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Nach Platz acht im Super-G im Stehend-Bewerb der Paralympics in Cortina war Thomas Grochar noch enttäuscht. „Zu viel Brechstange, zu viele Fehler“, haderte der 32-Jährige danach. Acht Zehntel fehlten auf Bronze. „Die finde ich locker“, war der Kärntner überzeugt.

Gesagt, getan. Am Tag darauf, im Super-G-Bewerb der Super-Kombination, erwischte es Grochar besser, belohnte sich mit Zwischenrang zwei. Nur der Russe Alexej Bugaew war deutlich schneller, er ging mit 1,25 Sekunden Vorsprung auf Grochar in den Slalom. Dort behielt der Routinier dann die Nerven. Was nicht selbstverständlich war. Der Kärntner hatte im Slalom-Weltcup heuer bislang nur ein Top-4-Ergebnis auf der Haben-Seite, in fünf Rennen schied er drei Mal aus. 

Grochar in Feierlaune

Auf der Tofana lief es besser. Grochar brachte den Slalom ins Ziel, durchlebte dann ein Wellental der Gefühle. Erst rutschte er auf Platz drei zurück. Der Frust war groß, rechnete er doch da schon fix mit dem undankbaren vierten Rang. Es kam anders. Der führende Russe Bugaew schied aus, davon bekam Grochar erst gar nichts mit. Er gewann Bronze.

Bei den Langlaufwettbewerben der Paralympischen Spiele in Italien treffen erstmals auf paralympischer Bühne wieder russische und ukrainischen Athletinnen und Athleten in Rennen direkt aufeinander. 

In der Sprint-Qualifikation der sitzenden Männer im italienischen Tesero ging der Russe Ivan Golubkov ebenso wie fünf Athleten aus der Ukraine ins Rennen.

Ukranische Dominanz bei den Herren

Die Ukrainer, die bislang die Nordischen Bewerbe dominieren, gingen dabei auch als klare Sieger hervor. Während sich alle fünf Ukrainer für das Halbfinale qualifizierten, hatte Golubkov als 19. keine Chance. Zwei Ukrainer schafften es dann auch ins Finale: Pavlo Bal sowie Oleksandr Aleksyk.

Weil Yaw Yeboah, früherer Teamspieler von Österreichs nächstem Testspiel-Gegner Ghana, und der US-Amerikaner Derrick Jones in der Fußballliga MLS - auch auf ihre eigenen Teams - gewettet haben, sind die beiden in den USA aus dem Verkehr gezogen worden. 

Die Major Soccer League erklärte in einer Mitteilung, dass das Duo zwischen 2024 und 2025 „in großem Umfang“ Fußballwetten abgeschlossen und dabei „wahrscheinlich vertrauliche Informationen mit anderen Wettern geteilt“ habe.

So wetteten die beiden Fußballer demnach etwa im Oktober 2024 darauf, dass Jones eine Gelbe Karte erhalten würde - was tatsächlich eintraf. Die Information, sich während des Spiels eine Verwarnung abholen zu wollen, sollen sie zuvor wohl an andere Wettende weitergegeben haben. 

„Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass diese Wetten das Ergebnis eines Spiels beeinflusst haben“, hieß es weiters. Der 28-jährige Yeboah wurde 2023 mit Columbus Crew Meister. 

Fünf iranische Fußballerinnen sind nach der Zusage humanitärer Visa in Australien vor Freude in Jubel ausgebrochen. 

Australiens Innenminister Tony Burke berichtete, die Spielerinnen hätten in den frühen Morgenstunden an einem geheim gehaltenen Ort in Brisbane mit dem beliebten australischen Schlachtruf "Aussie, Aussie, Aussie" gefeiert, nachdem ihnen die Entscheidung der Regierung mitgeteilt worden war. Auf einem symbolträchtigen Foto waren die Frauen ohne Kopftuch an Burkes Seite zu sehen.

Die Athletinnen hatten während des Asien Cup an der Gold Coast Schutz gesucht und unter Polizeischutz das Teamhotel verlassen, nachdem sie im Iran wegen ihres stillen Protests in die Kritik geraten waren. 

Beim ersten Gruppenspiel des Turniers hatten die Spielerinnen beim Abspielen ihrer Nationalhymne geschwiegen. Dies wurde in ihrer Heimat als Zeichen gegen die iranischen Machthaber gewertet - befürchtet wurde, dass ihnen nach der Rückkehr schlimme Konsequenzen drohen könnten.

Das österreichische Sportministerium hat einen Förder- und Abrechnungsstopp gegen den Tischtennis-Verband verhängt. Hintergrund sind mögliche Versäumnisse im Umgang mit Vorwürfen innerhalb des Verbands. Im Raum steht unter anderem eine Verletzung von Förderverträgen, zu denen auch Maßnahmen in den Bereichen Prävention und Integrität zählen.

Der Förderstopp bleibt so lange aufrecht, bis der Verband zur umfassenden Klärung der Vorwürfe beiträgt und ein funktionierendes Präventions- und Integritätsmanagement einführt. Dieses müsse gewährleisten, dass möglichen Fällen von Fehlverhalten im gesamten Verband sowie in den Vereinen konsequent, unabhängig und professionell nachgegangen werde, teilte das Ministerium mit. Der Standard hatte vor einigen Wochen über den Vorwurf berichtet, wonach sich "ein Nachwuchstrainer zu Minderjährigen ins Bett gelegt" haben soll.

Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt bezeichnete die im Raum stehenden Vorwürfe als alarmierend. „Ich will, dass Mädchen und Frauen im österreichischen Tischtennis sicher sind. Die im Raum stehenden Vorwürfe sind erschreckend und dürften im Verband schon länger bekannt sein“, erklärte Schmidt. „Anzügliche Nachrichten oder Nachbesprechungen im Bett haben zwischen Jugendlichen und Trainer:innen keinen Platz.“

"Angstfreies Umfeld verdient"

Unter den aktuellen Umständen könne sie nicht verantworten, dass solche Zustände mit Steuergeld unterstützt würden. „Athlet:innen, insbesondere Mädchen und Frauen im österreichischen Sport haben sich ein angstfreies Umfeld verdient“, so Schmidt.

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