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Das Finale beim ATP-1000-Tennisturnier in Indian Wells bestreiten Jannik Sinner und Daniil Medwedew. Der Südtiroler bezwang den Deutschen Alexander Zverev 6:2, 6:4, danach fügte der Russe dem Spanier Carlos Alcaraz dessen erste Niederlage des Jahres zu. Medwedew behielt beim mit 9,4 Mio. US-Dollar dotierten Hartplatzturnier gegen den Weltranglistenersten mit 6:3, 7:6(3) die Oberhand. Alcaraz hatte zuvor 16 Siege in Folge und die Titel bei den Australian Open und in Doha geholt.

Für Alcaraz war es die erste Niederlage seit den ATP Finals in Turin im November. "Gegen jemanden wie Carlos spielt man oft, und man verliert oft", sagte Medwedew, der unabhängig vom Finalausgang in die Top 10 der Weltrangliste zurückkehren wird. "Er ist ein fantastischer Spieler mit unglaublichen Schlägen, Verteidigung, Angriff, Return - einfach alles. Da musst du also in Topform sein", sagte er über Alcaraz.

Alcaraz erklärte, er habe Medwedew noch nie so spielen gesehen. "Ich wusste, dass er aggressiv spielen würde, aber die Art und Weise, wie er es getan hat, hat mich sehr überrascht. Er hat keinen einzigen Schlag verfehlt." Ihm sei klar gewesen, etwas anders machen zu müssen, aber Medwedew habe für jeden Schlag eine Lösung gefunden. "Ich muss das Positive an dieser Niederlage sehen. Es geht darum, dass die Leute und die Spieler denken, auf diesem Niveau spielen zu müssen, wenn sie mich schlagen wollen."

Sinner führt 8:7 gegen Medwedew

Wimbledonsieger Sinner bot eine souveräne Vorstellung. Schon nach 31 Minuten holte er sich den Satzgewinn, der zweite Durchgang blieb länger offen, Zverev hatte sogar eine Break-Chance, doch letztlich stand er auf verlorenem Posten. Der Tennis-Star aus Italien blickte dem Finale entgegen. "Daniil ist auf sehr hohem Niveau zurück. Er hat eine sehr gute Balance auf dem Platz gefunden. Er hat den Titel in Dubai gewonnen, ist hierhergekommen und hat großartige Ergebnisse erzielt. Unser letztes Spiel ist auch schon eine Weile her. Mal sehen, was kommt."

Zuletzt spielten die beiden bei den ATP Finals 2024 gegeneinander, als Sinner seinen dritten Sieg in Folge gegen Medwedew feierte. Im Head-to-Head steht es 8:7 für Sinner.

Motorsport-Hoffnung Emma Felbermayr hat in der F1 Academy mit dem Sieg im Hauptrennen von China einen perfekten Saisonstart hingelegt. Die 19-jährige Oberösterreicherin fuhr am Sonntag in Shanghai von Startplatz drei zu ihrem zweiten Erfolg in der exklusiven Frauen-Rennserie und übernahm die Führung in der Gesamtwertung. Am Samstag hatte es Felbermayr, die in ihrem zweiten Jahr in der F1 Academy für Audi startet, im Sprintrennen als Dritte ebenfalls auf das Podium geschafft.

"Ich habe noch nie eine Meisterschaft angeführt, das fühlt sich richtig gut an", sagte Felbermayr im ORF. Beim Sieg in Kanada im Vorjahr sei es "nur" ein Sprintrennen gewesen. "Jetzt das richtige Rennen am Sonntag zu gewinnen, ist noch einmal etwas anderes." Felbermayr, die dem deutschen Autohersteller Audi seit dem Einstieg in den Formel-1-Kosmos heuer den ersten Sieg bescherte, will nun um den Titel fahren. "Das Ziel war, die Meisterschaft zu gewinnen und nichts zu riskieren. Also einfach die meisten Punkte wie möglich zu holen", erklärte sie.

Wie sich am Vortag abgezeichnet hat, ist auch die Durchführung des zweiten Weltcup-Super-G der Männer in Courchevel nicht möglich. Der erste am Samstag war bereits wegen Schneefalls und Nebels abgesagt worden, in der Nacht auf Sonntag kam zu viel Neuschnee dazu, ein sicheres Rennen war nicht möglich. Der Super-G wird nicht nachgetragen, Marco Odermatt steht als Gewinner der Kugel fest. Er hat vor dem finalen Rennen einen Vorsprung von 158 Punkten auf Vincent Kriechmayr.

Als einziges Rennen in Courchevel fand damit am Freitag die Abfahrt statt, die der Oberösterreicher Kriechmayr gewonnen hat. Es folgen nun beim Finale in Norwegen noch eine Abfahrt und ein Super-G in Kvitfjell, sowie ein Riesentorlauf und ein Slalom in Hafjell.

Der Schweizer Odermatt sicherte sich in diesem Winter bisher die Kugel als Gesamtweltcupsieger sowie für Abfahrt und Super-G und hat auch noch im Riesentorlauf als Führender eine Chance darauf.

Nach 10 Tagen gehen am Sonntag die paralympischen Winterspiele zu Ende. Österreichs Ausbeute kann sich sehen lassen, eine Familie sticht besonders heraus. Eine (subjektive) Bilanz der Spiele:

Die Aigners 

Schon bei den letzten Paralympics in Peking zeichneten die Aigners aus Gloggnitz für 9 der 13 österreichischen Medaillen verantwortlich. In Italien fuhren Johannes und Veronika Aigner mit ihren Guides bislang ebenfalls neun Mal auf das Podest. Johannes Aigner blieb einzig im Slalom am Sonntag ohne Medaille, wurde Vierter. Österreich jubelte damit erneut über 13 Medaillen.

Lilly Sammer 

16 Jahre jung und schon dreifache Medaillengewinnerin. Lilly Sammer sprang spontan für die verletzte Elisabeth Aigner als Guide in den Speed-Bewerben für Veronika ein, das Duo hatte nur wenige Tage, um sich aufeinander einzustellen. Am Ende gab es zweimal Gold und einmal Silber. „Die Lilly ist wie die kleine Schwester, die ich immer wollte“, adelte Aigner ihre sieben Jahre jüngere Teamkollegin.

Das Preisgeld 

Die Wertschätzung für den paralympischen Sport steigt stetig, auch finanziell werden die österreichischen Athletinnen und Athleten für ihre Erfolge immer besser entlohnt. Für Gold gab es diesmal eine Prämie von 15.000 Euro, Silber brachte 13.000 und Bronze immerhin noch 11.000 Euro ein. Die Guides erhalten jeweils die Hälfte davon.

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