Sport-News

Die Luft im Tabellenkeller der Qualifikationsgruppe wird immer dünner. Alles deutet auf ein Duell BW Linz gegen WAC um den Klassenerhalt hin. 
In Graz spielte vor der Pause fast nur die Heimmannschaft, die Gäste aus Linz konzentrierten sich fast nur auf die Defensive. Dennoch kam der GAK zu guten Chancen, für die Führung brauchte es aber einen umstrittenen Elfmeter, Pasic hatte den Ball im Fallen an den Arm bekommen. 

Hofleitner verwandelte zur Pausenführung (39.). Nach Seitenwechsel trauten sich die Linzer dann doch mehr in die Offensive – und wurden gleich bei der ersten Chance belohnt. Routinier Ronivaldo beförderte den Ball aus kurzer Distanz zum Ausgleich über die Linie (62.). Harakate ließ am Ende aber doch den GAK jubeln (79.). Die Grazer rücken mit dem 2:1 auf Platz zwei vor, für Schlusslicht BW Linz wird die Luft immer dünner.

In Innsbruck ging der WAC mit dem ersten Torschuss in Führung. Ngankam hatte sich den Ball schön mitgenommen und abgezogen (9.). Die WSG war das bessere Team, doch es dauerte eine Stunde, bis Müller per Elfmeter ausgleichen konnte (59.). Nach einer Ecke drehte Ola-Adebomi die Partie per Kopf (77.), Wels erhöhte auf 3:1 (94.). Der WAC ist mittendrin im Abstiegskampf.

Der FC Bayern hat sich bei der Generalprobe für den Champions-League-Kracher bei Real Madrid mit einer spektakulären Aufholjagd Selbstvertrauen geholt. Die Münchner kamen am Samstag in der Fußball-Bundesliga beim SC Freiburg nach einem 0:2-Rückstand dank dreier später Tore noch zu einem 3:2 (0:0). Das große Österreicher-Duell - mit erstmals sechs ÖFB-Teamspielern in den Startaufstellungen - zwischen Werder Bremen und Leipzig gewann RB 2:1 (1:0).

Die Youngster Tom Bischof (81., 92.) und Lennart Karl (99.) haben dem FC Bayern (mit Konrad Laimer ab der 56. Minute) drei Tage vor dem Duell mit Real einen dramatischen Last-Minute-Sieg beschert. Johan Manzambi (46.) und Lucas Höler (71.) hatten die Freiburger um Abwehrchef Philipp Lienhart in Führung gebracht, aus dem ersten Sieg gegen die Münchner seit fast elf Jahren wurde aber nichts.

Die Bayern, die ohne ihren angeschlagenen Torjäger Harry Kane auskommen mussten, steuern in der Bundesliga weiter klar auf die Meisterschaft zu. Zudem stehen sie nun bei 100 Liga-Treffern und somit kurz davor, ihre eigene Bestmarke aus der Saison 1971/72 zu knacken. Torhüter Manuel Neuer parierte bei seinem Comeback zweimal stark, sah beim 0:2 aber nicht gut aus.

Sechs Österreicher starten in Bremen

Leipzig gewann mit Christoph Baumgartner, Nicolas Seiwald und Xaver Schlager gegen Werder mit Marco Friedl, dem starken Romano Schmid und Marco Grüll - sechs Österreicher zum Anpfiff in einer deutschen Bundesligapartie gab es laut Datenanbieter Opta davor noch nie. Leipzig schloss zumindest bis zum Abend zum drittplatzierten VfB Stuttgart auf. Werder, das seit 2019 gegen Leipzig sieglos ist, liegt weiter sieben Punkte vor einem Abstiegsplatz, weil auch der VfL Wolfsburg verlor.

Der VW-Werksclub lag mit Patrick Wimmer (bis 66.) bei Bayer Leverkusen 3:1 in Führung, musste sich aber mit 3:6 geschlagen geben und hat unverändert drei Punkte Rückstand auf St. Pauli, das auf dem Relegationsplatz liegt. Borussia Mönchengladbach (mit Kevin Stöger ab 63.) hat im Kampf um den Klassenerhalt mit einem 2:2 zu Hause gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten 1. FC Heidenheim (Mathias Honask bis 62.) wichtige Punkte liegengelassen.

Rückschlag für Hoffenheim

Die TSG 1899 Hoffenheim hat auf dem erhofften Weg in die Champions League den nächsten herben Rückschlag erlitten. Die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer unterlag mit Alexander Prass dem FSV Mainz 05 mit 1:2. Die Rheinhessen jubelten nach zwei Toren von Philip Tietz (13., 79.) über drei wertvolle Punkte im Abstiegskampf und das sechste ungeschlagene Spiel in Serie. Fisnik Asllani (23.) hatte zwischendurch ausgeglichen. Die Kraichgauer sammelten damit in den jüngsten sechs Spielen nur fünf Punkte und gewannen lediglich bei Schlusslicht Heidenheim.

Am Ostersonntag sehen Rapid Sturm Graz aus disziplinärem Grund um 8.000 Menschen weniger als dies beim letzten Match zwischen Grün- und Schwarz-Weiß am Allerseelentag der Fall war. Aber die Sperre des Block West ist nicht der einzige gravierende Unterschied zum 2. 11. 2025.

Als Rapid zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten die Grazer Titelverteidiger schlug, saß noch Peter Stöger auf Rapids Trainerbank. Kurz später war er in Hütteldorf schon wieder Geschichte. So wie bald auf Grazer Seite Jürgen Säumel.

Bei einem Zwischenfall vor einem Fußball-Derby in der peruanischen Hauptstadt Lima ist nach offiziellen Angaben mindestens ein Mensch ums Leben gekommen.

Bei dem "bedauerlichen Vorfall" Freitagabend (Ortszeit) seien 47 weitere Menschen verletzt worden, drei davon lebensgefährlich, sagte Gesundheitsminister Juan Carlos Velasco am Freitag vor Journalisten.

39 Menschen seien in Krankenhäuser eingeliefert worden. Nähere Angaben zu den Ursachen machte Velasco zunächst nicht.

Tribüne eingestürzt?

Die Feuerwehr in Lima dementierte anfängliche Berichte, denen zufolge eine Tribünenmauer eingestürzt war. Die Struktur der Südtribüne im betroffenen Stadion erscheine intakt, erklärte Feuerwehrchef Marcos Pajuelo.

Der Fokus liegt auf dem Liga-Finish und dem Sonntag-Spiel beim LASK (14.30 Uhr), dennoch plant die Austria im Hintergrund schon die kommende Saison. Verträge wichtiger Spieler und von Trainer Stephan Helm laufen im Sommer aus, es ist ohnehin höchste Zeit für Weichenstellungen und Entscheidungen. Sportvorstand Tomas Zorn hatte noch vor Wochen gesagt, dass nichts gegen eine Verlängerung von Helm spreche. Bei dieser Meinung scheint er auch nach den ersten Gesprächen mit dem Burgenländer zu bleiben. „Wir sind in sehr positiven Gesprächen.“

Helm hat es mit seinem Trainerteam immerhin seit über einem Jahr geschafft, trotz der permanenten Unruhe im Verein die Mannschaft bei Laune und sportlich auf Kurs zu halten. Die Veilchen liegen als Dritter nur zwei Punkte hinter Leader Sturm. Mit einem Sieg beim LASK wäre man wieder mitten im Titelrennen.

Wieder zur Verfügung steht nach seiner Sperre Tin Plavotic. Der Vertrag des Verteidigers läuft ebenso aus wie jene von Reinhold Ranftl und Philipp Wiesinger. Laut Zorn möchte die Austria alle drei Spieler halten, wobei Plavotic bisher den Eindruck vermittelte, nicht verlängern zu wollen. „Wir führen schon längere Zeit Gespräche, allerdings ist noch nichts finalisiert“, sagt Zorn.

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