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Mit dem letzten Angriff hat es doch noch geklappt. Österreich hält den Traum von der U21-EM-Endrunde in letzter Sekunde am Leben. Salzburg-Verteidiger Jannik Schuster erlöste die Hausherren in der 94. Minute nach einem Eckball mit dem 2:1-Siegestreffer.

Das ÖFB-Team gab im Heimspiel gegen Belarus spät die Führung aus der Hand, bei einer Niederlage wäre die EM-Chance praktisch auf null gesunken. Rapid-Stürmer Nikolaus Wurmbrand (62.) brachte Österreichs U21-Nationalteam in Führung. Ruslan Myalkovskiy (88.) schockte Rot-Weiß-Rot mit dem späten Ausgleich, ehe Schuster noch traf (94.). „Ich bin froh, dass wir uns am Schluss noch belohnt haben. Wir hatten sehr viele Chancen, aber es war ein sehr zerfahrenes Spiel“, sagte ein erleichterter Wurmbrand. 

Die Mannschaft von Teamchef Peter Perchtold zog damit an der Spitze der Qualifikationsgruppe I mit Belgien und Dänemark gleich, die beide ebenfalls bei zehn Punkten halten, aber jeweils ein Spiel weniger absolviert haben.

Jetzt wird es ernst: Michaela Kotaskova steht vor dem bislang größten Kampf ihrer Karriere. Die 34-jährige Bounce-Boxerin trifft am 5. April in London (20 Uhr, live ORF Sport Plus) auf keine Geringere als Chantelle Cameron, ehemalige unangefochtene Weltmeisterin (Undisputed) im Superleichtgewicht und eine der konstantesten Boxerinnen Europas. Die beiden kämpfen um den WBO Jr. Middleweight World Champion Titel.

Der gleichaltrige Cameron, die unter dem Kampfnamen „Il Capo“ von Sieg zu Sieg eilt, zählt seit Jahren zur Weltspitze. Die technisch starke und taktisch äußerst disziplinierte Britin war Weltmeisterin aller vier großen Verbände (WBA, WBC, IBF, WBO) im Halbweltergewicht und schrieb im Mai 2023 Boxgeschichte mit ihrem Sensationssieg gegen Katie Taylor. Der spätere Rückkampf ging zwar verloren, die Rivalität gilt jedoch als eine der bedeutendsten im modernen Frauenboxen.

„Chantelle Cameron ist eine der besten Boxerinnen unserer Zeit. Genau solche Kämpfe wollte ich immer haben – gegen die Besten, auf der größten Bühne“, sagt Kotaskova. 

Nach den Länderspielen gegen Ghana und Südkorea legt das Nationalteam eine Pause bis Ende Mai ein. Erst dann wird Teamchef Ralf Rangnick seine Spieler im ÖFB-Campus versammeln, um sich endgültig den Feinschliff für die WM zu verpassen. Der vorläufige Großkader muss der FIFA bis 11. Mai genannt werden, der endgültige Kader muss Anfang Juni stehen.

Am 1. Juni testet Österreich in Wien gegen Tunesien und verabschiedet sich dabei von den heimischen Fans, die nicht zur WM reisen werden. Am 4. Juni hebt der ÖFB-Tross Richtung Los Angeles ab und bezieht das Teambasecamp in Santa Barbara, rund zwei Autostunden von L. A. entfernt.

Nach ein paar Tagen des Akklimatisierens gibt es noch einen finalen Test vor dem Auftakt am 17. Juni in San Francisco gegen Jordanien. Der ÖFB hat schon mit manchen Nationen als möglichen Gegner gesprochen, so auch mit Katar, das rund einen Kilometer von den Österreichern entfernt in Santa Barbara logiert. 

Allerdings wird das Testmatch auch zu einer Zeitfrage. Katar startet schon am 13. Juni ins Turnier, kommt daher als Gegner wohl nicht infrage. Österreich möchte am 9. oder 10. Juni spielen und muss somit einen Gegner finden, der ebenfalls recht spät in die WM einsteigt.

Der norwegische Ski-Star Henrik Kristoffersen und der Skiausrüster Van Deer-Red Bull Sports gehen nach vier gemeinsamen Jahren getrennte Wege. Das verkündete die von Marcel Hirscher gegründete Skimarke am Dienstag. "Henrik hat mit seinen großartigen Leistungen in unserem ersten Weltcupjahr einen entscheidenden Beitrag geleistet", sagte Van-Deer-Manager Anton Giger mit Blick auf die Saison 2022/23, als Kristoffersen zwei Weltcuprennen und WM-Gold im Slalom gewann.

"Es war der richtige Zeitpunkt"

Bei den Olympischen Winterspielen in Italien holte der Norweger im Februar Slalom-Bronze. Giger sprach nun vom "richtigen Zeitpunkt", sich zu trennen. Von einer "gemeinsamen" Entscheidung ist die Rede. Kristoffersen hat mit der Salzburger Skimarke im Vorjahr auch die Slalom-Kristallkugel gewonnen und sechs Weltcupsiege - zuletzt in Schladming Ende Jänner - verzeichnet. "Die Erfahrung, mit Equipment einer neuen Ski-Marke an den Start zu gehen und auf Anhieb im Weltcup erfolgreich zu sein, war einzigartig", wurde der 31-Jährige zitiert.

Hunderte Menschen stehen jede Woche vor einem ungewöhnlichen Ort Schlange, um sich Essen in Plastikbehälter zu füllen. Das Haus in Villa Fiorito, einem Armenviertel am Stadtrand von Buenos Aires, ist der Geburtsort der im Jahr 2020 verstorbenen argentinischen Fußball-Legende Diego Maradona. Das Haus gehört nicht mehr der Familie Maradona und wird vom neuen Besitzer seit einem Monat als provisorische Suppenküche zur Verfügung gestellt.

Ein Wandgemälde an der Hausfassade zeigt Maradona neben den Worten "Das Haus Gottes". Nächstenhilfe praktiziert dort eine Gruppe von Freiwilligen, die für die Nachbarn kochen. Geleitet wird die Einrichtung von Pfarrer Leonardo Fabian Alvarez, der von einem gestiegenen Bedarf an Lebensmitteln in Villa Fiorito berichtet, seitdem die Wirtschaftspolitik von Präsident Javier Milei zur Schließung kleiner Fabriken geführt hat. "Die Menschen haben offensichtlich ihre Arbeit verloren. Sie stellen sich an, bekommen Essen und nehmen, was wir ihnen geben", erklärte der Geistliche.

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