Letzte Chance für Belgier: Zwei Superstars wollen die Karriere veredeln
Helden werden nie müde: Kevin De Bruyne & Romelu Lukaku.
Mit dem letzten Schuss ins große Glück? Von Belgiens goldener, pardon bronzener Generation, die bei der WM 2018 als Dritter recht knapp am großen Coup vorbeischrammte, sind noch ein paar mittlerweile durchaus alte Männer dabei. Ob ihnen dieses Mal der ganze große Coup gelingt, den man ihnen oftmals zugetraut hatte, bleibt aber zu bezweifeln.
Während Eden Hazard, ebenfalls ein Star vergangener Tage, sich lieber dem etwas gemütlicheren Golf hingibt, reizt Kevin De Bruyne und Romelo Lukaku immer noch der Versuch, sich unsterblich zu machen. Zur Erinnerung: Platz drei vor acht Jahren war eben das beste Ergebnis der WM-Historie, 1986 wurden die Belgier ebenso mit vielen Stars Vierter. Und viele Experten sagen, dass Belgien die stärkste Nation ist, die nie in einem WM-Finale zu sehen war.
Die Belgier, die am Montag auf Ägypten treffen (21 Uhr MESZ, Servus TV), bleiben aber nach den jüngsten Großereignissen auf dem Boden. Nicht nur als Zweckpessimismus nach den Enttäuschungen der WM 2022 (Aus in der Vorrunde) und der EM 2024 (nur Achtelfinale), sondern weil es generell guttut. „Wir befinden uns eher in der Außenseiterrolle. Und ehrlich gesagt gefällt mir das sogar“, sagt Trainer Rudi Garcia, der das Team im Jänner 2025 von Domenico Tedesco übernahm.
Gute Mischung der Belgier
Die „Roten Teufel“ befinden sich eben mitten im Generationswechsel. Angeführt werden neue, junge und hungrige Spieler von De Bruyne, den Garcia als „einen der besten Fußballer aller Zeiten“ bezeichnet, und von Lukaku, Torwart Thibaut Courtois (34) und Axel Witsel, der bereits 37 Jahre alt ist.
Eine Stunde Spielzeit
Vor allem Lukaku hat seine besten Stürmer-Tage bereits hinter sich. Der einstige Weltklasse-Angreifer hat in der abgelaufenen Saison für Napoli, hauptsächlich verletzungsbedingt, insgesamt nur gut eine Stunde gespielt. Für Belgien feierte der Rekordtorschütze (89 Treffer) nach einem Jahr Pause Anfang Juni im Test gegen Kroatien sein Comeback – und traf beim 2:0 als Joker. De Bruyne wischt alle Kritiken zurück und stellt sich hinter seinen Landsmann: „Wir können nicht erwarten, dass er 90 Minuten spielt, aber Lukaku hat ein unglaubliches Talent vor dem Tor, auch in einer halben Stunde kann er sehr gefährlich sein“, sagt der langjährige Star von ManCity über seinen Teamkollegen bei Napoli.
Und Hazard stärkt in einem Interview mit der FIFA dem ganzen Team den Rücken: „Es ist eine Mischung aus der alten Garde und der neuen Generation, die sich langsam, aber sicher durchsetzt. In ihrer Gruppe sind sie die klaren Favoriten“. Die weiteren Gegner in Gruppe G heißen Iran und Neuseeland.
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