Michael Gregoritsch trinkt seinen Espresso in der Früh, zu Mittag – und am Abend eher nicht mehr. Außer, wenn der Jetlag noch nicht überwunden ist. Eine Siebträgermaschine haben Österreichs Fußballer extra mitgenommen nach Kalifornien, weil das mit dem amerikanischen Kaffee so eine Sache ist.

Beim Frühstück würde er zwischen Breakfast Muffin und Eggs Benedict zum Muffin greifen, weil der weniger Kalorien hat, sagt er. Und generell wünscht er sich von Teamkoch Fritz Grampelhuber am liebsten Innereien. Leber, geröstet, innen rosa, mit einer leichten Soße dazu.

Die Formel 1 gastiert heuer zumindest vorerst zum letzten Mal auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Die Traditionsstrecke, die im Winter auch für Testfahrten genutzt wird, muss sich aufgrund des Rotationsprinzips ab nächster Saison mit dem Circuit de Spa-Francorchamps abwechseln. Als WM-Leader reist Mercedes-Jungstar Kimi Antonelli an, der nach dem Sieg in Monaco einmal mehr verdächtig für einen weiteren Eintrag in die Geschichtsbücher ist.

Reißt die Siegesserie von Kimi Antonelli?

In der Geschichte des Grand Prix in Montmeló gab es noch nie einen Sieger aus Italien. Das will der Überflieger, dem aktuell die besten Titelchancen zugerechnet werden, ändern. Auch wenn der 19-Jährige im Vorjahr nicht ins Ziel kam: Nach fünf Siegen in Folge weiß er bestens mit der neuen Fahrzeuggeneration und dem Druck umzugehen.

Wie ist die Stimmung bei George Russell?

Der britische Mercedes-Pilot steht unter enormem Druck. Der 28-Jährige liegt nach dem Monaco-Debakel 68 Punkte hinter seinem Teamkollegen Antonelli und wartet seit Australien auf einen Sieg. Aufgeben möchte Russell nicht, er glaubt „nach wie vor“ an sich. Immerhin: Am Freitag gab es im ersten Training die Bestzeit. Im zweiten Training folgte um neun Tausendstelsekunden die Versetzung auf Rang zwei. Aber: Der Brite wartet seit 2023 auf ein Podest auf dem spanischen Kurs.

Lokalmatador Alonso

Für den 44-Jährigen in Aston-Martin-Diensten wird der heurige Grand Prix der letzte in Barcelona sein. Der zweifache Weltmeister deutete bei der Pressekonferenz bereits sein Karriereende mit dem auslaufenden Vertrag 2027 an. Alonso feierte seinen letzten Formel-1-Sieg 2013 in Barcelona, damals als Ferrari-Pilot.

Leonardo Fornaroli zeigte auf

Freitagmittag waren gleich sieben Nachwuchsfahrer für das erste Training gemeldet. Die Oberhand behielt der amtierende F2-Weltmeister Leonardo Fornaroli im McLaren. Hingegen musste Charlie Wurz’ Super-Formula-Gegner Luke Browning (Williams) wegen eines Defekts zusehen und konnte keine Runden fahren.

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