Diese Meldung war sogar der Bild eine ganz große Geschichte wert. „Top-Talent wird nicht für Deutschland spielen“, stand da am Freitag geschrieben und das auch sehr prominent platziert. Besagtes Top-Talent hört auf den Namen Paul Wanner – der 20-jährige Sohn einer Vorarlbergerin und eines Deutschen war bis zuletzt ein Fixpunkt im U-21-Nationalteam des DFB.
Geboren in Dornbirn und aufgewachsen in Oberschwaben hatte der Fußballer schon immer die Qual der Wahl. Nun hat er eine Entscheidung getroffen, die nicht mehr revidiert werden kann. „Ich möchte die sportliche Entwicklung der nächsten Monate bestätigen. Und dann träume ich natürlich davon, das Trikot der Nationalmannschaft Österreichs zu tragen“, sagte der offensive Mittelfeldspieler zu Sky.
Da ist es Ralf Rangnick also tatsächlich gelungen, den hochgehandelten Spieler für Österreich zu gewinnen. Den Einfluss des ÖFB-Teamchefs bestätigt Wanner nun auch. „Der Austausch mit dem ÖFB hat permanent stattgefunden, mit Ralf Rangnick und seinem Trainerteam habe ich seit sehr langer Zeit einen super offenen, ehrlichen Austausch. Diesen haben wir in den vergangenen Wochen noch einmal intensiviert.“ KURIER-Informationen zufolge war dabei neben Rangnick auch dessen engster Vertrauter federführend: Teamchef-Assistent Lars Kornetka.
Die Einberufung
Die nächsten Schritte sehen wie folgt aus: Wanner wird bei der bevorstehenden Kaderbekanntgabe am 16. März einberufen werden und kann sich dann im Trainingslager in Marbella in der letzten Märzwoche und bei den beiden WM-Tests in Wien gegen Ghana und Südkorea empfehlen.
Die WM sei ein Traum für jeden Spieler, so Wanner. „Aber wie jeder andere Spieler muss ich mir eine Nominierung verdienen. Dafür gebe ich in jedem Spiel alles.“